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Inka-Projekt in Peru von Hendrikje Kurz

Peru, Inka Projekt, Freiwillige

Es war jedes Mal ein tolles Erlebnis, an den Ruinen zu arbeiten

Als ich nach der sechsstündigen Fahrt von Cuzco nach Huyro aus dem Auto stieg, befand ich mich in einem kleinen Dorf. Neugierig musterten die Peruaner meinen riesigen Rucksack, obwohl sie hier doch fast täglich „Gringos“ zu sehen bekamen. Meine Reise war noch nicht zu Ende und so nahmen wir uns ein Taxi zum „Establo“ (so heißt das Haus, in dem die Freiwilligen wohnen). Als wir das Dorf hinter uns ließen, wurden wir sofort vom Grün verschluckt und ich war begeistert von der Fülle der Pflanzen, die ich um mich herum entdecken konnte. Hier würde ich also die nächsten zwei Monate verbringen!

Peru, Inka Projekt, Establo

Nachdem ich meine Sachen ausgepackt hatte, wurde mir von Isa und Frida, die im Projekt angestellt sind und jeden Tag für uns gekocht haben, ein leckeres Mittagessen vorgesetzt. Nicht nur einmal habe ich ihnen später in der Küche geholfen und so viel über die peruanische Küche gelernt. Begeistert war ich auch von dem selbstgebauten Lehmofen, den andere Freiwillige errichtet hatten und in dem wir des Öfteren eine leckere Pizza gebacken haben. Am Abend kehrten die anderen Freiwilligen aus Cuzco oder dem Dorf zurück und ich konnte sie kennen lernen. Wir waren ein sehr bunter Haufen, der aus über acht verschiedenen Ländern zusammengewürfelt war. So konnte ich nicht nur mein Spanisch praktizieren, sondern auch mein Englisch, denn das war die gängige Sprache.

Peru, Inka Projekt, Abendessen

Jeden Morgen gab es um 7:30 Uhr Frühstück. Nach und nach wankten verschlafenen Gesichter von ihren Zimmern ins Bad und anschließend an den Tisch. Der obligatorische Tee, gerne auch Coca, weckte unsere Lebensgeister und so standen wir 8:30 Uhr in unseren Arbeitsklamotten bereit, um die Aufgaben des Vormittags zu erledigen. Rund um den „Establo“ gab es viel zu tun und so haben wir oft Unkraut gejätet und Felder umgegraben. Ich war in der Regenzeit dort und so wurde es nicht allzu heiß. Zudem waren wir von einem tollen Bergpanorama umgeben und die Zeit verging sehr schnell. Nach dem Mittagessen konnten wir unsere müden Glieder ausruhen. Oft saß ich in der Bibliothek, in der viele Bücher zum Lesen einluden oder sah den anderen beim „Sapo“ spielen zu. Das ist ein traditionelles peruanisches Spiel, bei dem man Münzen auf einen Tisch werfen muss. Das Ziel ist es, die Münze in das Maul einer Kröte zu befördern.

Peru, Inka Projekt, Inkaruine

Nach der Mittagspause ging es dann weiter und wir konnten uns beim Gras schneiden mit der Machete oder beim Maracuja ernten erneut verausgaben. Ja, wir hatten eine eigene Maracuja-Plantage, die ebenfalls von Ehemaligen angelegt wurde! Auch von den früher gepflanzten Bananenbäumen und deren Früchten konnten wir profitieren. Um 15:30 Uhr war die Arbeit erledigt und die Reihenfolge für die Dusche musste festgelegt werden. Es gab genau jeweils eine Dusche für Jungs und Mädels und da musste man schon manchmal ein bisschen warten. Das kalte Wasser, an das man sich relativ schnell gewöhnte, war immer eine willkommene Erfrischung.

Peru, Inka Projekt, Schule

Am Nachmittag konnten wir nach Huyro zu fahren. Dort gibt es ein Internetcafe, dessen Verbindung meine Nerven manchmal ganz schön strapaziert hat. Aber irgendwie wurde ich in Peru ziemlich gelassen und konnte entspannter durch den Alltag gehen.

Der Höhepunkt der Woche war natürlich immer, wenn wir uns alle in den Bus setzten, um auf den Berg zu fahren. Mit Macheten und Handschuhen ausgestattet, Sonnencreme und Mückenschutz nicht zu vergessen, ging es los über eine holprige Straße, immer den Wolken entgegen. Oben angekommen sind wir dann im Gänsemarsch losgezogen. John, der Archäologe, immer vorne weg. Plötzlich blieb er stehen und sagte: „Wir sind da“. Meistens konnten wir noch nicht so wirklich etwas sehen, aber nachdem wir mit unseren Macheten alles kurz und klein geschlagen hatten, konnten wir Mauern und Umrisse von früheren Inka-Ruinen erkennen. Es war jedes Mal ein tolles Erlebnis, an den Ruinen arbeiten zu dürfen!

Zufälligerweise waren in Huyro gerade Sommerferien und die Schulen in der Umgebung veranstalteten eine Sommerschule für die Kinder. In diesem Rahmen konnten wir Englisch unterrichten. Immer zu zweit waren wir für eine Klasse eingeteilt, die uns nach der ersten Stunde ganz stolz mit „hello“ begrüßte. Mit einer kleinen Lehrhilfe in der Hand haben wir uns dann bemüht, den Kindern etwas zu vermitteln. Für mich war es außerdem besonders schön, mit den Kindern Spanisch zu sprechen, obwohl sie mich oft genug korrigiert haben.

Peru, Inka Projekt, Abschied

So war das Leben im „Establo“ sehr abwechslungsreich. Ich lebte in einer Umgebung, die ganz anders war als meine Gewohnte und hatte genügend Zeit, diese neue Kultur zu erfahren. Mit den anderen Freiwilligen hatte ich sehr viel Spaß und ich denke, dass ich mich an diese Zeit immer gern erinnern werde.

Hendrikje Kurz

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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