Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

"Leben zwischen Tradition und Moderne - mein halbes Jahr in China"

China, Freiwillige

Englisch unterrichten in China von Falko Loher

Nach 10 Stunden Flug wurde ich von China durch einen grandiosen Ausblick auf downtown Shanghai begrüßt. Im Flughafen wartete John, der Betreuer von Projects Abroad, schon auf mich. Bei ihm hatte ich gleich das Gefühl, in sicheren Händen zu sein. Mit John fuhr ich fast 4 Std. nach Wujiang zu meiner Gastfamilie. Da John das erste Wochenende mit mir in Wujiang blieb, war ich nie wirklich alleine. Auch in den folgenden Monaten kam er mindestens dreimal pro Monat nach Wuijang und unternahm Ausflüge mit uns Freiwilligen. Er erkundigte sich in persönlichen Gesprächen nach unserem Wohlbefinden, und wir konnten ihn auch sonst immer per Telefon erreichen. Außer mir waren 4-6 andere volunteers in Wuijang. Wir verstanden uns sehr gut und unternahmen viel miteinander, gingen ins Teehaus oder in den Wujiang City Park. Abends spielten wir Billard oder Bowling oder vertrieben uns unsere Zeit in Karaoke Bars, wo auch John gerne seine Gesangskünste zum Besten gab.

China, Klasse

Auch meine Familie zeigte mir gerade an den ersten Tagen viel von Wuijang. Mein Gastvater David ist Englischlehrer an der Schule, an der ich auch unterrichtete, und wurde ein guter Freund. Seine Frau arbeitet in einer Fabrik und sein Sohn Kang Kang geht in den Kindergarten. Mit ihnen wohnte ich in einer geräumigen zweistöckigen Wohnung mit großem Balkon und meistens eigenem Zimmer. Leider wird südlich des Yangtze in der Regel auch im Winter nicht geheizt, und so habe ich mich abends in Pullis und Decken eingepackt.

China, Travel Westlake

Ich unterrichtete an der "Wujiang Senior Middle School", einer Oberstufenschule mit ca. 2000 Schülern. Die Klassen bestehen in der Regel aus 55 Schülern, und meine waren zwischen 15 und 17 Jahre alt. Die Größe der Klassen hinderte mich leider daran, individuell auf die Schüler einzugehen, aber trotzdem konnte ich durch Dialoge oder Rollenspiele vom täglichen Frontalunterricht abweichen. Das Englischniveau war sehr niedrig und variierte innerhalb der Klasse. Die meisten Schüler waren natürlich begeistert und aufgeregt, mal einen richtigen Ausländer kennen zu lernen. Viele kamen auch nach dem Unterricht in mein Büro und suchten persönlichen Kontakt. Zu Weihnachten wurde ich mit Karten und Geschenken überhäuft, und mit einigen Schülern stehe ich bis jetzt in Email-Kontakt.

Wujiang liegt 300 km von Shanghai in der Provinz Jiangsu und ist im chinesischen Vergleich mit seinen ca. 200.000 Einwohnern eine Kleinstadt, doch merkt man das in der Innenstadt eigentlich nie. Deutsche Autos schneiden einem den Weg ab, westliche Marken und Artikel überfluten die Supermärkte und es gibt Kaufhäuser, Kinos, Unterhaltungszentren, Massagetempel und zahlreiche Restaurants. Das einzige, das ich in keinem Supermarkt gefunden habe, ist Deo für Männer!

China, Travel Bruecke

Am Anfang war ich von der Vielfalt der Leute und Eindrücke auf der Straße schlicht überwältigt. Ich habe mir bald ein Fahrrad gekauft oder bin oft mit der Rikscha in die Innenstadt oder in die Schule gefahren. Viele Leute sind neugierig und können ihre Überraschung, zum ersten Mal im Leben einen laowai - also einen Ausländer - zu sehen, nicht verbergen. Natürlich war es anfangs schwierig, sich mit den Chinesen zu verständigen, da bis auf Schüler und Lehrer wenige Menschen mehr Englisch sprechen als "hello" und "ok". Man kommt also kaum drum ´rum, sich einige elementare Worte auf Mandarin anzueignen. Ich hatte von Anfang an großes Interesse, die Sprache zu erlernen, und eine Kollegin unterrichtete mich kostenlos dreimal pro Woche. Inzwischen studiere ich an der Uni Wien Sinologie und muss sagen, dass es doch ein wahnsinniger Vorteil war, im Land selbst die Sprache zu erlernen.

Insgesamt ist mir Wujiang wirklich sehr ans Herz gewachsen. Ich vermisse oft die Gerüche und die Atmosphäre auf den Straßen und war vor kurzem noch einmal für zwei Monate in China.

Falko Loher

Mehr zum Englisch Unterrichten in China

Mehr zum Englisch Unterrichten

Mehr zu China

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲