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Eine Reise zu einem neuen Lebensgefühl und vielen neuen Freunden

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Menschenrechts – Praktikum in Ghana von Jessica-Maricon Bott

7 Wochen Ghana – viel Spaß, viele neue Erfahrungen und neue Prioritäten in meinem Leben. So ungefähr lautet das Fazit, das ich nach meiner Reise nach Ghana ziehen könnte. Diese 7 Wochen waren eine der intensivsten Zeiten, die ich je erlebt habe. Alles ging so schnell, wir haben so viel unternommen und so viel gesehen. Die vielen neuen Eindrücke haben mir einen anderen Blickwinkel auf das Leben und meine Prioritäten gegeben.

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Ich war zuvor noch nie in Afrika, deshalb war ich gespannt auf die Traditionen und Sitten des Landes. Umso größer und schöner waren dann die Eindrücke, welche mich in den ersten beiden Tagen in Accra erwarteten. Viele Menschen, volle Straßen, Märkte und ein mir anfangs schier unverständliches öffentliches Verkehrssystem. Nach dem ersten Tag fühlte ich mich ziemlich müde und erschlagen von den vielen Informationen.

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Doch schon am nächsten Tag begannen die Dinge einen Sinn zu ergeben. Der erste Arbeitstag als Praktikantin im Menschenrechtsbüro von Projects Abroad stand mir bevor. Den Weg zur Arbeit legte ich mit den anderen Freiwilligen zurück, die ebenfalls inmeiner Gastfamilie wohnten. Im Büro hieß mich die Koordinatorin sehr freundlich willkommen. Ich erhielt eine Einführung in alle Projekte und begann, mich einzuarbeiten. Die anfängliche Recherchearbeit transformierte sich schnell in einen abwechslungsreichen, spontanen und professionellen Arbeitsalltag, in dem jeder gefordert wurde.

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Ich arbeitete an Projekten zu Kinderhandel und Asyl, sowie Erbfolge und Eigentumsreche. Neben Präsentationen zu den Themen ghanaisches Erbrecht und Grundstücksrecht, gehörten auch Konferenzen mit führenden Persönlichkeiten bei UNICEF, der IOM (International Organization for Migration), der Polizei oder des Sozialamtes zu meinen Aufgaben. Im Team schrieben wir eine Publikation, welche den legislativen Hintergrund von Menschenhandel in Ghana erörtert und erarbeiteten Lösungsansätze, die wir den Behörden vorlegten. Mein schönstes Erlebnis in Ghana war eine vom Menschenrechtsbüro geleitete Konferenz zum Thema Menschen- und Kinderhandel, bei dem alle wichtigen Regierungsinstitutionen und sozialen Organisationen vertreten waren. Vor so vielen hochrangigen Menschen einen Vortrag zu halten und über eventuelle Probleme und Fragen der Finanzierung, Durchführung und Zuständigkeiten von Projekten im Bereich Menschen- und Kinderhandel zu diskutieren, war ein unglaubliches Erlebnis. Es gab mir einen tollen Einblick in die Arbeitsweise auf einer solchen politischen Ebene.

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Auch der Spaß kam nie zu kurz und alle Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für uns – egal ob es um Visa-Angelegenheiten, Kommunikationsschwierigkeiten, Heimweh oder nur die Planung einer unserer zahlreichen Wochenendausflüge ging. Ich fühlte mich nie allein gelassen und spürte die Fürsorge und Freundlichkeit meiner Gastmutter, sowie der Hausmädchen. Die Menschen, die ich traf, waren sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Von ghanaischen Spezialitäten, dem zeitweise nicht vorhandenem Leitungswasser, den Mücken und der ghanaischen Kunst (Trommeln, Musik, Figuren und Malereien) umringt, erlebte ich einen Hauch des afrikanischen Lebens. Der Aufenthalt in Accra hat meinen Horizont erweitert und mir gezeigt, wie ich mein Leben positiv gestalten kann.

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Ich habe nicht nur durch eigenständiges Arbeiten viel gelernt, sondern auch durch die Zusammenarbeit mit anderen Freiwilligen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Fachrichtungen. Auch hat mich sehr geprägt, den Alltag von vielen Kindern zu sehen, welche schon viele Schicksalsschläge einstecken mussten: Jungs, die zu Arbeitszwecken verkauft wurden, aber nach ihrer Befreiung einen normalen Alltag und einen guten Schulabschluss anstreben; Kinder, die im Heim leben, aber trotzdem fröhlich lachen und spielen. Sie haben mir gezeigt, wie man auch in harten Zeiten wieder aufsteht und etwas aus seinem Leben macht. Ich habe gelernt, dass der Moment zählt und dass Freundlichkeit auch mit Freundlichkeit erwidert wird.

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7 Wochen Ghana endeten mit neuen Freunden fürs Leben, viel neuem Wissen, der Erkenntnis, eines Tages in einer solchen Organisation arbeiten zu wollen, und mit einem positiven Lebensgefühl!

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Jessica-Maricon Bott

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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