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"Aus eigenen Kräften ein Haus bauen"

Zubereitung von Fufu

Englisch unterrichten und Gemeinwesenarbeit in Ghana von Alexandra Gysel (Schweiz)

Als ich in Accra ankam, die schönen schwarzen Menschen um mich herum sah und die feucht-warme Tropenluft einatmete, überkam mich das Gefühl, dass ich mich auf diesem Kontinenten, in diesem Land wohl fühlen werde. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht! Mit meinem Aufenthalt in Ghana habe ich mir zwei Lebenswünsche erfüllt. Zum einen zog es mich schon seit meiner Kindheit auf den afrikanischen Kontinent, zum anderen wollte ich schon immer einmal für einen guten Zweck ein Haus aus eigener Kraft aufbauen.

Meine Gastmutter, andere Freiwillige und ich

Nach einer kurzen Nacht in Accra, fuhr ich über holprige und staubige Straßen nach Akropong - meiner neuen Heimat für ein halbes Jahr, wo mich meine Gastfamilie schon erwartete. Im Haus der Familie war immer ein Kommen und Gehen, so dass ich anfangs etwas Mühe hatte, herauszufinden, wer tatsächlich dazu gehört und wer nicht. Die Familie war immer sehr besorgt um unser Wohl, führte uns in der Umgebung herum und kochte fantastisch! Ich hatte fast keine ruhige Minute, da ständig Leute um mich herum waren, und so wurde auch das anstrengende Wäsche waschen von Hand zu einem Vergnügen. Mein Zimmer teilte ich mit einer anderen Volontärin, was ich als einen wertvollen Austausch erlebte.

Gleich am Tag nach meiner Ankunft wollte ich mein Projekt beginnen und an einer Schule unterrichten. Doch, wie es in Ghana manchmal so ist, streikten gerade die Lehrer, und so gab es tagelang keine Schule für die Kids. Ich wollte daraufhin die Schule wechseln. Dabei war Emmanuel, der Betreuer der Region, der sich immer für das Wohl seiner "Schützlinge" einsetzte, sehr hilfsbereit. Und so konnte ich die Schule problemlos wechseln und das Projekt endlich beginnen.

Ausflug nach Dogon Country in Mali

Insgesamt unterrichtete ich drei Klassen, die jeweils zwischen 5 bis 30 Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren besuchten. Es gab fast nie einen Tag, an dem alle Kinder alle Schulsachen dabei hatten, doch das ist in Ghana kein so großes Problem. Auch waren sie immer sehr laut und aufgeweckt. So war oft schwierig, alle Kinder zum Aufzupassen zu motivieren, wenn man eine Klasse von 30 lebhaften Kindern vor sich hatte. Doch wenn nur mal die Hälfte der Klasse zuhörte, war ich schon zufrieden. Mit ihren altbekannten Lernmustern waren die Kids sehr auffassungsfähig. Als ich jedoch auch mal westliche Lehrmethoden anwandte, waren sie überfordert. Mit etwas Abwechslung wie Spiele, Zeichnungen usw. waren sie jedoch immer zu begeistern.

Schulhausbau

Mein zweites Projekt hat mir ebenso großen Spaß gemacht. In Kwamoso, einem kleinen idyllischen Dörfchen, habe ich zusammen mit anderen Freiwilligen beim Bau eines Schulhauses geholfen. Obwohl die Arbeit bei der schweißtreibenden Hitze sehr anstrengend war, freute ich mich sehr, zu sehen, was wir geleistet haben, um vielen Kindern der Umgebung eine Schulausbildung zu ermöglichen.

An den Wochenenden reiste ich sehr viel durch das Land und habe während meines Aufenthaltes so ziemlich jede Ecke von Ghana gesehen, was wirklich toll ist! Doch damit noch nicht genug: Ich reiste mit drei anderen Freiwilligen für 3 Wochen über Burkina Faso nach Mali. Das war ein riesiges Highlight meines Aufenthaltes.

Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Entscheidung keinesfalls bereue, auch wenn es schwierige Momente gab in einem so völlig fremden Land und weit weg von allem Bekannten. Doch dieses halbe Jahr hat mein Leben um einiges bereichert!

Alexandra Gysel

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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