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Als erster deutscher Freiwilliger nach Kenia

Affen füttern in Nairobi

Medizin - Praktikum in Kenia von Adrian Wullweber

Nach dem Abitur wollte ich nur Eines: Medizin studieren! Doch es kam, wie es kommen musste. Der Ablehnungsbescheid erreichte mich und ich wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Was nun? Ein Freund baute mich schnell wieder auf und riet mir, was völlig Neues zu machen und ins Ausland zu gehen. Da ich Afrika nur aus dem Fernsehen kannte und der Kontinent mich schon immer fasziniert hatte, kam die Entscheidung schnell, für zwei Monate nach Tansania und Kenia zu gehen.

Das Krankenhaus

Als erster deutscher Freiwilliger das neue Zielland Kenia zu entdecken und Erfahrungen dort zu machen, waren mein Anreiz, und kurze Zeit später stand ich schon am Flughafen in Nairobi, bereit für mein eigenes, großes Abenteuer.

Da ich spät am Abend ankam, wurde ich von einem Projects Abroad Mitarbeiter in ein Hotel gebracht, und am nächsten Morgen ging es mit großer Vorfreude nach Nakuru, dem eigentlichen Ziel. Es war ein aufregendes Gefühl, durch ein mir fast völlig unbekanntes Land zu fahren und dabei so viele neue Eindrücke zu erleben. Da Nakuru gerade ein neues Zielland von Projects Abroad war, gab es bis dahin auch nur sechs andere Freiwillige. Doch gerade das hat mir gut gefallen, da der Kontakt sowohl zu den Mitarbeitern, als auch den anderen Freiwilligen sehr eng und locker war.

Beim Medical Outreach

Ich machte ein Praktikum in einem kleinen Krankenhaus in Nakuru. Hier gab es sehr viel zu sehen. Da ich alle Facetten des Krankenhauses kennenlernen wollte, war ich immer wieder in unterschiedlichen Abteilungen tätig. Neben dem Messen von Vitalfunktionen oder Blutzucker, Wunden reinigen und verbinden, Medikamenten holen und Patienten betreuen, konnte ich auch Babys füttern, wiegen und Poliotropfen geben, bei Live-Geburten zuschauen oder im Labor arbeiten und Krankheiten unter dem Mikroskop entdecken. Ich bemerkte schnell, wie wichtig es ist, eine gute Beziehung zu den Mitarbeitern aufzubauen. So haben sie mir viel zugetraut und geholfen, viele praktische Erfahrungen zu machen. Gerade das war für mich besonders wichtig, und als ich das erste Mal Blutproben nahm, fühlte ich mich schon wie ein richtiger Assistenzarzt!

Die ersten 7 Freiwilligen in Nakuru

Meine persönlichen Highlights waren die vielen Operationen, die mein größtes Interesse weckten und mich bestärkten, vielleicht selbst einmal Chirurg zu werden. Wenn ich an die Situation zurückdenke, bei der bei einem Patienten ein faustgroßer Tumor aus dem Hals operiert werden musste, dann erinnere ich mich daran, wie unglaublich spannend die Vorbereitung und Durchführung war. Ich habe Einiges gelernt, das mir im Leben noch weiterhelfen wird, und für mein Medizinstudium eine große Bereicherung ist.

Sportliche Aktivitäten

Nakuru und seine Umgebung bieten so viele Möglichkeiten, um etwas zu unternehmen, wie etwa eine Safari im Masai Mara oder Lake Nakuru Nationalpark, das Erklimmen des Menengai Kraters, die Besichtigung der vielen Seen und Wasserfälle oder die Erkundung von Nairobi. Ich wußte gar nicht, was ich zuerst machen soll – es gab auf jeden Fall immer sehr viel Abwechslung. Daneben organisierte Projects Abroad viele gemeinsame Treffen, bei denen wir zum Beispiel Volleyball spielten oder Kochstunden hatten. Auch die Medical Outreaches haben mir viel Spaß gemacht: Einmal sind wir in eine Schule gefahren und haben Wunden von den Kindern gereinigt und verbunden und an einem anderen Tag lernten wir an einer Kinderpuppe das Nähen von Wunden!

Ein Gepard im Masai Mara Nationalpark

Ich habe vieles aus Kenia mitgenommen und so viele Leute kennengelernt, zu denen ich mein Leben lang Kontakt haben werde. Allein mich mit meiner Gastfamilie und anderen Leuten über Kultur, alltägliches Leben und die Unterschiede zwischen Europa und Kenia auszutauschen, war eine Bereicherung für mich und hat mein Verständnis für die Situation der Menschen dort stark beeinflusst. Ich bereue in keiner Weise, diesen Schritt in eine fremde Welt gemacht zu haben. Und heute kann ich sagen, dass ich in Afrika gewesen bin, was ja nicht jeder behaupten kann!

Ausflug zu den Thomson Falls

An meinem letzten Tag in Kenia habe ich dann erfahren, dass ich für das Medizinstudium angenommen wurde, und so bekam ich nach einer wunderschönen Zeit auch noch den perfekten Abschluss. Wenn ich heute an meine Zeit in Kenia zurückdenke oder mir die Fotos anschaue, muss ich immer wieder lächeln. Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem ich, vielleicht als Doktor, wieder zurück nach Kenia gehen werde.

Adrian Wullweber

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