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Gerettete Brillenbärdame im Taricaya Reservat 

Unsere Freiwilligen und Mitarbeiter des Naturschutz – Projekts im Ökologischen Reservat "Taricaya" setzen sich mit Nachdruck für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Brillenbären ein. Nach drei erfolgreichen Rettungsaktionen in Zusammenarbeit mit Animal Defenders International hießen unsere Mitarbeiter vor Ort im Februar 2017 nun den vierten geretteten Brillenbär willkommen.

Dominga, eine aus dem Zoo gerettete Brillenbäredame in ihrem Gehege im Taricaya Reservat in PeruDie kleine Bärin Dominga ist unser Neuzugang im Reservat und wurde in einem abgelegenen Zoo in den Anden in völlig verwahrlostem Zustand gefunden. Mit nur 43 kg liegt sie 25% unter dem Normalgewicht für weibliche Brillenbären. Das Leben unter andauerndem Stress und ohne ausreichend Führsorge führte bei Dominga zu komplettem Haarausfall und der Entstehung von schmerzhaften Hautflechten. Nachdem sie sich nun einige Monate in Taricaya ausruhen konnte geht es ihr wesentlich besser. Sie hat bereits die neue Außenanlage bezogen, die unsere Projects Abroad Freiwilligen für sie gebaut haben und hat sogar schon ihr Lieblingsplätzchen auf einer Holzplattform gefunden. „Es ist noch zu früh, um ihr Gewicht zu überprüfen aber sie frisst wie eine Bärin dreimal so groß wie sie selbst! Und seit sie neulich gegen Parasiten behandelt wurde erwarten wir eine schnellere Gewichtszunahme in den nächsten Monaten“, erklärt Stuart Timson, Leiter des Regenwald – Projekts in Peru.

Cholita, die erste 2015 gerettete Brillenbärin im Taricaya – Reservat, stammte ebenfalls aus einem illegalen Zirkus. Ihr körperlicher Zustand wies auf Misshandlung während der Gefangenschaft hin. Ihre Finger waren bei dem Versuch, die Krallen zu entfernen verstümmelt worden und ihre Zähne abgeschlagen, die Bärin ist dadurch nun völlig wehrlos. Wie Dominga leidet auch Cholita an Haarausfall, den all der Stress verursacht hat. Aber die Mitarbeiter vor Ort sehen bereits kleine Fortschritte: „Leider ist es für die Bären nahezu unmöglich, die verlorenen Haare nachwachsen zu lassen aber ich bin überzeugt davon, dass die Fellbüschel, die sie noch hat, wieder dicker und glänzender geworden sind“, sagt Stuart. „Cholita wächst zuversichtlich weiter und verbringt ihre Tage im Wasserloch oder mit Nickerchen auf ihrer Plattform. Sie hat bereits fast 20% ihres ursprünglichen Körpergewichts zugelegt und wiegt damit im Moment um die 50 kg.“

Brillenbärin Cholita wurde aus einem illegalen Zoo in Peru gerettetBrillenbären sind Einzelgänger. Wenn sie zusammentreffen, kämpfen sie normalerweise um Reviere und Beute. Aufgrund ihrer körperlichen Verfassung und dem Umstand, dass Cholita weder Klauen noch Zähne hat, ist es unwahrscheinlich, dass Cholita und Dominga jemals eine Anlage mit anderen Bären teilen werden. Dies würde sie zu sehr gefährden. Trotzdem haben die beiden Kontakt zueinander und sind sich einander bewusst, sie werden bloß durch einen Zaun voneinander getrennt.

Die anderen beiden Brillenbären heißen Lucho und Sabina. Sie verbrachten zusammen insgesamt 15 Jahre in Gefangenschaft, wo sie täglich drangsaliert und gepiesackt wurden. Seit die beiden in der Obhut des Taricaya Reservats leben, haben sie sich gesundheitlich erholt und genießen ihre neue Freiheit. Langsam konnten sich Lucho und Sabina zunächst aneinander gewöhnen, bevor sie schließlich in der selben Außenanlage untergebracht wurden. Das Team vor Ort hofft darauf, dass sich die beiden in der nächsten Saison paaren werden.

“Noch nie wurden Brillenbären in Gefangenschaft gezüchtet, darum hoffen wir, dass wir das erste Reservat sind, in dem dies gelingt. Bei uns leben die Bären in einer stressfreien Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum so nah wie möglich entspricht“, erklärt Stuart. „Wir verhandeln mit der Peruanischen Regierung über einen Erlass der uns erlaubt, jedes Jungtier, das in Taricaya geboren wurde, in die Wildnis zu entlassen. Brillenbären sind vom Aussterben bedroht. Wenn es uns gelingt, ein Zuchtprogramm auf die Beine zu stellen wäre das ein großartiger Erfolg und würde den Weg für andere Organisationen ebnen, sich ebenfalls am Arterhalt der Brillenbären zu beteiligen – nicht nur in Peru, sondern überall dort, wo diese tollen Tiere heimisch sind.“

Ein geretteter Brillenbär im Ökologischen Reservat Taricaya in PeruObwohl die geretteten Bären in Taricaya nie mehr in die Freiheit entlassen werden können, werden sie den Rest ihres Lebens in einem weitläufigen Gehege mit reichlich gutem Futter und Bewegung verbringen können. Dies ist allein durch die tatkräftige Hilfe unserer Freiwilligen möglich. Damit wir den Bären und anderen Tieren im ökologischen Reservat Taricaya auch in Zukunft einen sicheren und komfortablen Lebensraum bieten können, sind wir jedoch weiterhin auf die Hilfe von zukünftigen Freiwilligen angewiesen.

Lies hier mehr über unser Regenwald – Projekt in Peru und informiere dich über Möglichkeiten, wie du aktiv werden kannst. Wenn du dich auch für unsere anderen Projekte im Bereich Umwelt- und Naturschutz interessierst, dann wirf einen Blick auf unsere Naturschutz – Seite.

 

 

 

 

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