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Das Abenteuer auf der kleinen Insel Koh Rong Samlem

kambodscha-naturschutz-freiwillige

Naturschutz in Kambodscha von Lisa Bertrams

kambodscha-naturschutz-bungalow

Nach meinem Abitur an einer spanischen Fernschule wollte ich schon schon länger ein Freiwilliges Soziales Jahr machen. Allerdings wollte ich zuerst raus aus der Schulroutine und etwas ganz anderes erleben. Als meine beste Freundin Isabel die Idee hatte, mit Projects Abroad bei einem Naturschutzprojekt mitzumachen und dabei tauchen zu können, war ich sofort begeistert. Jetzt hieß es nur noch: Eltern überzeugen!

kambodscha-naturschutz-meer

Als ich schließlich erschöpft in Phnom Penh ankam, holte mich ein Projects Abroad Mitarbeiter mit einem Schild ab, auf dem mein Name stand, um mich dann zu den Projects Abroad Apartments zu bringen. Diese sind mitten in der Stadt und bestehen aus mehreren Zimmern, die von den Freiwilligen benutzt werden, die in Phnom Penh in einem Projekt arbeiten. Außerdem schlafen dort alle, die an- oder abreisen – so wie ich, in diesem Fall.

kambodscha-naturschutz-hauptbungalow

Wie soll man einem Europäer erklären, wie die Straßen Kambodschas aussehen? Eine Journalistin hat mal gesagt, dass die Ampeln „ein gut gemeinter Ratschlag“ seien. Das, so finde ich, ist die beste Beschreibung, denn dort gilt die Regel: Ein Motorradfahrer (es gibt viel mehr Motorräder als Autos) kann grundsätzlich immer über jegliche Ampelfarben fahren, wobei ein Autofahrer stehenbleiben sollte. Dadurch könnte man meinen, dass die kleineren Fortbewegungsmittel (Motorräder oder Tuktuks – jemand hat diese mal als „Motorräder mit einer kleinen Kutsche angehängt“ beschrieben) einen Vorteil haben. Der Spieß wird aber umgedreht, sobald man sich auf einer größeren Straße befindet. Dort gilt: wer das kleinere Fortbewegungsmittel fährt, muss ausweichen – egal wie und wo –, sobald ein Größeres hupt und vorbeifahren will.

kambodscha-naturschutz-sonnenuntergang

Einmal angekommen, zeigte Isabel mir das Zimmer, wo wir die nächsten zwei Nächte übernachten sollten. Am nächsten Tag fuhr nämlich kein Schiff von Sihanoukville nach Koh Rong Samlem, die Insel, auf der wir den nächsten Monat verbringen sollten. Das störte uns überhaupt nicht, da wir dadurch am nächsten Tag den Königspalast in Phnom Penh besichtigen konnten. Außerdem haben wir an dem Tag noch ein Handy und eine kambodschanische SIM-Karte gekauft und den Markt angeschaut.

Am nächsten Morgen nahmen wir ein Tuktuk zur Bussstation. Nach einer vierstündigen Busfahrt, bei der wir einen Film gucken konnten und den Rest der Zeit Khmer-Musik hörten, kamen wir in Sihanoukville an, einer kleinen, touristischen Stadt an der Küste. Von dort fuhren wir schließlich mit einem Schiff auf die Insel.

Wenn man einmal auf Koh Rong Samlem angekommen ist, d.h., die Tuktuk-Fahrten, die Bussfahrt, die Bootsfahrt, etc. hinter sich gebracht hat, ist es der Himmel auf Erden: die Ruhe, die Gemütlichkeit, die Offenheit der anderen Freiwilligen… einfach alles! Insbesondere die Freundlichkeit der Menschen, die ich traf, hat mich immer wieder aufs Neue erstaunt!

Als Ysy und ich das erste Mal unseren Bungalow betraten, waren wir, ehrlich gesagt, etwas geschockt, denn er sah folgendermaßen aus: wenn man die zwei Treppenstufen der Veranda hochgeht und die Tür aufmacht, befinden sich auf der rechten und auf der linken Seite jeweils ein Hochbett. Hinten rechts war dann das „Badezimmer“, das aus einer Kloschüssel und einem großen blauen Eimer bestand. Dieser ist voller Wasser und hat ein kleines Gefäß drinnen, das zum Duschen, bzw. zum Klospülen dient – denn so etwas wie fließendes Wasser gibt es natürlich nicht in einem Bungalow, den andere Freiwillige vor ein paar Jahren aus Holz gebaut haben.

Als es dann schließlich um 19 Uhr Abendessen gab, lernten wir alle anderen Freiwilligen kennen: die Nationalität, die am stärksten vertreten war, war seltsamerweise die deutsche. In der Nacht mussten wir uns erstmal an die Meeresgeräusche gewöhnen. Da alle Bungalows aus Holzplatten gebaut waren, gab es natürlich auch in den Wänden Spalten, durch die man das Meer hören konnte, das nur etwa 10 Meter entfernt war. Wegen der Hitze und Feuchtigkeit war der Durchzug sehr angenehm. Außerdem hatten wir drei Fenster, die man mit Holzplatten zuschieben konnte.

Wenn ich unter der Woche mal keinen Tauchkurs hatte (open water, advanced oder rescue), ging ich meistens zwei bis drei Mal am Tag tauchen. Nachdem wir den Anfangspunkt gefunden hatten, tauchten wir mit einem Kompass in eine bestimmte Richtung und zogen ein Metermaß hinter uns her. Am Ende des Riffes angekommen, drehten wir um und analysierten den Meeresgrund nach harten oder weichen, lebenden oder toten Korallen, Sand oder Stein. Oder wir räumten den Strand auf, der vor dem kleinen Dorf lag.

Auf der Insel gab es von 18 bis 23 Uhr Strom. Das hieß, dass wir in dieser Zeit im eigenen Bungalow Licht und im Hauptbungalow die Möglichkeit hatten, die Steckdosen zu benutzen. Man musste nur schnell genug sein, um noch einen Platz zu bekommen!

Am Wochenende hatten wir frei und konnten ans Festland fahren. Dort sah das Programm immer relativ ähnlich aus: erstmal haben wir gegessen und uns für ca. 4$ ein Zimmer geholt, das man dann mit 2 bis 3 anderen Freiwilligen teilte. Anschließend ruhten wir noch ein bisschen am Strand aus und bereiteten uns für die Feier am Abend vor! Es war immer super!

Ich denke immer wieder an die wahnsinnige Zeit, die ich auf Koh Rong Samlem verbracht habe!

Lisa Bertrams

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