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Dschungel, Wüste, Berge und Sonne – das ist Bolivien!

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Medizin – Praktikum in Bolivien von Leonie Sand

Ich hatte soeben erfolgreich das Abitur bestanden und mir stand die Welt offen. Da stellte sich mir die Frage: Was will ich eigentlich in Zukunft machen? Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Antwort auf diese Frage, aber eines war mir klar: Ich hatte erst einmal genug vom Lernen und wollte etwas von der Welt erleben.

bolivien-medizin-patientin

Angekommen in Bolivien, hatte ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zunächst 4 Wochen lang Spanischunterricht, da ich noch überhaupt kein Spanisch konnte. Danach arbeitete ich in einem „Gesundheitszentrum“ und einem kleinen Krankenhaus in Sacaba (ein Stadtteil etwa 20 Minuten entfernt vom Zentrum von Cochabamba), in dem ich einmal in der Woche die Nachtschicht mitmachten durfte.

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Im Gesundheitszentrum gab es eine Zahnärztin, eine Kardiologin, eine Kinderärztin, einen Gynäkologen, eine Allgemeinmedizinerin sowie auch eine kleine Apotheke, in der ich oftmals mitgeholfen habe. Schon nach kurzer Zeit hatte ich einen guten Einblick in das Gesundheitssystem von Bolivien, was leider, wie ich sehr schnell feststellen musste, so einige Mängel aufweist. Ständig waren die Medikamente aufgebraucht, sodass man entweder streikte oder bei der zuständigen Behörde um Nachschub bitten musste, der allerdings auch nur sehr spärlich eintraf. Umso erstaunlicher fand ich es aber, zu sehen, wie sich die Ärzte, trotz der wenigen Materialien, die sie zur Verfügung hatten, dennoch bemühten, den Patienten zu helfen, und manchmal auch sehr erfinderisch wurden. So wurden beispielsweise einmal einfach Holzstäbchen als provisorische Schiene für zwei gebrochene Finger benutzt!

bolivien-medizin-apotheke

Im Krankenhaus habe ich vorwiegend mit den „Internos“ gearbeitet. Das sind Ärzte, die gerade ihr praktisches Jahr absolvieren. Die Nachtschicht fand ich meist aufregender als den normalen Arbeitsalltag, da die Patienten und ihre Krankheitsbilder vielfältiger waren und immer auch ein wenig Zeit war, sich mit den Kollegen auszutauschen. An meinem allerersten Tag dort durfte ich gleich zwei Geburten miterleben!

bolivien-medizin-arbeit

Bei meiner Gastfamilie fühlte ich mich von Anfang an wohl. Alle nahmen mich sehr herzlich auf. Da meine Gastschwester sehr gut Englisch sprach, konnte ich mich auch dann verständigen, wenn ich mit meinem Spanisch einmal nicht weiterkam.

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Je länger ich in Cochabamba wohnte, umso weniger wollte ich wieder zurück nach Deutschland. Denn neben dem angenehmen Klima Cochabambas und den zahlreichen Bars und Restaurants, die die Stadt zu bieten hat, habe ich an vielen Wochenenden zusammen mit anderen Freiwilligen Ausflüge in die Hauptstadt La Paz, zum Salzsee Uyuni, zum Nationalpark Toro Toro und nach Villa Tunari gemacht.

Als Fazit meiner Reise kann ich nur sagen, dass ich diese drei Monate in Bolivien sehr genossen habe und eines der schönsten Länder, das unsere Erde zu bieten hat, kennenlernen durfte.

Leonie Sand

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