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Was wir von Seepferdchen lernen können

Der bogenförmige Kopf und die runden Wangen erinnern nicht nur an das majestätische Profil ihrer Namensvetter, den Pferden; sondern zeichnen auch das allseits bekannte und ausgesprochen süße Seepferdchen aus. Seepferdchen sind vergleichsweise ineffiziente Schwimmer, da sie im Unterschied zu den meisten anderen Fischen in der Vertikale schwimmen. Obwohl sie ihre Rückenflosse zum Antrieb nutzen können, verbringen sie deswegen die meiste Zeit mit ihren spiralförmigen Schwänzen an Seegras geklammert und in Gruppen eng aneinander gekuschelt.

Ein sich zum Schutz vor Raubtieren tarnendes Seepferdchen Da sie schlechte Schwimmer sind, nutzen Seepferdchen ihre hervorragenden Tarnfähigkeiten, um Raubtieren zu entkommen. Kannst du das Seepferdchen im Bild rechts entdecken?

Falls du das Seepferdchen nur schwer beziehungsweise gar nicht finden konntest, bist du nicht alleine! (Die Antwort wird am Ende des Textes aufgelöst.) Traurigerweise liegt das jedoch nicht nur an ihren Tarnfähigkeiten – im Ozean Seepferdchen zu entdecken, wird schwerer und schwerer, da ihre Population immer weiter sinkt. Seepferdchen gehören zu den gefährdeten Tiergattungen und ihre Anzahl fällt stetig. Die Seepferdchenart „Hippocampus paradoxus“ könnte bereits ausgestorben sein.

Warum das ein Problem ist?

Projects Abroad Freiwilliger zerschneidet Fischernetz, um Krebs zu befreien

Seepferdchen sind eng mit vielen anderen Meeresbewohnern verbunden und fungieren als Indikator für Probleme unserer Meere. Auffallende Schwankungen der Seepferdchen-Population lassen Rückschlüsse auf Korallenriffe, Seegraswiesen und Küstenwasserstraßen zu. Eine kleinere Population lässt auf schwindende Zahlen von umliegenden Fischarten, Krebstieren, Weichtieren und sogar einigen Meeressäugetieren schließen. Beim Beobachten ihrer Bestände können wir also auch viel über den allgemeinen Gesundheitszustand des jeweiligen Meeresabschnittes lernen.

Bedrohungen für Seepferdchen helfen zusätzlich auch allgemeine Gefahren für die Unterwasserwelt zu identifizieren. Wir wissen beispielsweise, dass sich Seepferdchen langsam und nahe am Meeresgrund bewegen. Folglich ist die weitverbreitete Schleppnetzfischerei eine große Bedrohung für Seepferdchen. In der Schleppnetzfischerei werden große Netze über den Meeresboden gezogen, „geschleppt“, wobei viele andere Meeresbewohner neben den erwünschten Fischen in den Netzen gefangen werden und als Beifang kategorisiert werden. Dieser Beifang wird entweder entsorgt oder zu Dünger und Fischfutter weiterverarbeitet. Nun wissen wir, dass die Schleppnetzfischerei eine große Bedrohung für die Unterwasserwelt darstellt und können besser mit Fischern zusammenarbeiten und nachhaltigere Fangmethoden erarbeiten.


Ein sich an Seegras klammerndes Seepferdchen – Pärchen am Meeresgrund von Kambodschas KüsteDa Seepferdchen so wichtig für das Verständnis von 
Küstengebieten sind, sind sie Kernstück vieler Lösungsansätze, um die Küsten und ihre Bewohner zu schützen. Wennman den schwindenden Zahlen der Meeresbevölkerung etwas Beachtung schenkt, erkennt man die Konsequenzen und Folgeschäden, die unser Handeln bereits hinterlassen hat. Bei näherer Betrachtung könnte sich jedoch das kleine Seepferdchen als unser Held herausstellen, das uns vielleicht dabei helfen kann, weitere Schäden an unseren Meeren zu verhindern und eventuell rückgängig zu machen.

Falls du dich mit deiner Freiwilligenarbeit für den Schutz der Unterwasserwelten einsetzen möchtest, kannst du dies gerne durch die Beobachtung und Zählung der Seepferdchen-Population an der Küste Kambodschas tun. Erfahre hier mehr über unser Meeresbiologie - Projekt in Kambodscha.


 

 

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