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„Wie Bolivien mein Leben veränderte!“

Bei der Arbeit

Physiotherapie – Praktikum in Bolivien von Anne Wandschneider

„Bolivien, ein Land, wo die Ursprünglichkeit noch existiert“. Dieser Satz steht auf der Internetseite der bolivianischen Botschaft. Genau das wollte ich und genau das bekam ich! Nach meinem Examen zur Physiotherapeutin wollte ich raus aus Deutschland. Irgendwo arbeiten, wo es ganz anders ist. Im Internet stieß ich auf Projects Abroad und knappe zwei Monate später war ich da: Cochabamba, Bolivien.

Schon als mich ein Mitglied von Projects Abroad vom Flughafen abholte und ich einen ersten Blick auf meine neue Heimat warf, hatte ich das Gefühl, „angekommen“ zu sein. Von diesem ersten Tag an habe ich mich in die Stadt, das Land und seine Leute (einen ganz besonders) verliebt.

Das bin ich mit meinem Mann

Bolivien ist zunächst ein Chaos - viel zu laut für unsere europäischen Ohren und alles ist anders. Aber genau in diesem Chaos liegt eine Ruhe, die man nicht beschreiben kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Gleich am zweiten Tag nach meiner Ankunft brachte mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad zu meinem zukünftigen Arbeitsplatz. Es war eine winzige Station für Verbrennungsverletzungen von Kindern („Quemados“) im Krankenhaus Viedma. 15 Kinder zwischen 1 und 16 Jahren tobten auf der Station herum, und waren ganz neugierig, mich kennen zu lernen. Bolivien ist eins der freundlichsten Länder die ich kenne. Die Menschen sind unheimlich offen und so verging keine Woche, und ich war auch in diesem Krankenhaus zu Hause. Ich kannte jedes Kind und jedes Kind wusste wo ich herkomme, was ich mit ihnen mache und warum ich blonde Haare habe. Auch die Mitarbeiter auf der Station waren sehr freundlich! Sie versuchten immer mein, anfangs noch sehr holpriges, Spanisch zu verstehen und mir somit das Leben so leicht wie möglich zu machen. Vor allem von den Kindern lernte ich: Wenn man will, kann man sich immer verständigen!

Die Zeit verging wie im Flug. Projects Abroad kümmerte sich um meinen Spanischunterricht und darum, dass auch sonst alles glatt lief. Sie konnten mir bei jeder Frage helfen. Meine Gastfamilie zeigte mir Cochabamba und ihre Umgebung, und wurde durch ihre Wärme und Herzlichkeit schnell zu meiner zweiten Familie. Außerdem erkundete ich mit meinen neuen Freunden - Volontäre von Projects Abroad und Einheimische, die ich über meine Familie und das Krankenhaus kennengelernt hatte - halb Bolivien.

Kinder der Quemados

Nach diesen drei wunderschönen Monaten bin ich einfach geblieben! Insgesamt fast ein Jahr. Ich konnte mich einfach noch nicht von den lieben Menschen dort trennen und es gab noch so viel zu tun. In dieser Zeit haben wir zusammen mit Projects Abroad, zwei weiteren Volontären und dem gesamten Team der „Quemados“ die Physiotherapie und Psychotherapie verlagert: Aus einem kleinen Raum neben der Station wurde eine ganze Halle. Mit Spendengeldern aus Deutschland konnten wir auch die Krankenhausausstattung etwas erneuern. Es war ein tolles Gefühl, wirklich etwas bewegen zu können.

Ich kann nur jedem empfehlen, diese Erfahrung einmal selbst zu machen! Was man braucht, ist nur ein kleines bisschen Mut und Begeisterungsfähigkeit. Wenn man sich einbringt und offen ist gegenüber Neuem, bekommt man so viel mehr zurück.

Für mich war es die beste Zeit meines bisherigen Lebens. Cochabamba ist meine zweite Heimat geworden und ich werde mit Sicherheit dorthin zurückkehren. Eins hab ich allerdings mitgenommen: Meinen jetzigen Mann Oscar Romero jr.!

Anne Wandschneider

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