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Talofa lava!

Physiotherapie auf Samoa von Anika Wübben

Anika mit ihren Schuelern

Zwischen dem Abschluss meines Bachelor- und dem Start meines Masterstudiums, fand sich der perfekte Zeitraum für mich, endlich mal raus in die weite Welt zu kommen. Ich beschloss, dass ich mit meinem Job als Physiotherapeutin sicher auch in andern Ländern helfen kann, in denen das Gesundheitssystem vielleicht nicht so gut etabliert ist, wie bei uns in Deutschland. Nach einiger Recherche im Internet stieß ich auf Projects Abroad. Schnell besuchte ich einen Infoabend in Hamburg, um mich genauer zu informieren. Nachdem ich anschließend per Mail geschildert hatte, was ich mir genau vorstellte, schlug mir eine Mitarbeiterin von Projects Abroad Samoa als Zielland vor. Sofort schmiss ich Google an, um mich über das Land zu informieren, von dem ich bislang kaum etwas gehört hatte. Und plötzlich ging alles super schnell. Anfang August saß ich im Flieger (um genau zu sein in 3 Fliegern) auf dem Weg Richtung Südsee. Dort angekommen wurde ich mit landestypischer Livemusik am Flughafen empfangen. Dieser Empfang stimmte mich perfekt auf das ein, was mich die nächsten 6 Wochen erwarten sollte:

Schüler spielen ein Spiel

Ich wurde in einer samoanischen Familie untergebracht, bei der auch 3 andere Freiwillige, die mit Projects Abroad auf Samoa waren, lebten. Meine Gastfamilie war unglaublich lieb und machte es mir leicht mich schnell in einem völlig fremden Land, mit einer komplett anderen Kultur, wohl zu fühlen. Die Samoaner sind sehr gastfreundliche, genügsame und gelassene Menschen, die übrigens fast alle Englisch sprechen können, sodass die Kommunikation meist ziemlich problemlos war. Was für mich als Deutsche zu Anfang eher gewöhnungsbedürftig war, ist die sehr relaxte und langsame Art, die dort häufig an den Tag gelegt wird. Ich, die es gewohnt war immer pünktlich am vereinbarten Treffpunkt zu stehen, musste zu Beginn lernen, dass eine halbe Stunde Verspätung in Samoa weder unhöflich noch ungewöhnlich ist.

Gruppenbild mit Freiwilligens

Meine Freiwilligenarbeit absolvierte ich in einer Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder. Die ersten Tage wohnte ich dem Unterricht bei, beobachtete die Schüler und überlegte mir, wem ich wohl am besten wie helfen könnte. Dann startete ich mit den „Personal Sessions“. Die Lehrer der Schule waren alle super hilfsbereit und freundlich, wenn ich mir einzelne Schüler zur Therapie aus dem Unterricht holte. Die Arbeit mit den Kindern machte mir riesigen Spaß, auch wenn ich immer mal wieder vor kleine persönliche Aufgaben gestellt wurde. So gab es zum Beispiel die sprachliche Barriere zu meistern, da die meisten Schüler kaum oder gar kein Englisch sprachen oder gar verstanden. Aber auch dieses kleine Problem ließ sich mit „Händen und Füßen“ lösen. Wenn zwischendurch Zeit blieb, half ich den Lehrern im Unterricht, wofür sie immer sehr dankbar waren. Einmal in der Woche, am „Sportsday“, bestand der Unterricht hauptsächlich aus sportlichen Wettbewerben und Spielen. An diesen Tagen half ich den Schülern, die körperlich besonders viel Unterstützung brauchten, damit sie ebenfalls die Möglichkeit bekamen an vielen der Aktivitäten teilzunehmen. In Samoa gibt es leider kaum Therapeuten, so wie wir sie kennen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass viele Freiwillige herkommen und ihre Unterstützung und Hilfe anbieten. Mir fiel es sehr schwer mich nach 6 Wochen von den Kindern und auch von den Lehrern zu verabschieden, die mir so ans Herz gewachsen sind und die mir so viel Freude und Dank für meine Arbeit zurückgegeben haben. An meinem letzten Tag in der Schule wurde ein großer „Farewell-Morning-Tea“ für mich veranstaltet, an dem die Schüler für mich gesungen und getanzt haben, Reden gehalten wurden und ich auch einige Abschiedsgeschenke bekam.

Freiwillige schnorcheln im Meer

In der Freizeit unternahm ich viel mit den anderen Freiwilligen oder meiner Gastfamilie. Einmal in der Woche gab es ein „Social“, das von 3 super lieben und hilfsbereiten Mitarbeitern von Projects Abroad Samoa organisiert wurde. Hier gingen wir zum Beispiel alle zusammen wandern, schwimmen oder picknicken. An den Wochenenden organisierten wir dann häufig selbst Touren mit einigen Freiwilligen. Wir mieteten uns Autos oder fuhren mit den bunten samoanischen Bussen und schauten uns das traumhaft schöne Land an.

Samoa ist zwar ein kleines Land, aber es gibt so viele tolle Orte zu entdecken, mit weißen Stränden, kristallklarem Wasser, einsamen Inseln, Wasserfällen, Klippen, bunten Märkten und und und…

Was mir übrigens neben den tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte (mit vielen habe ich auch jetzt, ein halbes Jahr später, noch regelmäßig Kontakt), besonders fehlt seitdem ich zurück in Deutschland bin, ist das saftige, leckere Obst und die tägliche frische Kokosnuss vom Markt, die man wohl nur im Pazifikraum in dieser Weise bekommt.

Anika Wübben

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