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Die beste Zeit meines Lebens!

Mexiko-Naturschutz-Freiwillige

Naturschutz in Mexiko von Sonja Deissler

Mein Entschluss stand fest: Ich wollte diesen Sommerurlaub mit etwas Sinnvollem verbinden. Also ging ich mit Projects Abroad nach Mexiko. Am Flughafen in Guadalajara angekommen, wurde ich sehr herzlich von Alejandro, einem Mitarbeiter von Projects Abroad, empfangen. Er brachte mich zu meiner Gastfamilie, bei der ich das Wochenende verbrachte. Nach der ersten kurzen Nacht in meiner netten Familie erkundete ich zusammen mit vier weiteren Freiwilligen aus Italien, Frankreich, England und Russland die Stadt. In der Perle Mexikos findet man unzählige Kathedralen, viele kleine offene Restaurants und große Märkte mit allerlei Kunst.

Mexiko-Naturschutz-Schildkröte

Montags ging es zum Büro von Projects Abroad, um das überaus nette, aufgeschlossene und freundliche Team kennenzulernen. Nach einer ausführlichen Stadterkundung mit Alejandro gingen wir uns erstmal in einem typisch mexikanischen Restaurant stärken.

Mexiko-Naturschutz-Schildkröten

Am Nachmittag ging dann die große Reise los. Mit Oliver, einem Betreuer des Naturschutz - Projektes, machte ich mich auf den Weg zum Schildkröten Camp. Fernab der Großstadt gab es viele verschiedene Landschaften zu entdecken. So viele Grüntöne hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen. Etwa fünf Autostunden später kamen wir endlich im Camp an. Dort machte ich meine erste Bekanntschaft mit einem mexicanischen „Wildtier“, einem riesigen Krebs… total ungefährlich!

Mexiko-Naturschutz-Nachtpatrouille

Am ersten Morgen im Camp, nach einer berauschenden Nacht (der Pazifik ist anfangs ganz schön laut), konnte ich einen unbeschreiblich schönen Sonnenaufgang genießen. Danach wurde mir das ganze Camp gezeigt und alles erklärt. Dann ging es auch gleich los. Alex (auch ein Deutscher) und ich buddelten die Nester ein, die in der letzten Nacht gesammelt wurden. Das ist die tägliche frühmorgendliche „Arbeit“. Anschließend konnten wir an den Vormittagen in die Stadt gehen oder es uns im Camp oder an der Lagune gemütlich machen. Mittagessen gab es erst Nachmittags, das war dort so üblich und war am Anfang eine kleine Umstellung für den Magen. Aber ich, als Vegetarierin, bekam immer genug zu Essen – es war immer reichlich und vor allem sehr leckeres frisches Obst mit dabei! Bis dann wieder am späten Nachmittag die Camp Arbeiten anstanden, hatte wir genügend Zeit, die Seele in der Sonne baumeln zu lassen.

Mexiko-Naturschutz-Schlange

Während der Camp Arbeiten strichen wir einmal die Zäune, die das Camp umgrenzten. Ein anderes Mal pflanzten wir eine Kokospalme um, um die Schildkröten-Gehege erweitern zu können. Meine allerliebste Camp Arbeit war natürlich das Saubermachen der Schildkrötennester. Ich kann das Gefühl nicht in Worte fassen! Es war sehr beeindruckend, wenn diese kleinen urzeitigen Geschöpfe das Licht der Welt erblickten und ich sie in der Hand halten und in die Freiheit entlassen konnte. Man bedenke, dass nur wenige von Hunderten von Meeresschildkröten überleben und nach Jahrzehnten zu ihrem Geburt-Strand zur Eiablage zurückkommen werden.

Die Nachtpatrouillen gehören zu den schönsten Erlebnissen in meinem Leben. Ich hatte großes Glück und konnte sehr viele Olive Ridley Schildkröten bei der Eiablage sehen. Wir fuhren paarweise die 24 Kilometer lange Strecke mit dem „Quadbike“ ab und sammelten die Nester ein, um sie vor Wilderern und tierischen Nestplünderern zu schützen. Die Dokumentationen erfolgten direkt vor Ort. Angaben über die Fundregion, der Spezies und am wichtigsten die Anzahl der Eier. In der Morgendämmerung wurden die Nester dann im geschützten Bereich, den Schildkröten-Gehegen, wieder eingegraben. Etwa 50 Tage später, wenn die kleinen Schildkröten schlüpfen, wurden die erfassten Daten ergänzt.

Mexiko-Naturschutz-Krokodilfarm

Donnerstags ging es dann immer mit Roberto, dem Projektleiter, zur Krokodilfarm in der Nähe des Camps. Hier fertigten wir einen einfachen Straßengraben oberhalb der Farm an oder halfen bei der Reinigung der Pools mit. Und ich durfte kleine Babykrokodile einfangen! Das macht Spaß! Anschließend fuhren wir mit dem Boot auf dem See „La Colorada“, in dem etwa 300 Krokodile umherschwimmen... Am Abend ging es dann ungefähr einmal die Woche zum Vogelbeobachten zum See „El Chupadero“.

Mexiko-Naturschutz-Falke

An den Wochenenden stand die Stadtbesichtigung von Colima oder Guadalajara auf dem Programm. Ich entschloss mich für Guadalajara, wo ich mit meinen französischen Freunden das Wochenende verbrachte. Es ist wirklich toll, wie schnell man Kontakte knüpfen und neue Freunde finden kann. Ich mit meinen paar Brocken Spanisch hatte schon manchmal meine Zweifel, die aber völlig unbegründet waren. Die Menschen, die ich traf, waren sehr offenherzig und hilfsbereit. Auch meine Gastfamilie hat mich und ich sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Meine Gastmutter war wirklich so fürsorglich wie meine eigene Mutter.

Meine zwei Wochen im Schildkröten Camp vergingen viel zu schnell, und so half ich noch ein paar Tage im Tierpflege Projekt in Guadalajara mit und kümmerte mich um Papageien, Falken, Pumas, Kojotenwelpen und Affen. Es gab wirklich viel zu sehen und zu versorgen. Und die Tiere brauchten jede Hilfe!

Mexiko-Naturschutz-Tierpflege

In den drei Wochen in Mexiko habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt. Ich vermisse die Sonne, den Strand und die netten, offenherzigen Leute und bin so sehr von dem Land, den Menschen und den Tieren fasziniert, dass ich auf jeden Fall wieder zurück möchte.

Zum Abschluss möchte ich allen danken, die mir geholfen haben – im speziellen natürlich dem Mexiko Team von Projects Abroad – ohne sie wäre ich in mancher Situation verloren gewesen. Muchas Gracias!

Ich würde jedem raten einen Freiwilligendienst zu machen. Man gewinnt nur an Erfahrung dazu! Für mich war es die beste Zeit meines Lebens.

Sonja Deissler

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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