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„Eine der besten Zeiten meines bisherigen Lebens“

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Englisch unterrichten auf den Fidschi-Inseln von Nina Rath

Seit einigen Jahren spielte ich schon mit dem Gedanken nach meinem Schulabschluss die Welt zu entdecken und mich gleichzeitig sozial zu engagieren. Die quälenden Fragen, was ich denn nun aus meinem Leben machen soll und was ich studieren soll, führten schließlich zu einer sehr leichten Entscheidung: besser erst mal ein Jahr Auszeit! So entschied ich mich, das am weitesten entfernte Land anzusteuern – die Fidschi-Inseln - und das für ganze vier Monate!

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Ich kam früh am Sonntagmorgen an, und ich erinnere mich an den Augenblick, als ich zum ersten Mal meine Gastfamilie sah, noch ganz genau. Vier kleine Kinder sahen mich mit ihren großen Augen grinsend an und streckten mir wohlerzogen ihre kleinen Arme entgegen. Auch die Großeltern (beide unter 60!) und der Gastvater begrüßten mich herzlichst. Ein riesiges Frühstück wurde mir aufgetischt und anschließend ging es ganz traditionell, wie jeden Sonntagvormittag, in die Kirche. Meine Gastfamilie war immer für mich da. Vor allem „meine“ Bumbu (fidschianisch für Oma) wuchs mir ans Herz. Am Ende der vier Monate war sie mir eine gute Freundin, Mutter und Oma in einem.

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Ich arbeitete zunächst in der Summer School, wo Projects Abroad ein Projekt für Schulkinder organisierte, die in den Ferien tagsüber nicht zu Hause bleiben können. Danach arbeitete ich in der Nadi District School. Ich war die erste Freiwillige, sozusagen die erste weiße Lehrerin dort, und sämtliche Kinder dieser Schule starrten mich die ersten Tage an, als wär ich ein Alien! Als Computerlehrerin hatte ich Gruppen von der 1. bis zur 8. Klasse und schnell war sämtliche Angst der Kinder verloren. Ging ich in der Pause am Schulhof herum, kam ständig von links und rechts ein „Miss Nina! Miss Nina!“ der winkenden, grinsenden Kinder. Selbst wenn ich mitten in der Stadt war und mich ein Schüler erkannte, hörte ich plötzlich freudiges Geschrei begleitet von fuchtelnden Händen!

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Meine Aufgaben waren sehr abwechslungsreich: ich brachte den Fünfjährigen den normalen Mausklick bei oder half bei einem Word-Abschlussprojekt der 8. Klasse. Zwischendurch gaben die musik- und tanzbegeisterten Kinder gerne persönliche Kostproben von alten Liedern der Backstreet Boys bis Justin Bieber.

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Einmal machte ich mich alleine für zehn Tage zu den Yasawas auf, einer Inselgruppe westlich der Hauptinsel. Die Unabhängigkeit von allem und jedem, das Inselhüpfen, Menschen aus aller Herren Länder, grandiose Landschaften und insgesamt einzigartige Erfahrungen machten diese Tage wohl zu einer der besten Zeiten meines bisherigen Lebens.

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Ansonsten verbrachte ich meine Freizeit vorwiegend mit anderen Freiwilligen. Wir trafen uns oft nachmittags an den Hotelpools, abends zum Weggehen und an den Wochenenden für Ausflüge. Es ist ein unfassbarer Luxus, einfach sagen zu können: “Komm, lass uns auf die Insel fahren!“. Einem wunderbaren Tag mit Sonne, Südseestrand und liebenswerten Menschen steht dann nichts mehr im Wege. Ich freue mich sehr, den einen oder anderen Volunteer in naher Zukunft hier in der westlichen Welt wieder zu sehen!

Die Fidschianer habe ich als ein sehr lebensfrohes und lockeres Volk erlebt. Nicht umsonst hört man ständig und überall „Fiji Time!“. Ich habe mich sehr schnell an diese Lebensweise gewöhnt und mehr als schätzen gelernt. Ein Tag verläuft viel entspannter, wenn man nicht ständig auf die Uhr schauen muss. Besonders die Kinder habe ich lieb gewonnen. Es waren unzählige Situationen, in denen sie mir ein Lächeln schenkten. Einmal wartete ich auf einen Freund und kritzelte gerade etwas in meinen Block. Da kam so ein kleines Mädchen und sah mir einfach ein paar Minuten fasziniert zu, bevor sie sich mit einem grinsenden „Moce“ (=Tschüss) wieder verabschiedete.

Ich empfand es auch als sehr angenehm, nicht ständig den Massenmedien ausgesetzt zu sein. Wir hatten zwar einen Fernseher zu Hause, jedoch keinen Computer. Ich habe einfach gelernt, damit klar zu kommen, nur jeden 4. Tag meine Mails zu checken!

Die Erfahrungen mit den Kindern, meine wunderbare zweite Familie auf den Fidschi-Inseln, Schnorcheln mit Riffhaien, Mini-Südseeinseln, Schlammbäder, ein Höhlentrip, das Tauchen, „Ed’s Bar“- Abende und Firedancer bei „Smuggler’sCove“… das alles hat meine Reise zu so etwas Besonderem gemacht. Noch dazu ist mir mein Berufswunsch deutlich klarer geworden. Ich studiere nun „Internationale Entwicklung“, um später bei internationalen Organisationen mitzuwirken und möglicherweise das ein oder andere Entwicklungsprojekt unterstützen zu können. Ich vermisse mein Leben dort sehr, doch zeitgleich hab ich auch gelernt, was Heimat für mich bedeutet. Irgendwann werde ich wieder an einem der unzähligen Traumstrände stehen und ins Meer blicken. Bis dahin schwelge ich in Erinnerungen!

Nina Rath

Mehr zum Englisch unterrichten auf den Fidschi - Inseln

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