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"Wie ich Brautjungfer wurde"

Auf meinem Ausflug in Äthiopien

Unterrichten in Äthiopien von Lisa Jung (Luxemburg)

Meine Kinder und ich

Mein Name ist Lisa, ich komme aus Luxemburg und ich verbrachte vor Kurzem drei ein halb Monate in Äthiopien. Dort arbeitete ich in einem privaten Kindergarten, was mir sehr gut gefiel. Die Lehrkraft war super nett und ich fühlte mich gleich willkommen. Das Unterrichten bereitete mir sehr viel Spaß, genauso wie die Unterhaltungen mit den anderen Lehrern während den Pausen.

Es gab viel zu besichtigen

Meine Arbeit mit den Kindern war interessant. Die Schule war gut organisiert und die Kinder welche dort unterrichtet werden können von Glück sprechen, vergleicht man sie mit dem Großteil äthiopischer Schüler: Die tollen Unterrichtsmethoden waren hauptsächlich auf Ayantu, meine Vorgesetzte und Schulleiterin zurückzuführen. Sie hatte ständig innovative Ideen, was mich und die anderen Lehrer immerzu inspirierte. Besonders gut gefiel es mir, Ayantu bei der Gestaltung neuer Aktivitäten zu helfen. Ich malte beinahe täglich und entwickelte mich fast zu einem Künstler. Meine Lieblingsklassen waren die sogenannten "nurseries", dies sind die untersten Klassen im Kindergarten. Dort wurde größtenteils gesungen, gemalt, Geschichten erzählt und etwas unterrichtet (ABC, Zahlen,...). Hier war die Entwicklung der Kinder während meines dreimonatigen Aufenthalts klar zu erkennen, was natürlich eine tolle Bestätigung ist.

Der tollste Aspekt meines Äthiopienaufenthalts war meine Gastfamilie. Es war eine Großfamilie mit sieben "Kindern" zwischen 20 und 35 und sie nahmen mich von Anfang an als ein Familienmitglied auf. So fühlte ich mich auch gleich wie Zuhause. Besonders schätze ich meine Gastmutter. Sie ist eine starke und erstaunliche Frau und es war mir, als hätte ich eine zweite Mutter gefunden. Das Leben mit einer "normalen" Familie bringt einen näher an die äthiopische Gesellschaft. Ich konnte ihren Alltag miterleben, habe mit ihnen gekocht, gewaschen, eingekauft, ihre Probleme kennen gelernt, was meiner Meinung nach wichtig ist um etwas über ein Land zu lernen und die Leute zu verstehen. Ich habe mich in dieser Familie nie wie ein Gast, sondern immer wie einer von ihnen gefühlt.

Die Liebe, die sie mir entgegenbrachten, zeigte sich verstärkt, als eine der Töchter mich als eine ihrer Brautjungfern auswählte, nachdem sie mich gerade mal einen Monat kannte. Ihre Hochzeit fand am Tag meiner Abreise statt. Dadurch hatte ich einen erfreulichen, interessanten und arbeitsreichen letzten Tag. Schon Wochen vor der Hochzeit war das Haus voller Leute, Familienmitglieder aus dem ganzen Land kamen, um bei den Vorbereitungen zu helfen. Am Tag der Hochzeit trugen die beiden anderen Brautjungfern und ich das gleiche lila Kleid, welches wir ein paar Wochen zuvor ausgeliehen hatten. Am meisten beeindruckt hat mich an dem Tag die Menge an Fotos, die gemacht wurden. Am Ende waren wir müde vom Lächeln. Außerdem wurde die ganze Zeit über gefilmt. Ich bin sehr dankbar für diese spezielle und einzigartige Erfahrung.

Meine Reise am Ende meines Aufenthalt unternahm ich zum Teil auch mit meinen Gastschwestern. Es war ein schönes und interessantes Erlebnis auch mal außerhalb von Addis zu sein. Ich besuchte vor allem die touristischen Plätze, wie Lalibela, Gonder und Bahir Dar. Dort genoss ich die Ruhe und die Natur welche es in Addis nicht gab. Diese Städte waren alle sehr verschieden, sie haben ihren eigenen Charme und sind einen Besuch wert. Am Besten gefielen mir die "Blue Nile Falls" bei Bahir Dar, welche sehr imposant sind, aber auch die Stimmung in Lalibela ist außergewöhnlich.

Bisher habe ich keinen Moment meines Aufenthalts in Äthiopien vergessen. Ich verbrachte dort eine tolle, aufschlussreiche Zeit, und hoffentlich bietet sich mir irgendwann die Möglichkeit zurückzukehren, um noch mehr von diesem wundervollen Land zu sehen.

Es ist jetzt ein Jahr her dass ich mich auf die Reise nach Äthiopien machte. Ich habe noch regelmäßig telefonischen Kontakt zu meiner Gastfamilie und sie freuen sich jedes Mal, wenn ich anrufe.

Mehr zum Unterrichten in Äthiopien.

Lisa Jung

Weiteres zum Unterrichten.

Mehr zu Äthiopien.

Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

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