Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

Goldrichtig

thailand-ergotherapie-freiwillige

Ergotherapie in Thailand von Mareike Kesselheim

Ende Oktober meldete ich mich bei Projects Abroad an, um als Ergotherapeutin drei Monate in Thailand arbeiten zu können. Mich interessierte vor allem die fremde Kultur, die sich erheblich von der deutschen unterscheidet, wie mir in den ersten Tagen nach meiner Ankunft erst so richtig bewusst wurde.

thailand-ergotherapie-arbeit

Ich wurde bei einer sehr netten Gastfamilie untergebracht, die auf einer Insel lebte, nicht weit entfernt von meinem Arbeitsplatz. So startete ich meinen ersten Arbeitstag mit einer kurzen Fahrt im Longtailboot. Anschließend wurde ich von einem Motorbike-Taxi zu einem Zentrum für Kinder mit Behinderungen gebracht.

thailand-ergotherapie-spiele

Die Einrichtung wurde überwiegend von Kindern mit Down-Syndrom, Cerebral-Parese und Autismus besucht. Manche waren in Räumen untergebracht, die eher an Klassenräume erinnerten, andere durften den Tag in einem fast typischen Ergotherapie-Raum verbringen, in dem pädagogische sowie ergo- und physiotherapeutische Materialien zu finden waren. Dieser Raum sollte auch mein Arbeitsbereich für die nächsten drei Monate sein.

thailand-ergotherapie-ausflug

Anfangs war ich etwas überfordert von den vielen Kindern, der fremden Sprache und den unbekannten Gebräuchen und Regeln. Jeder Morgen startete mit der Nationalhymne von Thailand, es wurde gebetet und anschließend wurde ein Lied zu Ehren des Königs gesungen. Im Anschluss wurden dann im Hof Aufwärmübungen mit Musik veranstaltet, wonach alle Kinder und Mitarbeiter in ihre jeweiligen Räume gingen bzw. gebracht wurden. Um elf Uhr gab es dann draußen im Schatten Mittagessen, wobei erst die Kinder versorgt wurden und anschließend die Mitarbeiter aßen. Nachmittas wurden die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten abgeholt, und so konnten wir uns um unsere Berichte und das Dokumentieren kümmern.

Die fehlende Struktur war für mich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich machte mir einen eigenen Wochenplan und wenn ein Kind mal krank war, kümmerte ich mich eben um ein anderes, schrieb Berichte oder arbeitete an meinem eigenen Projekt weiter. Flexibilität ist hier sehr wichtig und sorgt gleichzeitig für genügend Abwechslung und für eine Menge Überraschungen! So wurde das Zentrum regelmäßig von Menschen oder auch ganzen Schulklassen besucht, die dringend benötigte Spenden an das Zentrum abgaben. Jeden letzten Freitag im Monat fand ein Strand-Tag statt, an dem sich das gesamte Zentrum in einem großen Bus in Richtung Strand aufmachte, um dort zu picknicken und das kühle Nass zu genießen. Dieser Tag war für die Kinder jedes Mal ein großes Ereignis und eine sehr wertvolle Erfahrung, die das Zentrum den Spendern zu verdanken hat.

Auch besuchte einmal im Monat ein Clown das Zentrum und unterhielt die Kinder mit Witzen, Luftballons, Getränken und Süßigkeiten. Freitags konnten wir zusammen mit zwei Mitarbeitern Kinder besuchen, die zu weit weg von der Einrichtung wohnten und deren Eltern sich den langen Weg nicht, oder nur sehr selten leisten konnten. Um neun Uhr morgens wurde ich mit einer anderen Freiwilligen von den Mitarbeitern in einem Tuk-Tuk quasi vor der Haustür abgeholt, und los ging es in die Dörfer. Die Fahrt durch die sehr ländliche und naturbelassene Gegend war für mich jedes Mal ein Ereignis, zumal ich dadurch der Kultur und dem thailändischen Leben noch einmal ein Stück näher kam. Die Menschen und die Familien, die wir hier trafen, waren freundlich und offen und freuten sich sehr über unseren Besuch.

Am Wochenende ging es meist mit den anderen Freiwilligen an den Strand, zu Inseln und Sehenswürdigkeiten, sodass mir eigentlich nie langweilig wurde und ich immer neue Eindrücke gewinnen konnte.

Ich war sehr glücklich mit meiner Entscheidung, für drei Monate in Thailand zu leben und zu arbeiten und war dann schon ein wenig traurig darüber, dass es bald zurück nach Hause ging. Auch die Entscheidung, dies mit Projects Abroad zu tun, war goldrichtig, da die Mitarbeiter immer ein offenes Ohr für mich hatten und sich für neue Ideen interessierten. Projects Abroad organisierte fast jedes Wochenende Ausflüge wie z. B. Klettern, Bungee-Jumping oder Kajaktouren, sodass ich viel vom Land zu sehen bekam und mit den anderen Freiwilligen zusammen die Freizeit genießen konnte.

Thailand wird mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben, und ich denke es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Land besuche.

Mareike Kesselheim

Mehr zu Physiotherapie / Ergotherapie

Mehr zu Thailand

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲