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„Instrumente werden aus den verschiedensten Materialien gebastelt“

Sozialarbeit Argentinien Dennis

Dennis Z.– Sozialarbeit und Musikerziehung in Argentinien

Von September bis Dezember 2009 habe ich eine unvergessliche Zeit in Südamerika verbracht, wobei ich den Schwerpunkt meiner Reise auf das von Projects Abroad organisierte „Care-Program“ in Argentinien, genauer gesagt in Cordoba, gelegt habe. Zwei Monate lang habe ich in verschieden Institutionen gearbeitet, die sich allesamt um Kinder kümmern, welche in ihrem bisherigen Leben sehr wenig von der Sonnenseite kosten konnten. Nachdem ich mein Musikstudium in London absolviert hatte, wollte ich gern etwas völlig neues kennenlernen und ausprobieren. In so vielerlei Hinsicht hat mich das Kapitel „Südamerika“ bereichert und reifen lassen. Angefangen von den vielen Kulturen, Traditionen und Sitten, mit denen ich konfrontiert wurde, bis hin zu den erstaunlichsten Naturwundern, die mit bis dahin unbekannten Farben und Formen meine Augen verzauberten.

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Entscheidend waren vor allem Erfahrungen, die ich während meiner Arbeit in insgesamt vier Institutionen gesammelt habe. Es ging auf der einen Seite wahnsinnig schnell, einen guten Draht zu den Kindern aufzubauen. Das liegt hauptsächlich daran, dass jeder der Freiwilligen wie ein Engel in den Augen der Kinder gesehen wird. Ein Engel, der zwar keine eingehüllten Geschenke mitbringt, der aber ein wenig Zeit übrig hat, um sich ihre Geschichten, Fragen und Sorgen anzuhören, um mit ihnen zu spielen, zu malen, oder zu lernen. Auf der anderen Seite benötigte es einige Zeit, bis ich mit entsprechendem Bewusstsein realisiert habe, mit welchen Schicksalen ich teilweise konfrontiert wurde. So gabe es Kinder, die kerngesund auf die Welt kamen und jetzt im Waisen - oder Krankenhaus liegen, weil sie nach einer Erkrankung nicht die notwendige Umgebung um sich hatten, die ihnen zur Genesung verholfen hätte. Nichtsdestotrotz sind es Kinder, die ebenso wie wir lachen, weinen, strahlen und lieben können. Auch das war eine unglaubliche und erkenntnisreiche Erfahrung. Sie sprechen zwar zum Teil ihre eigene Sprache, aber mit etwas Mut und Geduld kann man wunderbar mit ihnen kommunizieren. Mir wurde verdeutlicht, wie wichtig es ist, jeden Menschen auf die selbe Art und Weise zu schätzen und zu lieben.

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Als Künstler habe ich eine große Vorliebe für Kultur und Kunst aller Arten, wobei die Musik bei mir natürlich die erste Geige spielt. Es war mein inneres Bedürfnis und eines der Hauptbeweggründe für meine Reise, diese universelle Sprache von Tönen zu teilen; und so konnte ich eindrucksvolle Erfahrungen als Pianist bei einem Kinderchor in Cordoba gewinnen. Schon beim ersten Betreten des "Casa de la Cultura“ spürte ich eine angenehme Atmosphäre, die von Harmonie und Rhythmus geprägt wurde. Das Haus bietet ausschließlich Kurse für Kinder an, die sich mit Musik, Theater und Kunst befassen. Durch meine langjährige Erfahrung mit Musikschulen und Musikkursen, erstaunte es mich umso mehr, wie differenziert vor allem das Equipment, aber auch die Erwartungen im Vergleich zur westlichen Welt waren. Angefangen davon, dass es kein Geld für hochwertige Instrumente gibt, kommen die Kinder auch mit viel weniger Grundkenntnissen zur Klasse. Das liegt hauptsächlich daran, dass Musik nur einen winzig kleinen „Platz“ im schulischen Lehrsystem hat. Dafür zeigt die Kreativität in manchen Bereichen keine Grenzen, denn Instrumente werden aus den verschiedensten Materialien gebastelt: von Ästen und Baumrinden bis hin zu den Plastikschalen von Überraschungseiern.

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Die zwei Monate ein Cordoba vergingen wahnsinnig schnell, und dennoch unglaublich erfahrungsreich, spannend, aufregend und alles in allem einfach toll! Jetzt hatte ich noch einen guten Monat, um die Vielseitigkeit Argentiniens kennenzulernen. Ich reiste unter anderem nach Buenos Aires, zu den unvergleichlichen Wasserfällen von Iguazu (definitiv ein Highlight!!), zu einer Pinguin-Insel in Purto Madryn, bei der man auch Wale-Watching betreiben kann, und nach Calafate, wo man auf Eisbergen wandern kann. Mein allerletztes Ziel in Südamerika war Peru. Dort konnte ich dann noch einmal in eine völlig neue Welt tauchen. Heute, kapp 10 Monate später, spüre ich noch sehr oft den Wind Südamerikas, freue mich immer wieder, mein neugelerntes Spanisch anzuwenden und kann es kaum abwarten, weitere Schätze dieser einzigartigen Region zu erkunden.

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