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"Welcome to the Jungle"

Peru, Regenwald, Boa

Naturschutz in Peru von Alexander Plociennik

Nach meinem Abitur und meiner Zeit bei der Bundeswehr fühlte ich, dass ich dringend eine Abwechslung brauchte und meinem Geist mal etwas anderes bieten wollte als Big Brother, GZSZ, Bohlen und Co. Da ich schon immer unglaubliches Interesse an der Biologie und an der Geschichte der Inkas hatte, stand für mich schnell fest: "Peru wird mein Reiseziel!"

In Taricaya angekommen, war mein erster Gedanke "Hier bleibe ich für immer." Es ähnelte wirklich einem kleinen Paradies, die Affen in den Bäumen, die Pflanzenwelt, die Hängematten zum Ausruhen, das für mich angenehme Klima, dieser Kontrast zwischen dem saftigen Grün der Pflanzen und der dunklen braunen Erde. Von der ersten Minute fühlte ich mich wohl, trotz meines doch eher schwachen Englisch und Spanisch fand ich mich schnell zurecht und natürlich schnell neue Freunde. In meiner Zeit waren im Schnitt etwa 12 Personen im Camp, davon die meisten Frauen. Die meisten waren aus England, Irland, Schottland und Amerika, Hauptsprache also Englisch.

Peru, Regenwald, Jaguar

Außerdem gaben mir Fernando, und seine Bushmaster-Crew jederzeit ein sicheres Gefühl trotz der neuen ungewohnten Situation und Umgebung. Nando ist nicht nur Organisator, sondern für viele eine Vaterfigur Ihn bringt nichts aus der Ruhe, man kann immer auf ihn zählen, er hat immer ein Ohr für alle Probleme. An das Essen von Leandro, dem Koch, muss man sich gewöhnen, man hat ja auch keine andere Wahl. Eugenio, Alex und Arturo, sind miteinander verwandt. Sie sind "richtige" Peruaner, Super-Arbeiter, und ihr Wissen über den Dschungel ist unglaublich. Wenn man mit einem von denen unterwegs ist, braucht man keine Angst zu haben.

Durch die zahlreichen Vögel- und andere Tierbeobachtungen erschloss sich mir nach nur wenigen Tagen eine unglaubliche Vielfalt von Geschöpfen, die man sonst nur aus Zoo oder Fernsehen kennt. Es gibt verschiedene Plattformen, von denen wir Vögel beobachteten. Die wohl außergewöhnlichste war eine Plattform auf einem Baum 45 Meter über der Erde, die man nur über eine Hängebrücke erreicht. Außerdem wurden viele Wanderungen unternommen, teilweise auch nachts, um so viele Tiere wie möglich zu erblicken. Die gesammelten Daten wurden später ausgewertet.

Peru, Regenwald, Jaguarkaefig

Doch auch die körperliche Arbeit kam nicht zu kurz: Bei Projekten wie dem Kaimanpool, dem Wasserdamm und dem Anlegen und Reinigen von Wanderwegen kam man nicht selten ins Schwitzen, und das sicher nicht nur aufgrund des Klimas. Oft bekamen wir Tiere aus der Stadt, wie z.B. Papageien, die als Haustiere gehalten wurden und deren Federn beschnitten waren. Diese wurden von uns in großen Käfigen gehalten, versorgt und freigelassen, wenn die Federn nachgewachsen waren. Andere Tiere waren verschiedene Affenarten und auch unser Jaguar, für den wir ein Gebäude errichteten. Die meisten Tiere wie z.B. die Affen blieben dann später noch in Campnähe und führten ein nettes Dasein mit den Freiwilligen.

Trotz der vielen kleinen Blutsauger dort war es immer wieder lustig, sich Abends beim Kartenspiel und Kerzenschein daran zu erinnern und zu ermahnen, doch nicht die Stiche zu kratzen, was oft für gegenseitiges Gelaechter sorgte. Am Wochenende bestand die Möglichkeit, mit dem Boot in die Stadt zu fahren und dort eine Nacht im Hotel zu verbringen. Hier konnte man, ins Internet gehen, telefonieren, Restaurants besuchen (chinesisch, Pizzeria oder peruanisch ) und natürlich abends in einer der 3 Diskotheken zu Latinomusik tanzen. Außerdem kann man in den zahlreichen Geschäften alles kaufen, was man zum Leben braucht. Ich habe die Wochenenden sehr genossen, weil sie eine totale Abwechslung zum Dschungelleben waren.

Peru, Regenwald, Kaiman

Ich will allen Leuten, die überlegen, nach Peru zu fahren, sagen dass es jeden Cent wert war, den ich bezahlt habe. Ich glaube ich habe Sachen gemacht, Tiere gesehen und einer Kultur bzw. einem Land mit solch interessanter Geschichte begegnet bin, dass mich die 3 Monate fürs Leben geprägt und meinen Blick nicht nur für die Flora und die Fauna in meiner jetzigen Umgebung, sondern auch für das Wesentliche im Leben geschärft haben. Am Ende war ich jedoch glücklich, wieder nach Hause zu fliegen , weil ich Familie und Freunde sehr vermisst hatte, es ist auch schwer, wenn man nur am Wochenende Kontakt mit seinen Leuten aufnehmen kann.

Alexander Plociennik

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