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"Abenteuer auf Gleisen"

Alina in Bukarest

Englisch Unterrichten u. Sozialarbeit in Rumänien von Alina Türk

Mittwoch 21 Juli 2003, ca. 11 morgens - ich sitze im Flugzeug auf dem Weg von Frankfurt nach Bukarest, zusammen mit einer amerikanischen Rentnergruppe, die durch Europa reist und vorsichtig versucht herauszufinden, ob ich ihre Sprache spreche und warum ich nach Rumänien fliege...to teach English! Die Entscheidung, Englisch zu unterrichten, kam zuerst, und Rumänien als mein Zielland folgte schnell. Da ein Teil meiner Familie aus Rumäien stammt, war es für mich schnell klar, dass ich das Land besuchen und entdecken wollte, in dem mein Vater seine Kindheit verbracht hat.

Alina mit Waisen

Im Flugzeug überlegte ich, was ich wohl machen würde, wenn mich niemand vom Flughafen abholen würde und malte mir mein kleines persönliches Abenteuer aus. Dieses kam allerdings nicht zu Stande, da schon zwei Mitarbeiter von Projects Abroad | Projekte weltweit in der Ankunftshalle auf mich warteten. Nach einer, na ja, etwas abenteuerlichen Autofahrt in einem alten Taxi auf der Überholspur, vorbei an Autos und Pferdewagen durch die Karpaten, kamen wir in Brasov, zu deutsch Kronstadt, an. Wir fuhren als erstes zum Büro von Projects Abroad in Kronstadt, welches mitten im mittelalterlichen Stadtzentrum liegt. Nicht bei einer Familie, sondern in einer kleinen Wohnung unter dem Büro war ich zusammen mit drei weiteren Freiwilligen untergebracht. So war es also leicht, die anderen Freiwilligen kennen zu lernen, und von meinem ersten Abend an haben wir jeden Tag oder jeden Abend etwas zusammen unternommen; manchmal alle 40, die zur gleichen Zeit da waren.

Auf ans Schwarze Meer

Am nächsten Morgen habe ich dann Mimi kennen gelernt, die uns verpflegt, dafür gesorgt hat, dass es uns auch sonst an nichts fehlte und uns gelegentlich auch mal aus der Hand gelesen hat. Die restlichen Mitarbeiter von Projects Abroad waren auch alle sehr nett und hilfsbereit.

Da ich von Ende Juli bis Anfang September in Rumänien war und zu dieser Zeit Sommerferien sind, habe ich in einer "Summer School" unterrichtet, zusammen mit anderen Freiwilligen und ohne einheimische Lehrer. Der Schwerpunkt lag dabei nicht auf Grammatik und Diktaten, sondern auf Rollenspielen, Musik und Geschichten. Da der Unterricht nur morgens stattfand, bin ich zwei bis drei mal die Woche nachmittags in verschiedene Kinderheime gegangen. Besonders oft bin ich in ein Heim für ältere Kinder gegangen (6-18 Jahre), in dem mir viele der Kinder wirklich ans Herz gewachsen sind.

Marktplatz von Brasov

Da ich möglichst viel von Rumänien sehen wollte, habe ich jedes Wochenende etwas unternommen. Zugfahrten sind immer etwas Besonderes und Abenteuerliches in Rumänien, wo man nie weiß, was einem als nächstes passiert. Von Kronstadt bis zum Schwarzen Meer dauert es 6 Stunden. "Nehmen wir den Nachtzug um 2.30", dachten wir uns, "dann kommen wir morgens an und haben viel vom Tag." Tickets gebucht, Sitze reserviert, "Alles klar soweit" dachten wir, bis wir am Gleis warteten und etwas auf Rumänisch durch den Lautsprecher gesagt wurde. Mein Rumänisch reichte zum Zählen, Getränke Bestellen, Zugtickets Kaufen und um den Kindern zu sagen, dass sie leise sein sollen oder dass es nicht erlaubt ist, den Feiwilligen an den Haaren zu ziehen - aber nicht um eine Lautsprecheransage zu verstehen. Alle Leute, die mit uns am Gleis standen, rannten auf einmal zum Gleis auf der anderen Seite...also sind wir einfach mal hinterher. Als wir dann endlich den richtigen Zug und das richtige Abteil gefunden hatten, war es natürlich überbucht; also blieb uns nur der Fußboden im Gang neben der Toilette und einer nicht unüblicherweise offenen Zugtür übrig: Auf jeden Fall etwas, das man gemacht habe sollte, bevor man 30 ist. Nach ca. 6 Stunden haben wir dann mehr geraten, wo wir aussteigen müssen. Der Bahnhof hatte ein Ortsschild ungefähr in der Größe eines Nummernschilds, was uns nach so einer Zugfahrt nicht gerade sofort ins Auge sprang.

Rumaenien Freiwillige Zug

Das alles hört sich wahrscheinlich schlimmer an als es war. Ich persönlich fand es ziemlich lustig. Ich habe in meinen sechs Wochen in Rumänien ziemlich viel vom Land gesehen und hatte sogar die Gelegenheit, für ein Wochenende nach Belgrad in Serbien zu fahren. Brasov ist ein wunderschöner und fantastischer Ort, an dem ich mich sofort wohl gefühlt habe. Mir hat es so gut gefallen, dass ich hoffe, im nächsten Sommer wieder nach Brasov zu fahren, um dort die Dissertation für mein Geographiestudium zu schreiben!

Alina Türk

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