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Buffalo Englisch in Nepal

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Naturschutz – Praktikum in Nepal von Lukas Weinekötter

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Nachdem ich mich dafür entschieden hatte, meinen Studiengang zu wechseln, wollte ich erst einmal ins Ausland. Vor allem wollte ich aus dem Alltag aussteigen und neue Erfahrungen machen. Was ich genau machen wollte, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Zufällig stieß ich auf die Webseite von Projects Abroad, und mir gefiel auf Anhieb das Naturschutzprojekt in Nepal. Nach einigen Tagen Bedenkzeit habe ich mich entschieden, daran teilzunehmen. Nach der erfolgreichen Anmeldung wurde ich zunächst vom deutschen Büro betreut und später hatte ich E-Mail-Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort in Nepal.

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Ich wurde Schritt für Schritt auf meine Reise vorbereitet, und mir wurde erklärt, wie ich ein Visum beantrage – und was ich unbedingt auf meine Reise mitnehmen muss (kleiner Tipp: nehmt auf jeden Fall Bücher mit). Insgesamt fühlte ich gut vorbereitet, und im Juni ging meine Reise schließlich los. Ich bin von Frankfurt über Qatar nach Kathmandu geflogen, wo ich eine Nacht übernachtet habe. Am nächsten Tag ging meine Reise mit den Bus weiter nach Pokhara, wo ich wieder eine Nacht blieb. Am darauffolgenden Morgen holte mich dann ein Mitarbeiter von Projects Abroad ab und wir sind mit dem Taxi zwei Stunden in ein kleines Dorf gefahren, von dort zu Fuß weiter nach Ghandruk. Die Trekkingtour war nicht ganz einfach, da wir circa 1000 Höhenmeter erklimmen mussten, um unser Ziel zu erreichen (optional kann man auch ein Jeep nehmen und nur noch 1 Stunde wandern). Die Reise war insgesamt ziemlich lang und anstrengend.

nepal-naturschutz

Als ich dann in unserer Unterkunft angekommen bin, wurde ich zunächst von den anderen Freiwilligen und den Hotelbetreibern Juno und Hitman begrüßt. Im Laufe der Zeit hatten wir einige schöne Abende, an denen wir zusammen mit Juno und Hitman in der Küche saßen und uns mit Hand und Fuß unterhalten haben. Hitman selbst nennt sein Englisch auch „Buffalo Englisch“, und Juno spricht gar kein Englisch, dafür lacht Sie aber ständig. Sie ist wahrscheinlich die lebenslustigste Frau, die ich jemals kennen lernen durfte.

Am nächsten Tag führte mich dann ein Mitarbeiter von Projects Abroad (Raj) durch das Dorf und hat mir viel über die Kultur und die Lebensart der Nepalesen erzählt. Von Raj habe ich auch einiges über lokale Tier- und Pflanzenarten gelernt. Da ich zur Zeit der Fußball EM in Nepal war, habe ich und einige andere Volontäre zusammen mit Raj und circa 25 fußballbegeisterten Nepalesen einige Fußballspiele geschaut. Am meisten hat mich hier die Offenheit der Menschen und die Begeisterung für Mario Balotelli erstaunt.

Für unsere Verpflegung wurde auch gesorgt. Das Essen was wir bekommen haben, war zwar immer gut und frisch gekocht (viel wird selbst im Dorf angebaut), jedoch nach einigen Wochen etwas eintönig. Am Häufigsten haben wir Dhal Bhat zu Essen bekommen, was aus einer Portion Reis, einer Linsensuppe und einer variablen Currybeilage besteht. Mir hat das auch immer sehr gut geschmeckt und mittlerweile vermisse ich es auch wieder.

Unsere Arbeit im Projekt bestand zum größten Teil darin, Kamerafallen im Dschungel aufzustellen und Sie nach einigen Tagen wieder zurück zu holen, um die Bilder und Videos auszuwerten. Die Kameras haben Bewegungssensoren und fotografieren alles, was sich bewegt. Oft haben wir Wasserbüffelherden aufgenommen und manchmal hatten wir Glück: Unter anderem konnten wir Leoparden und sogar einen bellenden Hirsch aufnehmen.

Außerdem habe ich noch eine lokale Schulklasse unterrichtet. Wir haben den Kindern erklärt, warum wir dort sind und worin unsere Arbeit besteht.

Alle 2 Wochen haben wir einen Kurztrip in ein wesentlich höher gelegenes Dorf veranstaltet, um auf die Suche nach dem Roten Panda zu gehen. An einigen Wochenenden sind wir auch zurück nach Pokhara gefahren um Pizza und Fastfood zu essen und eine wenig Abwechslung zu erleben.

Alles in Allem bin ich sehr froh über die Erfahrungen, die ich in Nepal machen konnte. Mir hat es geholfen, eine andere Sicht auf mein eigenes Leben zu bekommen und lässt mich viele Dinge wertschätzen, die ich sonst für selbstverständlich gehalten habe (etwa Waschmaschinen oder eine zuverlässige Stromversorgung). Die unglaublich schöne Aussicht und die tolle Natur entschädigt oft für einiges, auf das man verzichten muss.

Lukas Weinekötter

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