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Tierrettung aus einem illegalen Zoo in Peru

Der Brillenbär nachdem Projects Abroad und ADI eine Befreiungsaktion aus einem illegalen Zoo in Sandia gestartet haben

In den frühen Morgenstunden des 8. Dezember 2015 haben das Projects Abroad Naturschutz - Team und Regierungsmitarbeiter zusammen mit der Polizei und der ADI, einen illegalen Zoo in Sandia, einer Gebirgsgegend in Peru, gestürmt und 13 Tiere aus grausamen Verhältnissen befreit. Die Befreiung war der Höhepunkt eines monatelang geplanten Einsatzes.

Um 3 Uhr in der Früh betrat das Team vorsichtig den Zoo und betäubte den ersten Fuchs um keine Aufmerksamkeit zu erregen und die anderen Tiere nicht scheu zu machen. Um Zeit zu sparen sammelte das Team schnell zwei Kondore ein und brachte sie in ihre Transportkäfige, es folgten zwei Blaukopf-Papageien, ein Wickelbär und zwei Waldschildkröten. Das Team hatte allerdings mit den zwei letzten Tieren Probleme.

Lucho und Sabina sind zwei Brillenbären, die 130 und 70 kg an Krallen, Zähnen und Muskeln mit sich bringen. Nach 15 Jahren in Gefangenschaft, in denen sie täglich schikaniert und misshandelt wurden, waren sie beide verständlicherweise misstrauisch gegenüber Menschen. Ihr Gehege wurde die gesamte Zeit über nur mit einem Schlauch gereinigt und das Futter durch die Gitterstäbe geworfen – es gab keinen direkten Kontakt zu den Tieren. Während Sabina mit kleinen Leckereien dazu bewegt werden konnte, in die Transportbox zu gehen, war Lucho dazu nicht bereit. Schlussendlich musste Lucho betäubt werden.

Projects Abroad und Animal Defenders International Mitarbeiter arbeiteten zusammen um einen Bären in das Taricaya Ecological Reserve im peruanischen Regenwald zu bringen

Gegen 6 Uhr morgens waren alle Tiere auf dem Truck. Ein Konvoy von 5 Autos fuhr dann über die Anden zurück Richtung Regenwald zum Naturschutz – Projekt von Projects Abroad. Auf dem Weg wurden die Kondore bereits in einer Auffangstation in Cusco abgesetzt, in der sie sich nun erstmal von allen erlittenen Strapazen erholen können. Außerdem konnte der Fuchs in der Tundra in die Freiheit entlassen werden.

Nach 48 Stunde ohne Pause, wartete die härteste Prüfung auf das Team – sie mussten die Tiere über den Fluss in ihr neues zu Hause bringen. Es war eine großartige Leistung des ganzen Teams und nach einigen Stunden waren die Bären in ihren Quarantäne-Käfigen, wo sie die nächsten dreißig Tage bleiben um sich zu akklimatisieren und untersucht zu werden. Die beiden gesellen sich nun zu Cholita, unserem ersten befreiten Bären und wir sind gespannt die Entwicklung der drei in der nächsten Zeit zu beobachten.

Projects Abroad Freiwillige bauten eine 300m2 Areal für die befreiten Brillenbären, mit großen Pools und schattigen Höhlen im Taricaya Ecological Reserve.

Der Einsatz war perfekt und großer Dank und viel Lob gehen an Nubia Sanchez von SERFOR (Peruanische Regierungsabteilung Wildlife), die Polizei und an jeden der dabei geholfen hat die Befreiungsaktion in die Tat umzusetzen. Dies war die bis jetzt größte Tierrettungsaktion in der Geschichte von Taricaya und wir sind stolz, dass alles so gut gelungen ist. Ebenfalls ein großer Dank geht an die Projects Abroad Freiwilligen aus dem Naturschutz - Projekt, die unermüdlich an der Anlage arbeiten. Jeder Bär bekommt ein 300 Quadratmeter Areal für sich mit einem großen Pool und schattigen Höhlen, solange sie sich an den Dschungel gewöhnen, den sie seitdem sie klein sind nicht gesehen haben.

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