Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

„Eine Welt, in die ich mich jetzt zurück träumen kann“

Naturschutz Peru Jungs

Spanischkurs und Naturschutz in Peru von Wiebke Bode

Spanischkurs im heiligen Inkatal

Naturschutz Peru Inka

Nach Südamerika reisen und Spanisch sprechen können, davon hatte ich schon in der Schulzeit geträumt. Mein Bauchgefühl schickte mich nach Peru. Ich wusste noch kaum etwas über das Land und war noch nie lange allein von zu Hause weg gewesen. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich meine Reise nach Peru gemacht habe. Nach diversen Stunden Reise fand ich mich also auf der anderen Seite der Erdkugel wieder, in einem klapprigen Taxi, mit peruanischer Dudelmusik und Jesusbildchen an der Frontscheibe, das mich durch die Berglandschaft zu meiner Gastfamilie im kleinen Örtchen Pisac bringen sollte.

Naturschutz Peru Affe

Einen Monat habe ich dort verbracht, einen besonderen Monat. Neu für mich war das Leben in einer großen Familie, mit Oma, Eltern, einem Volunteer-bruder und 4 Gastgeschwistern. Das Spielen und Toben im Hof, der duftende Tee mit Kräutern aus dem eigenen Garten, meine Gastmutter, die beim Klamottenwaschen immer sang, mein Gastvater, der dafür sorgte, dass ich alles über die kulinarische Vielfalt Perus lernte, meine ständig lachende Gastschwester und mein stiller, LinkinPark-liebender Gastbruder, die trotz meiner häufigen Proteste viel zu großen Reis- und Kartoffelportionen die dann öfter mal an den Familienhund weitergegeben wurden, die schöne Aussicht auf die Berge jeden Morgen, wenn die Sonne aufging - eine Welt, in die ich mich jetzt zurückträumen kann...

Naturschutz Peru Gecko

Was ich auch sehr schön fand war, dass meine Familie immer viel auf Spanisch mit mir geredet hat, auch wenn ich anfangs wenig verstanden habe. Mit Hilfe des Spanischkurses hat sich das zum Glück bald geändert. Der Unterricht fand nur 5 min von meinem Haus entfernt in einer kleinen Sprachschule statt, einem schlichten Zimmer mit Tafel. Allerdings habe ich mit meinem Lehrer oft Ausflüge gemacht, z.B. zum Markt, um Namen exotischer Früchte zu lernen, zu einem Fest im Nachbardorf, oder ins Café, um Scrabble mit neuen Vokabeln zu spielen.

Naturschutz Peru Uros

Im Regenwald bei Puerto Maldonado

Der zweite und dritte Monat waren dann dem eigentlichen Volunteering gewidmet, und zwar im Dschungel, einer gänzlich anderen Region als in den Anden. Mein neues zu Hause war ein 4-Bett-Zimmer mit Bad im gerade neugebauten Haus. Hier standen täglich bestimmte „activities“ an, wie auch besondere Aufgaben, z.B. mussten wir einmal Ziegen von der Farm einfangen und mit dem Boot auf die andere Seite des Flusses bringen, oder auch Bambusbäume fällen, um ein neues Haus für die Schmetterlingsraupen zu errichten. Besonders gefallen hat mir auch immer die Arbeit mit den Schildkröten, den tortugas: das Kontrollieren der Nester, das Markieren und Vermessen und besonders natürlich das Freilassen der Babyschildkröten. Freitags gab es außerdem regelmäßig Vorträge zu einzelnen Projekten oder über spezielle Pflanzen oder Tiere, was ich immer sehr spannend fand. Ein besonders schönes Erlebnis für mich war, einen Tag lang die Verantwortung für zwei Affenbabies zu übernehmen, die alle 3 Stunden mit einer Spritze gefüttert werden mussten. Auch interessant fand ich, mit der Veterinärin zusammen Proben mikroskopisch auf Parasiten zu untersuchen.

Die Freizeit kam natürlich nicht zu kurz. Ich musste mich dran gewöhnen, Zeit zu haben. Einfach mal in der Hängematte liegen und lesen oder Musik hören und dabei nicht an irgendwelche Pflichten denken müssen, keine Leute, die einen anrufen und irgendwas von einem wollen – das war echt was völlig Neues für mich, was ich bald wirklich genossen habe. Natürlich wird man dann auch kreativ mit seiner Freizeitgestaltung, so haben wir eine eigene kleine Adventsfeier organisiert, mit einem Adventskranz aus schönen gesammelten Blättern und Blüten. Ansonsten kann man natürlich auch immer Kuchen oder Brownies backen – steigert ungemein die Laune in der Lodge und ist eine Möglichkeit, Koch Leandros Herz zu erobern, damit man sich Pfannkuchen fürs Frühstück wünschen darf. Wenn man sich nach der Arbeit aus irgendeinem Grund körperlich noch nicht ausgelastet fühlt, kann man natürlich auch noch ein paar Runden ums Tapirgehege joggen. Und das größte Highlight für mich war, mit Freunden in einem Zelt auf der Canopyplattform zu übernachten, auf der Höhe der Baumwipfel! Ich freute mich auch immer auf´s Wochenende in Puerto Maldonado, denn dort konnte man in Ruhe Milchshakes genießen, in Internet surfen und auf dem riesigen labyrinthartigen Markt um Apfelpreise verhandeln. Der absolute Vorteil im Dschungel sind die frischen Bananen und Ananas, die man nach getaner Arbeit von der Farm holen kann! Solche sonnenverwöhnten Früchte, die SO frisch und saftig sind, hab ich hier in Deutschland noch nie gegessen!

Besonders gefallen hat mir auch meine Travelzeit. Ich habe zum Beispiel mit anderen Volunteers einen Wochenendausflug nach Machu Picchu gemacht, wo wir extra um vier Uhr aufgestanden sind, um Wayna Picchu zu besteigen! Von Taricaya aus bin ich außerdem zum Lago Titicaca und in die „weiße Stadt“ Arequipa gereist und es hat mich immer wieder beeindruckt, wie vielfältig Peru ist.

Abschließend kann ich sagen, dass sich meine Wünsche an die Reise erfüllt haben. Ich habe ein bisschen Spanisch gelernt, mein Englisch hat sich verbessert und ich habe Leute aus aller Welt kennen gelernt, sogar neue Freunde gewonnen. Und noch wichtiger, ich habe ein Land bereist, das mich begeistert hat, mit unglaublich vielfältigen Landschaften, einer einzigartigen Tierwelt, vielen Traditionen und tollen Menschen. Peru, das mir Erinnerungen gegeben hat, die für immer zu den schönsten meines Lebens gehören werden!

Wiebke Bode

Mehr zum Naturschutz in Peru

Mehr zum Naturschutz

Mehr zum Spanischkurs

Mehr zu Peru

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲