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Tansania: Eine lohnenswerte Erfahrung, die hier nicht enden wird

Geburtshilfe in Tansania von Bianka Guist

Freiwillige mit Mitarbeiter des Krankenhauses

Die Entscheidung, als Hebamme im Ausland zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln, hatte ich bereits während der Ausbildung in Betracht gezogen. Den endgültigen Entschluss wirklich zu gehen, hatte ich allerdings erst nach zwei Jahren Arbeit als examinierte Hebamme getroffen. So ein „Tapetenwechsel“ zwischendurch tut ja auch ganz gut.

Also informierte ich mich online über Möglichkeiten in meinem Fachbereich ins Ausland zu gehen und stieß auf Projects Abroad. Nachdem ich die Website durchstöbert hatte und mir Tansania sehr empfohlen wurde, fiel mir die Entscheidung sehr leicht.

Mein zehnwöchiges Geburtshilfe - Projekt begann Anfang Januar und ich musste mich erstmal an die Klimaunterschiede gewöhnen.

Nach einem herzlichen Empfang bei meiner Gastfamilie und einem informativen Einführungstag, hatte ich nach zwei Tagen meinen ersten Arbeitstag.

Ich wurde nett im Krankenhaus empfangen und mir wurde erklärt, wie die Abläufe sind.

Freiwillige mit Baby im Geburtshilfe – Projekt in Tansania

Die ersten zwei Wochen hatte ich gebraucht, um mich an die hiesige Arbeitsweise zu gewöhnen. Der Verzicht auf medizinische Geräte, die sporadischen Untersuchungen der werdenden Mütter, der Umgang mit Patienten und die hygienischen Umstände waren ungewohnt und meine Rolle als Freiwillige, gleichzeitig ausgebildete Hebamme, war eine Herausforderung, die ich so noch nicht kannte. Mit der Zeit, hatte ich mich aber an vieles gewöhnt und habe akzeptiert, dass gewisse Dinge so sind, wie sie sind und dass ich sie nicht ändern kann.

Als ausgebildete Hebamme durfte ich natürlich mehr praktische Arbeiten als Freiwillige ohne Vorkenntnisse durchführen und konnte vieles eigenständig machen. So wurde ich auch für andere Freiwillige, die mit mir im selben Krankenhaus waren, irgendwann zu einem Ansprechpartner, da ich ihnen während der Arbeit vieles erklären und Fragen beantworten konnte. Wir haben zusammen Geburten begleitet, Neugeborene untersucht, die Plazenta nach der Geburt inspiziert, eigene kleine Visiten bei den frisch entbundenen Frauen gemacht und schwangere Frauen untersucht. Ich durfte auch einmal einen Vortrag vor allen medizinischen Freiwilligen zur Vorbereitung auf die Geburtshilfe halten.

Ausgebildete Freiwillige bietet medizinische Versorgung an

Einmal in der Woche gab es einen „medical outreach“, einen Ausflug, bei dem wir mit einem Arzt in ein Massai-Dorf, Waisenhaus oder andere kleine Dörfer fuhren und medizinische Hilfe leisten konnten. Das war auch eine schöne Abwechslung und hat uns Freiwillige der Medizin - Projekte zusammen geschweißt.

Das Leben in Arusha ist sehr einfach und es gibt nur ein paar Dinge zu beachten, wie zum Beispiel, dass man nachts nicht alleine raus gehen sollte. Meine Gastfamilie hat es mir sehr leicht gemacht, mich dort zuhause und willkommen zu fühlen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar und auch immer noch in Kontakt. Einen erneuten Besuch in der Zukunft wird es auch auf jeden Fall geben!

Freiwillige mit Zebras in einem Nationalpark in Tansania

Ich habe die Zeit in Arusha/ Tansania sehr genossen, auch wenn es im Krankenhaus immer wieder Herausforderungen gab. Mit den anderen Freiwilligen hat es sehr viel Spaß gemacht, an den Wochenenden oder nach der Arbeit, Zeit zu verbringen und auch ein bisschen das Land zu erkunden. Natürlich durften eine Safari, ein Besuch im Massai-Dorf und kleine Wanderungen an den nahegelegenen Nationalparks nicht fehlen. Tansania hat eine wunderschöne Landschaft und die Tierwelt ist reich bestückt.

Auch ein Urlaub auf Sansibar, nach meiner Zeit in Arusha, durfte nicht fehlen. Eine wunderschöne kleine Insel, die einen Besuch absolut wert ist.

 Landschaft in Arusha - Tansania

Neben meiner Arbeit im Krankenhaus habe ich mich auch in einem Waisenhaus engagiert, in dem meine Gastmutter arbeitet. Zusammen mit meiner Zimmernachbarin konnten wir viele Spendengelder sammeln, um die Wasserversorgung dort zu finanzieren. Diese Art der Freiwilligenarbeit mache ich auch in Deutschland weiter und versuche, so viel es geht, zu helfen.

Ich kann Tansania als Land für die Freiwilligenarbeit sehr empfehlen und auch die Arbeit dort als Hebamme. Ich habe sehr viel dazu gelernt - nicht nur über meinen Beruf, sondern auch über mich selbst - und bin absolut froh und stolz, dass ich dort war.

Bianka Guist

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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