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„3 Monate Ghana und zurück“

Ghana Naturschutz Kollegen

Umweltanalytik in Ghana von Annemarie Falke

Abi?- hatte ich! Studienplatz? -hatte ich auch, Umweltingeneurwissenschaften. Die Gewissheit dass es das richtige Studium war? - fehlte noch, selbst nach einem Semester! Ich brauchte eine Pause, um festzustellen was ich denn nun eigentlich wirklich will...

...Freiwilligenarbeit in Afrika....darüber hatte ich schon oft nach gedacht. Ich erkundigte mich im Internet, und nach mehreren Seiten stieß ich auf Projects Abroad | Projekte weltweit. Ich entschied mich für 3 Monate 'Teaching' in Ghana. Innerhalb weniger Tage war alles geklärt und ich musste nur noch die Zeit bis zum Abflug überbrücken: Diverse Arztbesuche,Einkäufe und das Vorbereitungs Seminar von Projects Abroad | Projekte weltweit halfen mir dabei - nach Letzterem konnte ich dann gar nicht mehr warten!

Ghana Naturschutz PA

Plötzlich war es so weit, ich saß im Flugzeug und landete auch schon in Ghana! Ich wurde in Empfang genommen und zum Projects Abroad Office in Accra gefahren, hier musste ich einmal übernachten, um dann am nächsten Tag nach Kumasi weiter zu reisen. Die nächsten drei Monate meines Lebens würde ich also in der zweitgrößten Stadt Ghanas verbringen. Nach der Einführung glaubte ich nicht daran, dass ich mich jemals zurechtfinden würde. Glücklicherweise wird man aber am ersten Tag noch zum Arbeitsplatz begleitet und so hab ich mich nicht verlaufen. Ich sollte Kinder im Alter von 8 bis11 Jahren unterrichten. Ich stellte aber nach ungefähr einer Woche fest, dass das nicht war, was ich mir erhofft hatte. Das Teaching geht zwar auch ohne Studium, aber dann muss man sich wirklich sehr sehr gut vorbereiten! Ich war mir sicher, dass ich das nicht für die nächsten 3 Monate machen will und das Glück war auf meiner Seite: Mein Hostdad arbeitete in einem Labor für Bodenforschung und Landwirtschaft und ich fragte eines Abends einfach mal, ob ich denn nicht einfach bei ihm arbeiten könne...und siehe da - ich durfte. Jetzt blieb nur noch die Absprache mit Projects Abroad in Ghana. Hier gab es keine Probleme und 3 Tage später fing ich im Labor an. Dies passte viel besser zu meinem Studium im Umweltingeneurswesen und so habe ich in den letzten 2 einhalb Monaten Bodenproben auf alle möglichen Elemente untersucht und sehr viel dabei gelernt!

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Jetzt musste ich mich noch an die Mentalität gewöhnen, die so anders als die Deutsche ist. Alles viel gelassener und ruhig und es funktioniert trotzdem irgendwie. Nach 2 Wochen hatte ich überhaupt keine Probleme mehr, mich zurecht zu finden, hätte aber sonst auch genügend Hilfe bekommen. Bald schon zog ich einfach so los, um die Stadt zu erkunden oder ging mit meiner Hostfamilie abends essen. Da man sich jeden Mittwoch mit den andern Freiwilligen trifft, gab es immer eine Möglichkeit die Wochenendausflüge zu planen. In Ghana lässt es sich so schön reisen und es gibt so viele tolle Dinge zu sehen. Dabei wird jedes Fahrzeug voll gestapelt, bis wirklich nichts mehr rein passt. Man lernt so viele neue Menschen kennen, die Einheimischen wie auch die anderen Freiwilligen, und jede Menge anderer neuer Sachen, so dass es überhaupt keine Zeit für Heimweh gibt. Egal wie sehr ich mich am Anfang nach Zuhause sehnte, am Ende war mir die Zeit zu kurz und ich wollte nicht mehr weg. Irgendwann hatte ich mich an all die kleine Sachen gewöhnt, die mich anfangs vielleicht genervt hatten. Ich war traurig, als ich das letzte Mal meine Anziehsachen mit der Hand wusch oder das letzte Mal „Obruni“ (Weiße) genannt wurde.

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Ghana wird nicht um sonst 'the Gateway to Africa' genannt, es ist wirklich ein tolles Land mit tollen Menschen. Überall ist man willkommen, natürlich wollen auch einige Profit daraus machen, dass wir weiss und ahnungslos sind, aber so richtig verübeln kann ich es ihnen nicht und wenn man es vorher weiss, dann kann man sich drauf einstellen. Und um einen Preis zu handeln, macht ja auch Spass, ich muss mich jetzt beim Bäcker immer zurück halten denn am Liebsten würde ich sagen: „Nein ich zahle keine 50 Cent für das Brötchen....wie wär's mit 10!“ Auch sonst, denke ich, haben mich die 3 Monate verändert...ich hab in Ghana so viel Neues über mich gelernt und bin noch viel abenteuerlustiger geworden. Ich kann also einen Freiwilligendienst im Ausland nur empfehlen und wünsche euch viel Spaß und Glück mit euren Entscheidungen.

Annemarie Falke

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