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Adrenalin in der Notaufnahme

Mexiko, Freiwillig, Medizin, Alisa

Medizin - Praktikum in Mexiko von Alisa Mehrtens

Nachdem ich mit 17 Jahren das erste Mal in Mexiko war, wollte ich danach unbedingt wieder hin. Da ich ein Krankenpflegepraktikum in einem Krankenhaus fürs Medizinstudium machen musste, wollte ich beides verbinden und stieß dabei auf Projects Abroad / Projekte weltweit, die einzige Organisation, die so ein tolles Angebot in diesem Bereich hatte.

Ich habe mich bei meinem Aufenthalt von Anfang an wohl gefühlt: Ich wurde von der Organisation herzlichst begrüßt sowie von meiner Gastmutter und Gastbruder. Außerdem war noch eine Deutsche da, mit der ich mich gleich gut verstanden habe. Obwohl Guadalajara die zweitgrößte Stadt Mexikos ist, kannte ich mich am Ende dort schon besser aus als in meiner eigenen Stadt. Das alte historische Stadtzentrum, die Parks, ein Canyon in der Nähe, aber auch die Mariachis prägen die Stadt sowie die ganzen lebenslustigen Menschen, die am liebsten den ganzen Tag nur tanzen und singen würden. Eigentlich waren nur 3 Monate geplant, aber ich habe um 2 Monate verlängert, was mir immer noch zu wenig vorkam.

Mexiko, Freiwillig, Medizin, Guadalajara

Mein Praktikum im Krankenhaus wollte ich machen, um zu sehen, ob Ärztin auch wirklich der passende Beruf ist. Im Krankenhaus wurden, wie oft während der Reise, meine Erwartungen übertroffen. Da ich noch gar nicht mit meinem Medizinstudium angefangen hatte, hatte ich nicht erwartet, dort so viel machen zu können: Ich fing in der Pädiatrie an, wo ich schon nach einiger Zeit selber Patienten aufrufen und die Kinder wiegen durfte, sie messen, den Bauch abtasten und den Müttern ein paar Fragen stellen. Den nächsten Monat verbrachte ich im Kreissaal, wo ich fast einen Monat nur Kaiserschnitte und Geburten sah. Sobald die Babys geboren wurden, habe ich sie mit den Kinderärzten untersucht, ihnen Spritzen gegeben und die Nabelschnur abgeklemmt. Es war ein tolles Gefühl, einer der ersten Menschen zu sein im Leben dieser Kinder.

Mexiko, Freiwillig, Medizin, Notaufnahme

Den anderen Monat war ich in der Chirurgie; Ich habe mich schnell an das Blut gewöhnt und viele Operation mit angucken dürfen. Selbst bei einer Beinamputation bin ich nicht ohnmächtig geworden. Die Chirurgen waren ganz toll und haben mir alles mögliche während der Operation gezeigt und erklärt. Mein letzter Monat war in der "Urgencias" - Notfallaufnahme. Die Ärzte dort waren immer ganz erfreut, mir meine (vielen) Fragen zu beantworten und haben mir gezeigt, wie man näht. So durfte ich bei einigen Patienten schon kleine Wunden nähen, aber auch Medikamente spritzen, Blut abnehmen, die Patienten an den Tropf anschließen und allgemein untersuchen. Die Notfallaufnahme fand ich aber auch gut, weil dort immer viel Adrenalin aufkam: Manchmal waren wirklich schlimme Fälle dabei.

Einmal habe ich auch freiwillig die Nachtschicht mit gemacht. Ich fand es nämlich so beeindruckend, wie die Ärzte die Nachtschichten durchhalten und am nächsten Tag trotzdem noch gut gelaunt weiter arbeiten können.

Mexiko, Freiwillig, Medizin, Paediatrie

Da das Krankenhaus recht klein ist, kannte ich schnell alle Ärzte. Nie hatte ich das Gefühl zu stören oder dass meine Fragen nerven könnten. Obwohl ich noch nicht mal mit dem Medizinstudium angefangen hatte, behandelten mich Ärzte und Krankenschwester schon mit viel Respekt. Aber es ist schon wichtig, dass man gut Spanisch spricht, sonst könnte der Anfang vielleicht schwer fallen.

Durch die Erfahrungen im Krankenhaus weiß ich jetzt, dass es das ist, was ich später machen möchte und fange jetzt ganz motiviert mein Medizinstudium an. Aber nicht nur das Praktikum, sondern ganz Mexiko und seine Leute haben mich für immer geprägt. Diese Freundschaften mit den Ärzten, meinen Freunden, meiner Gastmutter und auch meiner Mitbewohnerin, mit der ich so viel schönes erlebt habe, sind Freundschaften fürs Leben. Ich kann nur raten, das Pflegepraktikum in einem Land wie Mexiko zu machen, da man soviel lernt und viel mehr machen darf als in deutschen Krankenhäusern.

Alisa Mehrtens

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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