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"Von Gauchos, Schönheitsoperationen und kalten Duschen"

Zwei andere Freiwillige und ich

Medizin - Praktikum in Argentinien von Alina Völker

Argentinien, das Land des Tango, der Gauchos und der Pampas zu sehen und zu erleben, war schon immer ein Traum von mir. Diesen Traum mit einem Pflegepraktikum zu verbinden, also dort zu arbeiten und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, mein Spanisch zu verbessern und die Kultur Argentiniens kennen zu lernen, war einmalig und so befand ich mich drei Tage vor "Nuevo Ano" im Flugzeug nach Argentinien.

Ich hatte das große Glück, mitten im Zentrum der Stadt Córdoba in einer Gastfamilie zu wohnen - und ich habe im Laufe meiner drei Monate die ganze Stadt zu Fuß erkundet, denn das System, dass alle Straßen in sogenannten cuadras (Quadrate) angelegt sind, war hierbei sehr hilfreich. Auf jeden Fall sollte man den Plaza San Martin sowohl morgens als auch einmal abends besucht haben, damit man einen Einblick in das bunte argentinische Treiben erhält. Ein anderes Muss ist der Artesanalmercado in Güemes, dort werden verschiedene handgefertigte Sachen angeboten, sehr sehenswert!

Im Operationssaal

Zu meinem Praktikum im Krankenhaus: Am Anfang habe ich auf der Intensivstation eines privaten Krankenhauses mitgearbeitet und dort gab es schon einige interessante Differenzen zu Deutschland hinsichtlich des Blutabnehmens, der Pflege der Patienten oder der im Krankenhausalltag gebrauchten Geräte. Da es dort sehr viele, junge und motivierte Assistenz-Ärzte gab, die immer ein offenes Ohr für unsere Fragen hatten und die ich auch bei ihren Visiten begleiten durfte, bekam ich auch die Möglichkeit, in verschiedene Operationsgebiete hineinschauen zu dürfen. So habe ich unter anderem einige Gallensteinoperationen, Herzkatheter, Fistula- und Schönheitsoperationen gesehen.

Je länger und besser die Enfermeras (Krankenschwestern) und die Ärzte mich und die anderen Teilnehmer kannten, desto mehr Vertrauen hatten sie und desto mehr durften wir auch selbständig arbeiten. Später durfte ich auch selbst Spritzen geben und immer ein wenig Blut abnehmen.

Kathedrale in Córdoba

In einem anderen, staatlichen Krankenhaus, welches für infektiöse Krankheiten zuständig war, wurde ich mit Krankheiten konfrontiert, mit denen wir in Deutschland noch nicht allzu oft zu tun haben. Wir haben uns mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken unterhalten und mir wurde erst dort bewusst, wie ernst es um solche Menschen steht. Auch der Unterschied innerhalb Argentiniens zwischen einem staatlichen und einem privaten Krankenhaus war enorm. Generell sollte man einen gewissen Grundwortschatz an Spanisch mitbringen, aber man lernt auch unglaublich viel dort dazu!

Fantastisch war es auch mit anderen Freiwilligen zusammenzuarbeiten, man lernt sich dadurch viel besser kennen und durch wöchentliche, meist selbstorganisierte Treffen der ganzen Gruppe, hatten wir eine sehr, sehr schöne Zeit und viel Spaß. An den Wochenenden sind wir gemeinsam viel unterwegs gewesen, z.B. zu den Iguazú-Fällen, nach Mendoza mit wunderschönen Parks, mit den Anden direkt im Hintergrund.

Meine Gastfamilie hat mir hinsichtlich des Lebens der Argentinier auch eine ganze Menge vermittelt. Leckeres argentinisches Essen, besonders das Chancho asado (gegrilltes Schwein), Nuevo Ano, und das nicht immer einfache Leben, häufig kalte Duschen und kein Wasser und Strom (was aber eher selten war), waren ein Erlebnis.

Die drei Monate in Argentinien waren unvergesslich, ich habe viel Neues gelernt und erlebt, neue, liebenswerte Menschen kennen gelernt und durch das Praktikum meinen Berufswunsch gefestigt und nun auch verwirklicht. Ich studiere seit Kurzem Medizin - Praktikum in Gießen.

Alina Völker

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