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„Miss Sophie“

Sind sie nicht goldig

Sozialarbeit und Unterrichten auf den Fidschi - Inseln von Sophie Ulrich

Mit den Kindern

Mich hat es immer ins Ausland gezogen und meine große Leidenschaft ist das Reisen. Nach vielen Erfahrungen im Ausland dachte ich mir aber, dass irgendwie noch etwas fehlte. Ich hatte noch nie soziale Arbeit gemacht, obwohl dieses Thema mich immer schon gereizt hatte! Eines Tages erzählte mir eine Freundin von Projects Abroad und dem breiten Angebot! Neugierig verbrachte ich einige Zeit auf der Internet-Seite und stieß direkt auf das neue Projektland Fidschi-Inseln! Ich war sofort begeistert - und hab die Woche darauf meine Fidschi-Inseln-Reise gebucht! So schnell hatte ich mich entschieden, an das andere Ende der Welt zu fliegen, um dort in einem Kindergarten und in einer Grundschule zu arbeiten! Ich war hin und weg!

Das bin ich mit einigen Kindern

Ich flog nach Nadi, Fidschi-Inseln. Eine kleine, staubige Stadt, die ich schnell ins Herz schloss. Am Flughafen wurde ich sehr herzlich von Grace und Saula, den beiden Projects Abroad Mitarbeitern, empfangen! Völlig übermüdet fuhren wir zu meiner Gastfamilie, in der bereits Christine aus den USA auf mich wartete! Sie war meine neue Mitbewohnerin und auch Mitstreiterin, als wir später zusammen in einer Grundschule den Kindern das Lesen beibrachten. Dazu aber später mehr.

Mit den anderen Freiwilligen

Der erste Abend in meiner neuen Gastfamilie war perfekt! Die Mutter, Maureen hatte ein Festmahl gekocht! Ihr Mann Khan, ein Handwerker war auch sehr nett und lustig und wir verbrachten so manche Abende mit witzigen Unterhaltungen....Sie hatte 2 Kinder: Shabaz, der 12 Jahre alt war und die kleine 4-jährige Sanaa. Ein Energiebündel das die komplette Familie auf Trab gehalten hat! Aufgrund der indischen Abstammung der Familie (viele Bewohner haben indische Wirzeln) gab es Curry in allen Variationen...nicht nur an diesem Abend, sondern jeden Tag!

Das eigentliche Highlight meines Trips waren die Kinder! Gearbeitet habe ich im St. Andrews Kindergarten, der direkt um die Ecke meines Hauses war. Die Kinder waren unglaublich süß, anhänglich und glücklich! Auch wenn man sagen muss, dass sie wirklich nichts haben und aus sehr armen Familien kommen, sind sie die fröhlichsten Kinder, die ich jemals gesehen habe! Jeden Morgen wurde ich von 60 kleinen Kindern Freude strahlend mit einem warmherzigen „Miss Sophie“ begrüßt! Für mich war es eine unglaubliche Bereicherung, mit ihnen Zeit zu verbringen und zu spielen. Natürlich sollten sie auch Englisch lernen, da sie in dem Alter erst Fijianisch oder Hindi sprechen! Das Lernen fiel sehr spielerisch aus und wir hatten eine Menge Spaß! Bis zum Ende meines Aufenthaltes habe ich es sogar geschafft, ihnen „Alle meine Entchen“ beizubringen...Ich hatte diese Kinder so in mein Herz geschlossen, dass es am letzten Tag unglaublich viele Tränen von allen Seiten gab. Unsere Beziehung wurde so eng, dass ich gar nicht mehr fahren wollte! Auch jetzt noch schaue ich mir die gemeinsamen Fotos an und schwelge in Erinnerungen...Man kann sich gar nicht vorstellen, was man für eine intensive Beziehung zu den Kindern entwickelt!

Auch natürlich zu den Kindergärtnerinnen, die einem unglaublich dankbar für die Hilfe sind und dich auch sofort an ihrem Leben dort teilhaben lassen! Wie oft die Kindergärtnerinnen für mich landestypisches Essen mitgebracht, Sagen, Mythen oder die typischen Traditionen erklärt haben. Man wird so sehr in das Leben dort integriert, auch natürlich von Seiten der Gastfamilie, dass man das Gefühl hat, man wäre schon für mindestens 2 Jahre dort...Ich habe sehr viel gelernt und auch nur nach 2 Monaten kann ich behaupten, dass mich das Leben dort im positiven Sinne geprägt hat! Man lernt alles viel mehr zu schätzen! Eine warme Dusche zum Beispiel– wie oft habe ich davon geträumt. Aber all das spielt irgendwann keine Rolle mehr, denn der Umgang mit den Kindern lässt einem so einiges klar werden!

Auch in St. Andrews Primary School, in der ich unterrichtete, bin ich auf fröhliche, lernbegeisterte Kinder gestoßen! Mit fast 13 Jahren konnten einige dort noch nicht lesen und schreiben! Es war eine große Herausforderung, ihnen so intensiv wie möglich all das beizubringen! Motiviert waren sie ja – nur wussten sie leider nicht, wie man lernt! Es gibt viel zu wenige Lehrer (z.B in einer Grundschule gab es 400 Kinder und nur 3 Lehrer), viele sind völlig überfordert oder haben keine Ahnung vom Unterrichten. Manche Lehrer lassen ihre Klasse auch gerne mal für ein paar Stunden alleine! Eines Tages ging ich durch die Schule auf dem Weg nach Hause und kam an einer Klasse vorbeikam, in der anscheinend ein Lehrer fehlte! Schnell kam ich mit den Kindern ins Gespräch und wurde sozusagen angefleht, mit ihnen Unterricht zu machen! Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und schon stand ich vor 40 kleinen Schülern und machte mit Ihnen Bio-Unterricht (auf ihren Wunsch...). Der Lehrer hatte an dem Tag nämlich keine Lust gehabt und war einfach irgendwann gegangen.

An dieser Stelle empfehle ich allen, die ähnliches planen: bringt Unterrichtssachen und Schreibsachen für die Kinder mit! Wie gesagt, sie haben nichts, weder Stifte, Bücher, noch Papier! Es wäre sicherlich einfacher gewesen, die Kinder zu unterrichten mit einheitlichen Büchern und generell Unterrichtsmaterial. Zum Glück hatte ich mich ein wenig vorbereitet und ein wenig Material mitgenommen.

Die Kinder auf den Fidschi-Inseln so unglaublich dankbar und glücklich! Ich kann gar nicht aufhören, von ihnen zu schwärmen und ehrlich gesagt, könnte ich noch Seiten über Seiten mit Erfahrungen, Geschichten und Eindrücken füllen! Ich hatte die Zeit meines Lebens und hoffe, dass ich in zwei Jahren wieder dorthin zu fahren! Ich muss schließlich sehen, wie sich „meine Kinder“ entwickeln!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die unglaublichste Zeit auf den Fiji hatte! Angefangen von den süßen Kindern, den gastfreundlichen Familien bis zu den Insel-Exkursionen, einem Fallschirmsprung über dem Pazifik (mit Landung am Strand....auch eine unglaubliche Erfahrung!!!), meinem neu erworbenen Tauchschein und späterem Haitauchgang, und schließlich natürlich den neugewonnenen Freundschaften mit den anderen Freiwilligen! Wir haben vor, bald ein Nachtreffen in der „westlichen Welt“ zu organisieren und ich kann es kaum erwarten sie alle wieder zusehen! Man wächst sehr zusammen, da alle aus dem gleichen Grund dort sind: um zu Helfen. Die Fidschi-Inseln haben meine Sichtweise verändert und ich kann nur jedem empfehlen, solche Erfahrungen zu machen! Ihr werdet es nicht bereuen, sondern die Zeit eures Leben haben!

Sophie Ulrich

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