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„Einmal durfte ich sogar bei einer Augen – OP assistieren“

Medizin-praktikum Peru Machu-Picchu

Medizin – Praktikum in Peru von Julia Buxbaum (Österreich)

Ich hatte schon lange beschlossen, das Jahr nach meiner Matura im Ausland zu verbringen. Nach langen Recherchen stieß ich im Internet auf Projects Abroad und beschloss, für 2 Monate als Freiwillige im Rahmen eines Medizinprojektes nach Cusco, Peru, zu reisen. Ende März 2009 war es soweit: ich saß im Fluzeug nach Peru und war sehr gespannt und aufgeregt, dieses Land kennen zu lernen, dass mich schon bald faszinierte und nach welchem ich noch jetzt, 5 Monate nach meiner Rückkehr, starkes „Heimweh“ habe.

Medizin-praktikum Peru Gastfamilie

Am Flughafen in Cusco wurde ich von einem Mitarbeiter von Projects Abroad abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht. Maria, meine Gastmutter (ein Schatz!) empfing mich sehr herzlich und stellte mir später die restliche Familie und Adrienne vor, eine weitere Freiwillige, die auch in meiner Gastfamilie wohnte.

Durch Adrienne, die mir am nächsten Tag gleich ganz Cusco zeigte, lernte ich die anderen Freiwilligen in Cusco kennen und schon bald wurden wir eine unzertrennliche Gruppe. Jeden Mittwoch fuhren wir nach Urubamba, wo es eine Projects Abroad Pub Quiz Night gab, wo sich alle internationalen Freiwilligen aus Cusco, Calca, Urubamba, Pisaq etc. trafen und wir gemeinsam neue Eindrücke, Erfahrungen, Wissen und Anekdoten austauschten und immer einen sehr lustigen Abend verbrachten.

Medizin-praktikum Peru Krankenhaus

Von Montag bis Freitag arbeitete ich vormittags im Centro de Salud Ttio. Gleich am Tag nach meiner Ankunft holte mich Pati, meine (peruanische) Betreuerin ab und stellte mich in der Klinik vor. Auch dort wurde ich herzlich aufgenommen und über die Wochen entwickelte ich wunderschöne Freundschaften zu dort tätigen Peruanern wie auch anderen Volunteers aus aller Welt.

Ich engagierte mich dort 6 Wochen in verschiedenen Bereichen und lernte sehr viel. Es fällt mir schwer zu sagen, welche Arbeit mir am besten gefallen hat, aber um einen Überblick zu geben, beschreibe ich 3 meiner Tätigkeitsbereiche. In der 2. und 3. Woche unterstütze ich einen praktischen Arzt, Dr. Peter, bei seiner Arbeit und konnte dabei selbst sehr viel lernen – medizinisch, menschlich, soziales und kulturelles. Es war ergreifend, die Geschichten der Menschen zu hören, und berührend zu erfahren, welch ein Vertrauen und Respekt sie mir gegenüberbrachten. Auch Dr. Peter bemühte sich sehr, mir in den 2 Wochen so viel wie möglich mitzugeben.

Medizin-praktikum Peru Markt

In der darauffolgenden Woche, arbeitete ich mit kleinen Kindern, die auf ihre Vitalfunktionen und ihre kognitive Entwicklung untersucht und geimpft wurden. Es war entzückend den ganzen Tag kleine Babys zu sehen und ihnen helfen zu können. Mein jüngster kleiner Patient war 4 Tage alt. Zuletzt arbeitete ich 2 Wochen lang in „Topico“ einer kleinen Notfall-Erst-Versorgung – was mir am meisten gefallen hat. Wunden reinigen, säubern und schließen, Verbände machen, Nähte entfernen wie auch den Menschen zuhören, und ihnen gut zuzusprechen war hier mein spannender Alltag. Einmal durfte ich dank Pati’s Engagement sogar bei einer Augen-Operation zusehen und assistieren !

Am Nachmittag engagierte ich mich auch öfter in einer Klinik für behinderte Kinder. Hier war es meine Aufgabe, die Kinder zu füttern, und mit ihnen zu spielen. Auch wenn es schwer war, das Leid der Kinder zu sehen, so konnte ich dank der Lächeln der Kinder, und dem Wissen, ihnen Freude bereitet zu haben, doch jedes Mal glücklich nach Hause gehen. Dort empfing mich immer meine liebe Gastmutter Maria, mit der ich sehr oft eine Tasse Coca-Tee trank und gemeinsam über den Tag, über Peru oder Österreich plauderten.

Wenn ich dann am Abend in der Stadt noch Freunde traf, tauchte ich wieder in eine ganz andere Welt ein: die „Welt der Backpacker“, wie ich diese „internationale Gemeinschaft“ getauft habe. Ich habe dieses internationale Gefühl sehr genossen, sehr viel davon profitiert, Leute aus aller Welt kennen gelernt und Freundschaften mit Peruanern, Argentiniern, Amerikanern, Holländern, Engländern, Israelis, Kanadiern, Franzosen, etc. geschlossen.

Medizin-praktikum Peru Inka

Es fällt mir sehr schwer, eine Antwort auf die viel gestellte Frage „Was hat dir am Besten gefallen“ zu finden, meistens antworte ich jedoch Folgendes: „ Es war für mich großartig, in einer gemixten Welt zu leben. Einerseits lebte ich intensiv in einer ganz neuen Kultur, und konnte mich dank meiner Gastfamilie und meines Projektes sehr in dieser integrieren, andererseits konnte ich gleichzeitig die „internationale Welt der Backpacker“ genießen und dabei auch noch die großartige Stadt Cusco aus 2 Perspektiven kennen lernen – und in mein Herz schließen.“

Rückblickend kann ich sagen, dass mir mein Aufenthalt in Peru weit mehr gebracht hat, als ich es mir je erwartet habe, und dass meine Hoffnungen und Erwartungen weit übertroffen wurden. Ich wollte dieses Projekt und diese Reise nach Peru machen, um eine neue Kultur intensiv kennen zu lernen, den Menschen dort zu helfen, einen kulturellen Austausch herzustellen, mein Spanisch zu verbessern und „etwas von mir zu geben“. All dies hat sich mehr als erwartet erfüllt.

Ich habe wahnsinnig viel dabei gelernt, nicht nur Wissen, sondern vielmehr, in einer neuen Kultur zu leben, sich anzupassen, sich einzubringen, an neuen Herausforderungen zu wachsen. Durch die unglaubliche Gastfreundschaft der Peruaner habe ich sehr viel Offenherzigkeit, Offenheit, Freundschaft und „Liebe“ erfahren. Ich hoffe und glaube doch sagen zu können, dass auch ich eine kleine Spur in Peru hinterlassen habe.

Julia Buxbaum

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