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Unterrichten auf den Fiji-Inseln von Anna Bollesen

Ich kam an einem Samstag auf den Fidschi-Inseln an. Gelandet bin ich in der fünftgrößten Stadt, in Nadi. Von Projects Abroad wurde ich am Flughafen abgeholt und zu meiner Gastfamilie gefahren.

Dort habe ich nur eine Nacht verbracht, konnte aber schon mal das Leben auf den Fidschi-Inseln beschnuppern. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Suva, der Hauptstadt. Auch dort wurde ich von einem sehr netten Mitarbeiter von Projects Abroad abgeholt und zu meiner neuen Gastfamilie nach Nausori, etwa 20 Kilomter von Suva entfernt, gebracht. Gespannt war ich und aufgeregt. Eine Mitbewohnerin aus Holland sollte ich haben. Auf Anhieb haben wir uns gut verstanden. Eine weitere Mitarbeiterin von Projects Abroad hat es einmal ganz gut ausgedrückt: „You just clicked. You were meant to meet each other.“

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Mit meiner neuen Mitbewohnerin habe ich nicht nur ein Zimmer geteilt, sondern auch meine Arbeit. Wir haben beide an der Vuci Methodist Primary School Englisch unterrichtet. Unsere Aufgabe war, die jeweils lernschwächsten Schüler extra zu unterrichten und ihnen zu helfen. Insbesondere haben wir Lesen geübt, Grammatik wiederholt oder Aufgaben bearbeitet, die das Vokabular erweitern. Die Kinder wuchsen mir schnell ans Herz und es war ein tolles Gefühl jeden Morgen mit einem „Good morning, Madam. Good morning, Miss Anna.“ begrüßt zu werden. Es fiel mir sehr schwer, als mein letzter Tag an der Schule war und die Kinder geweint haben und mich gefragt haben, wer sie denn jetzt unterrichten soll.

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Meine Mitbewohnerin und ich haben dann beschlossen, dort noch etwas zu tun: Anfang des Jahres hat die Schule einen Raum ausgebaut, in dem eine Bücherei entstehen soll. Wir beide fanden diese Bücherei nicht sehr ansprechend. Es standen riesige Tische in dem Raum und es waren kaum Bücher vorhanden. Also haben wir unsere Lieben zu Hause mobilisiert und versucht, so viele Spenden wie möglich zu bekommen. Es war unglaublich, wie viel Geld wir zusammen bekommen haben und wir konnten nicht nur die Bücherei mit mehr und besseren Büchern ausstatten, sondern auch Teppiche und ein Zeitschriftenregal anschaffen. Wir haben Gartengeräte gekauft, damit die Schüler nun den Schulhof noch ordentlicher und sauberer halten können und ich konnte Geld für eine Assembly Hall spenden, die in den nächsten Monaten gebaut werden soll. Es ist immer noch Geld übrig geblieben, das für Brillen und einen Augenarzt verwendet wird. Dank der tollen Unterstützung des Teams von Projects Abroad weiß ich, dass das Geld in guten Händen ist. Es war so ein tolles Gefühl, zu sehen wie dankbar die Menschen dort sind. Sie konnten ihr Glück kaum fassen und hatten leuchtende Augen.

Ich konnte auch meiner Gastfamilie etwas zurück geben, nachdem sie mir ein tolles Zuhause auf den Fidschi-Inseln gegeben und alles dafür getan haben, dass es mir gut geht. Wie viele Einheimische ist meine Gastfamilie sehr gläubig. Leider haben sie nur eine sehr provisorische Kirche, deren Boden aus Zement besteht. Die Gemeinde hat den sehnlichsten Wunsch den Boden auszubessern und neu zu machen. Also habe ich auch der Kirche Geld gespendet.

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Auf den Fidschi-Inseln zu unterrichten heißt nicht, dass man nur in der Schule ist und kaum Freizeit hat - ganz im Gegenteil. An den Wochenenden bin ich zusammen mit einigen anderen Freiwilligen zu Paradiesstränden gefahren oder waren im Regenwald.

Das Leben auf den Fidschi-Inseln hat mich beeindruckt. Ich habe zu schätzen gelernt, wie gut unser Schulsystem funktioniert und welche Möglichkeiten man in Deutschland hat. Aber auch das Zusammenleben mit den Einheimischen hat mich nachdenklich gemacht. Sie haben so wenig und geben dir, als Gast, alles. Sie sind so lebensfrohe, hilfsbereite und dankbare Menschen.

Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und ich überlege jetzt, wann und wie ich schnellstmöglich noch mal zurück auf die Fidschi-Inseln kann. Danke an Projects Abroad für eure Mühe, eure Unterstützung und die Gewissheit, dass ich immer einen Ansprechpartner hatte.

Vinaka, Fiji! See you soon!

Anna Bollesen

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