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"Abtauchen in Thailand"

Abends in Krabi, Thailand

Naturschutz in Thailand von Eugenia Reis

Das Abitur war bestanden, aber während alle Anderen bereits dem Studium entgegensahen war das Einzige, was ich wusste, dass ich herausfinden wollte, was die Welt noch abseits von westlichen Standards zu bieten hatte. Nach einiger Zeit stieß ich auf das Umwelt- und Naturschutzprojekt in Thailand, welches mir als eine optimale Wahl erschien.

Nach 21 Stunden Reise erreichte ich endlich Krabi. Das schwüle, drückende Klima, an das es sich noch zu gewöhnen galt, die vielen nagenden Gedanken, was die 2 Monate wohl bringen würden, und die schon am Flughafen gesammelten Eindrücke machten mich in der Kombination ziemlich platt. Ausgeschlafen sah die Welt am nächsten Morgen jedoch schon ganz anders aus und es sollte Stück für Stück besser werden.

Die anderen Freiwilligen waren alle super, jedoch bereitete mir das Englisch-Sprechen trotz mehrjährigem Schulenglisch einige anfängliche Probleme. Sich an den Akzent einer Person zu gewöhnen ist das eine; sich gleichzeitig an den Akzent von mehr als 12 anderen Freiwilligen sowie Projects Abroad- Mitarbeitern zu gewöhnen war etwas ganz anderes. Glücklicherweise waren aber alle sehr entspannt und wiederholten zur Not Dinge auch mal doppelt oder dreifach, was vieles erleichterte. Nach ein paar Tagen klickte es dann eh bei mir und das Sprachproblem war gegessen.

Auch zum Schwimmen sehr geeignet

Ein paar Tage nach meiner Ankunft begann der Tauchkurs, der eine andere Freiwillige, Tam, und mich für die Arbeit unter Wasser fit machen sollte. Oft wurde dann das nötige Wissen in den eigentlichen Tauchkurs eingebunden, wie z.B. das Erkennen von bestimmten Fischarten oder Korallen usw. Der Wechsel von Pool zu Ozean war dabei einfach so großartig, dass für die anfängliche Angst vor der nicht enden wollenden, neuen blauen Welt kein Platz war und durch pure Freude am Tauchen ersetzt wurde. Auch das erste Mal einen Hai nicht hinter einer Glasscheibe, sondern in freiem Lebensraum zu sehen, brannte sich wohl unwiderruflich positiv in mein Gedächtnis ein. Je länger und öfter ich unter Wasser und mit der Arbeit beschäftigt war, desto mehr wusste ich es zu schätzen, und allein der Gedanke, dies eine ganze Weile tun zu dürfen, war unglaublich. Ein Glücksfall war für mich noch fast schon am Ende der Projektzeit die neue Tauchlehrerin Guang kennen zu lernen, mit der ich mich am Besten verstand und die mich noch mal einen gewaltigen Schritt beim Tauchen nach vorne brachte.

Rückblickend ist es schon erstaunlich, wie schnell eine engere Freundschaft zu den anderen Freiwilligen entstand, und dass man das fast tägliche 24 Std.-Umgeben-Sein von Anderen nie als störend, sondern als bereichernd empfand. Das Haus, in dem wir wohnten, war die perfekte Mischung aus Freiwilligenunterkunft und Gastfamilie. Durch die familiäre Atmosphäre fühlte es sich so an, als hätte man schon immer dort gelebt und die vielen Abende auf der Veranda mit allen Leuten und den 3 (jetzt sicherlich 4) rumspringenden Kindern von Suwat (Projects Abroad) fehlen mir heute noch manchmal, wie ehrlich gesagt Vieles in Thailand.

Immer groß geschrieben wurde übrigens die Teamarbeit - egal ob beim Tauchen (Entfernen von Netzen, Monitoring), in den Mangrovenwäldern, oder beim Müll aufsammeln am Strand. Hierbei halfen uns nicht selten viele Einheimische(die dann selbst über die Menge an Müll erstaunt waren), und für ein bisschen Spaß war immer Zeit.

Freiwillige machen Pause

Etwas wirklich Besonderes während meines Aufenthalts war das "Thai Neujahr", bei welchem das ganze Land Kopf steht. In dem ab und zu im Haus stattfindenden Sprachkurs gab Sam (ein Mitarbeiter von Projects Abroad) uns auch einen kleinen kulturellen Einblick: Morgens wird das Fest traditionell in der Familie gefeiert, danach begeben sich alle auf die Straßen, jeder mit Wassereimern oder -pistolen ausgerüstet, und eine riesige Volks-Wasserschlacht beginnt. Mit dem Wasser segnet man eigentlich eine andere Person, allerdings haben die Leute das Fest mit der Zeit etwas abgewandelt... es war einfach großartig. An diesem Tag waren wir nicht nur geachtete Gäste des Landes, sondern gehörten einfach dazu. Eine Super-Erfahrung, welche die Verbundenheit zu dem Land nochmals stärkte.

Die beiden Monate in Thailand waren mit das Beste, was ich in meinem bisherigen Leben getan habe, und das ist nicht einfach floskelhaft dahergeschrieben. Jeder, der darüber nachdenkt, sollte nicht zögern und solche Sachen auch umsetzen - es gibt einfach so viel zu erleben und zu lernen, angefangen bei Dingen wie den dortigen Transportmitteln, dem Essen oder den Lebensstil bis hin zu sich selbst. In der Zeit habe ich mehr Selbstvertrauen gewonnen und bin selbstsicherer geworden, und konnte daher auch ohne Probleme noch nach Kambodscha reisen und ein paar Tage alleine in Bangkok verbringen, was ich zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte.

Einen weiteren Erfahrungsbericht zu diesem Projekt findest du hier

Eugenia Reis

Mehr zum Meeresbiologie - Projekt in Thailand

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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