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"Aus dem Hörsaal in die Tropen"

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Unterrichten in Nepal von Charlotte Gajek

Abitur, Studium, Nepal. Als ich im Sommer mein Bachelor Studium beendet habe, war für mich klar, dass ich jetzt eine Pause brauche und etwas von der Welt sehen will. Also habe ich beschlossen, von September bis Dezember zum Unterrichten und zur Sozialarbeit nach Nepal zu gehen. Ich wollte etwas vollkommen anderes erleben und eine andere Kultur kennen lernen.

Gewohnt habe ich während meines Aufenthalts bei einer wunderbaren Gastfamilie in Patan. Patan ist von Kathmandu nur durch den Bagmati-Fluss getrennt und nach Kathmandu die zweitgrößte Stadt Nepals. Unsere Gasteltern waren sehr nett und haben sich immer um uns gekümmert, während unsere zwei Gastschwestern gerne bei uns vorbei geschaut haben, um mit uns zu spielen.

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Jeden Morgen bin ich mit dem Bus etwa 10 Kilometer südlich von Patan ins Dorf Bungamati gefahren, ein Ort, in dem in erster Linie Reis angebaut wird. Ich habe in der Clark Himalayan Foundation Elementary School gearbeitet, die am Ende des Orts mitten aus den Reisfeldern wächst und einen unglaublichen Blick auf das Kathmandu Valley ermöglicht. Alle Lehrer und alle Kinder waren sehr offen und herzlich und sind gleich auf mich zugekommen.

Die Kinder interessieren sich sehr für die Freiwilligen und können gar nicht genug Fragen stellen. Ich habe die Lehrerinnen vor allem in den Englisch Stunden unterstützt, die Hausaufgaben verbessert, Vorlesen und Aussprache mit den Kindern geübt und viel Galgenmännchen gespielt, um den Kindern neue Wörter beizubringen. Oft habe ich auch Stunden alleine übernommen. Den Kindern etwas Neues beizubringen ist sehr schwierig, da die Erklärungen doch auf Nepali sein müssen. Auch deswegen empfehle ich anderen Volunteers sich vor ihrem Aufenthalt ein wenig mit der Sprache auseinander zu setzen. Ich hatte vor meiner Reise einen Kurs an einer Volkshochschule belegt und die Grundkenntnisse waren sowohl in der Schule als auch im Alltag sehr hilfreich.

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Da die Schule wegen landestypischen Festivals teilweise geschlossen war, habe ich nebenbei noch im J und K House, zwei Kinderheime in Patan, gearbeitet. Dort habe ich vor allem mit den Kindern gespielt, Brettspiele, Kartenspiele und Basketball. Die Kinder freuen sich sehr, wenn neue Freiwillige kommen und ihnen ein bisschen Aufmerksamkeit schenken.

Ich hatte großes Glück, zwei traditionelle Festivals miterleben zu können: Dashain und Tihar. Das Dashain Festival ist ein wichtiges Familienfest, bei dem alle (aus allen Teilen des Landes) zusammenkommen und feiern. Bei dem Tihar Festival wird das Licht gefeiert.

Unsere Gastfamilie hat uns bei allen Veranstaltungen miteinbezogen und uns alles erklärt. Die Festivals wurden auch mit den anderen Freiwilligen und den Mitarbeitern von Projects Abroad gefeiert. Die Mitarbeiter vor Ort bemühten sich sehr für alle Freiwillige da zu sein, um den Aufenthalt so toll wie möglich zu gestalten, oft hat man sich Abends zum Essen getroffen oder gemeinsam Ausflüge unternommen. Wenn es Probleme gab, hatte man immer Ansprechpartner und als ich aus persönlichen Gründen meinen Rückflug spontan ändern musste, war das mithilfe der Mitarbeiter überhaupt kein Problem.

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Gleichzeitig ist es auch möglich sich sehr unabhängig zu bewegen und seine Freizeit so zu gestalten wie man es gerne hätte. Wir haben Ausflüge nach Chitwan, Last Resort und Pokhara gemacht. Ein persönliches Highlight für mich war neben den Festivals auch ein 12 Tage Trek ins Annapurna Base Camp am Ende meines Aufenthalts, eine Tour die ich jedem sehr empfehlen kann.

Mein Aufenthalt in Nepal hat mich sehr geprägt. Ich habe gesehen, wie Menschen trotz weniger Besitztümer glücklich sein können und ich habe gemerkt wie wichtig es hier ist gut Englisch zu lernen, um die eigene Familie durch Tourismusarbeit ernähren zu können. Die Menschen in diesem Land sind so offen, herzlich und gastfreundlich, dass man ohne Probleme mit einem Fremden auf der Straße ins Gespräch kommen kann und dann sofort zu einer Tasse Tee eingeladen wird.

Meine Zeit in Nepal hat mir beigebracht, gelassener zu werden, dass man nicht viel braucht, um zufrieden zu sein und dass es immer mehr als nur einen Lösungsweg gibt.

Ich spare bereits eifrig für meinen nächsten Besuch in diesem unglaublichen Land.

Charlotte Gajek

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