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„Hakuna matata“

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Unterrichten in Tansania von Stephanie Widmann

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Ich hatte schon sehr lange den Wunsch, nach Afrika zu gehen, um zu helfen und eine andere Seite des Lebens kennen zu lernen. Da ich nun schon seit drei Jahren studiere und noch nicht genau weiß, was ich nach dem Studium machen werde, sagte ich mir: wenn nicht jetzt, wann dann? So entschied ich ziemlich spontan einen Monat vor Abreise, wohin es gehen sollte. Die Wahl fiel mir sehr schwer, da es so viele tolle Länder und Angebote gab, doch letztendlich fiel meine Wahl auf Arusha in Tansania.

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Vor der Abreise machte ich mir natürlich eine Menge Gedanken und stellte mir vor, was mich wohl erwarten würde und wie das Leben dort sein würde. Doch all meine Vorstellungen waren nicht damit zu vergleichen, was ich dort erlebte. Am Flughafen in Frankfurt verabschiedete ich mich mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Ich war sehr gespannt, doch auch sehr aufgeregt. Nach der Ankunft in Tansania holte mich ein Mitarbeiter von Projects Abroad ab und fuhr mich zu meiner Gastfamilie. Meine Gastmama begrüßte mich sofort herzlich und war super freundlich. Es war sehr schön, bei einer Gastfamilie zu wohnen, da ich dadurch wirklich die Kultur kennenlernen konnte und immer jemanden hatte, um Fragen zu stellen. Wir unterhielten uns sehr viel über die Unterschiede der Kulturen und des Lebens im Allgemeinen.

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Die ersten Tage in Tansania waren sehr gewöhnungsbedürftig. Ich wurde oft als Weiße (Mzungu) angesprochen, um Geld gebeten oder auch einfach nur ausgiebig gemustert. Doch ich begriff schnell, dass all das nicht böse gemeint war und so gewöhnte ich mich sehr schnell an das entspannte Leben dort, ohne Stress und ohne Hektik. „Hakuna matata“, das ist der Leitspruch des Landes. Mach dir keine Sorgen! Die Leute sind alle total entspannt und ich merkte nach kurzer Zeit, dass ich auf jemanden, mit dem ich ein Treffen für 10 Uhr ausgemacht hatte, schon auch mal eine Stunde warten musste. Die Uhr sollte man hier am Besten am ersten Tag ablegen, denn es läuft alles nie so, wie es geplant war.

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In Tansania arbeitete ich in einer „Schule“, ca. 30 Kilometer außerhalb von Arusha. Das Gebäude war einerseits unsere Schule, wurde aber auch als Kirche benutzt. Es war ein einfaches, leeres Steingebäude ohne Fenstern und Türen. Darin befanden sich einige Tische, Stühle und eine Tafel.

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Die Kinder liefen jeden Tag teilweise bis zu zwei Stunden in die Schule. Aufgrund der Schulgebühren konnten sie es sich nicht leisten, auf eine staatliche Schule zu gehen. Insgesamt waren es ungefähr 80 Kinder zwischen zwei und zehn Jahren. Sie waren in vier Klassen eingeteilt – jede Klasse in einer Ecke des Gebäudes. Dadurch lenkten sich die Kinder leider sehr schnell gegenseitig ab. Meistens war es jedoch sowieso nicht möglich, viel länger als eine Stunde zu unterrichten, da sie es einfach nicht gewohnt waren, so lange still zu sitzen und sich zu konzentrieren.

Ein normaler Schultag begann um 9.30 Uhr. Wir unterrichteten bis 11 Uhr, dann war Pause und die Kinder bekamen zu essen. Nach der Pause spielten wir entweder mit den Kindern, oder versuchten, weiter zu unterrichten oder zu malen. Um 13 Uhr, nachdem wir alle zusammen im Kreis gesungen hatten, verabschiedeten wir die Kinder, und sie liefen wieder gemeinsam in kleinen Gruppen nach Hause.

Das Projekt hat mir sehr gut gefallen und obwohl ich nicht vorhabe, Lehrerin zu werden, hatte ich sehr viel Spaß am Unterrichten und Spielen mit den Kindern. Es war ein tolles Gefühl, gebraucht zu werden und den Kindern helfen zu können. Es war auch sehr schön, zu sehen, dass all die Kinder lernen wollten und so eifrig dabei waren. Sie waren wirklich auf uns und unsere Hilfe angewiesen. Ansonsten hatten sie keine Chance auf Bildung. Der Abschied von den Kindern war deshalb auch ziemlich schwer, und ich vermisse die Arbeit und die Kinder hier in Deutschland wirklich sehr.

Meine Zeit in Afrika war einfach unvergesslich. Auch wenn mich die Armut vor Ort sehr berührte, war es eine wundervolle und sehr wertvolle Erfahrung, die ich dort gemacht habe. Ich weiß ganz sicher, dass ich eines Tages in dieses Land zurückkehren möchte und vermisse im hektischen Deutschland die Gelassenheit und die Ruhe Tansanias.

Stephanie Widmann

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