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La experiencia cordobesa

argentinien-pferdetherapie-freiwillige

Pferdetherapie in Argentinien von Lena Nühnen

Mir war schon lange klar, dass ich nach meinem Abitur ins Ausland möchte. Am besten ganz weit weg von Zuhause, um einmal völlig abzuschalten und den Schulstress hinter mir lassen zu können. In kürzester Zeit wurde mir klar, was genau ich wollte: Spanisch, Pferde und Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln. Da kam das Pferdetherapie-Projekt von Projects Abroad genau richtig.

argentinien-pferdetherapie-veronica

Schnell nahm ich Kontakt zu Mitarbeitern in Córdoba auf. Beim Lesen der Emails aus Argentinien merkte ich, wie sehr ich mich schon auf mein neues Projekt freute. Natürlich hatte ich auch Ängste wegen eines fremden Landes, der neuen Arbeit, der Sprache und der Kultur. Doch diese Ängste sollten mir schnell genommen werden, sobald ich meinen Fuß auf das Gelände von Verónica setzte, der Leiterin des Pferdetherapie-Projektes. Sie hatte immer ein offenes Ohr für uns Freiwillige – besonders, wenn es uns einmal nicht so gut ging oder wir Heimweh hatten. Dann versuchte sie, uns aufzumuntern oder durch Arbeit abzulenken. Dies ist ihr auch immer wieder sehr gut geglückt!

argentinien-pferdetherapie-unterricht

Sie schenkte mir sofort ihr vollstes Vertrauen und schnell durfte ich mit all ihren Schützlingen direkt arbeiten. Nicht nur die Kinder, die unter einer geistigen oder körperlichen Behinderung litten, lernten von „Veró“, wie wir sie liebevoll nannten, sondern vor allem lernte ich von den Kindern. Rasch musste ich mich auf völlig neue Kommunikationsmöglichkeiten einlassen. Ich lernte, den Kindern von den Augen abzulesen und auf ihre Körpersprache und –haltung zu achten, da wir gerade zur Anfangszeit alle aneinander vorbeiredeten. Aber den kleinen Patienten war es egal, dass ich ihre Sprache nicht so gut rüberbringen konnte. Und Verónica nahm es immer mit Humor hin und unterstützte uns, indem sie uns die wichtigsten Vokabeln erklärte (mit Händen, Füßen oder Geräuschen) und uns ein Buch über die Einrichtung in die Hand drückte. Darin waren unsere Aufgaben beschrieben sowie die wichtigsten Vokabeln, die sich dann innerhalb kürzester Zeit in meinem Kopf festsetzten.

argentinien-pferdetherapie-truppe

Zu unseren Aufgaben gehörte, die Ställe auszumisten, die Pferde zu füttern oder zu putzen, mit den Kindern zu reiten und Reitunterricht zu geben. An einem Tag malten wir sogar ein großes schwarzes Pferd an eine Hauswand und hatten immer sehr viel Spaß dabei! So wurden wir schnell eine große Gruppe, die bei Problemen, die die Kinder oder uns betrafen, zusammenhielt und schnell nach einer Lösung suchte. Auch das gemeinsame Essen jeden Tag auf der Arbeit – z.B. frischgepflückte Erdbeeren von Verónicas Mann, frisches Brot mit selbstgemachter Marmelade, leckere Steaks etc. – stärkten unseren Zusammenhalt enorm.

Nicht nur ich lernte schnell, sondern auch die Kinder prägten sich im Nu unsere Namen ein, woher wir kamen und was unsere Geschichte war. Und bei jedem Abschied gab es ein Küsschen auf die Wange und ein Lächeln der Patienten. Abends, wenn ich in meinem Bett lag, fühlte ich mich gut und war mir sicher, warum ich diese Reise angetreten hatte: um über mich hinauszuwachsen. Am Ende meiner Reise wusste ich dann auch, dass ich dieses Ziel erreicht hatte!

Lena Nühnen

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