Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

„Ich habe Argentinien so lieb gewonnen, dass ich unbedingt zurückkommen möchte!“

argentinien-sozialarbeit-freiwillige-mit-kindern

Sozialarbeit in Argentinien von Elisa Ottmann

Eine Freundin war Frühjahr letzten Jahres mit Projects Abroad in Südamerika und hat mir sehr viel Aufregendes über ihre Zeit dort erzählt, besonders von Argentinien war sie begeistert, von der südamerikanischen Mentalität und den beeindruckenden Reisen, die sie unternommen hat. Ohne gut Spanisch sprechen zu können und ganz alleine kam ich im Januar voller Aufregung nach einer langen Reise in Cordoba an. Am Flughafen wurde ich herzlich von Victoria empfangen, einer Mitarbeiterin von Projects Abroad, die mich zu meiner Gastfamilie begleitet hat.

Meine Gastmutter hat es mir von Anfang an leicht gemacht, mich in der neuen Umgebung wohl zu fühlen. Durch ihre unkomplizierte und liebevolle Art habe ich mich schnell im neuen Zuhause zurecht gefunden; sobald mein Spanisch besser wurde, konnten wir interessante Gespräche über alles Mögliche führen. Mit dem Gastbruder habe ich mich auch sehr gut verstanden, es war schön, mal einen älteren Bruder zu haben; ich bin zuhause die Älteste von 5 Kindern!

argentinien-sozialarbeit-salzsee

Als ich das erste Mal nach Copa de Leche, zu meinem Projekt, gekommen bin, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Zusammen mit Candelaria, der Betreuerin dieses Projekts, bin ich in der Kindertagesstätte angekommen, einem Haus für Kinder, die in einer sehr armen Gegend wohnen. Anfangs war ich erschrocken über die schlimmen Zustände der Wohngegend, es lag Müll rum, die Häuser wirkten trostlos und einige waren heruntergekommen. Doch trotz meiner mageren Sprachkenntnisse habe ich relativ schnell einen Zugang zu den Kindern gefunden, gleich am ersten Tag haben sie mir ein Ballspiel beigebracht und sich darüber lustig gemacht, dass ich immer alles falsch gemacht habe. Irgendwann habe ich das Spiel zum Glück verstanden!

Zu meinen Aufgaben zählte es, mit den Kindern zu spielen, zu basteln und zu malen. Den Kindern hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, in einem Einkaufswagen den Weg zum Haus hoch und runter gefahren zu werden, je schneller, desto besser. Wir Freiwilligen wurden auch öfters von ihnen mit viel Geschrei den kleinen Berg herunter gerollt. Manchmal haben wir besondere Aktivitäten organisiert wie zum Beispiel Masken in der Karnevalszeit, das hat allen viel Spaß gemacht. Manche der Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und es war schade, sich nach den 2 Monaten von ihnen verabschieden zu müssen. Ich wurde jeden Tag so herzlich von ihnen empfangen- mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht sind immer ein paar auf uns Freiwillige zugelaufen und haben uns ein Küsschen auf die Wange gegeben, sogar einige Jungs!

argentinien-sozialarbeit-freiwillige

Am Wochenende bin ich manchmal mit anderen Freiwilligen verreist, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Argentinien hat ein gut ausgebautes Busnetz und man kann gut das Land erkunden; es gibt viele beeindruckende Orte! Ich war in Mendoza, einer idyllischen Stadt in der Nähe der Anden. Wir haben die Stadt besichtigt, waren auf der chilenischen Seite der Anden und waren raften in einem reißenden Fluss. Ein anderes Mal sind wir ganz in den Norden gereist, nach Salta und Jujuy. Dort haben wir an einer Tour durch die Wüste teilgenommen und haben einen Salzsee gesehen. Die Landschaft war einfach überwältigend! Am Ende meiner Zeit in Argentinien war ich noch eine Woche in Buenos Aires, wo ich Frances wieder getroffen habe. Wir hatten einen Monat lang zusammen in Copa de Leche gearbeitet. Die Hauptstadt Argentiniens ist riesig und voller Menschen, es gibt sehr viele interessante Gebäude zu besichtigen wie zum Beispiel den Kongress, das Theatro Colon oder die Casa Rosada. Die Stadt liegt genau am Hafen und man kann auch mal für einen Tag nach Colonia in Uruguay fahren, was eine schöne Abwechslung ist zum hektischen Großstadtleben in BA.

argentinien-sozialarbeit-projekt2

Besonders die von Projects Abroad organisierten „Socials“ haben mir gut gefallen. So waren wir zum Beispiel in den Sierras von Cordoba Reiten oder hatten ein Abendessen mit selbstgemachten Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern der Freiwilligen. Durch die „Socials“ konnte man die anderen Freiwilligen kennen lernen; viele waren in der gleichen Situation wie ich, also zwischen Schule und Studium. Es war sehr spannend über die verschieden Zukunftspläne zu sprechen, aber auch sich mit älteren Freiwilligen zu unterhalten und deren Lebenserfahrungen zu hören.

Cordoba ist eine große Stadt, in der viele Studenten leben, mit vielen Cafes und Restaurants in der Innenstadt. Abends sind wir oft weggegangen und haben Einheimische kennengelernt. Die Menschen in Argentinien sind stets offen und freundlich, was mir sehr gefallen hat. Sogar die Busfahrer begrüßen einen mit einem netten „Hola!“.

Die 2 Monate in Argentinien waren einfach einmalig! Ich habe so wahnsinnig viel dort erlebt wie noch nie zuvor. Durch die Arbeit mit den Kindern habe ich viel gelernt, zum Beispiel mehr aus mir rauszukommen, geduldiger und nicht nachtragend zu sein und vor allem selbstbewusster zu sein. Auch beruflich hat mich die Zeit in Argentinien weitergebracht- mir ist klar geworden, dass ich später unbedingt einen sozialen Beruf ausüben möchte. Mit manchen anderen Freiwilligen bin ich noch immer in Kontakt und werde sie sicher irgendwann wiedersehen! Ich habe Argentinien so liebgewonnen, dass ich unbedingt zurückkommen möchte, um meine Gastfamilie zu besuchen und auch um die Orte zu sehen, die ich noch nicht besucht habe. Mein Spanisch will ich auch unbedingt weiter verbessern!

Elisa Ottmann

Mehr zur Sozialarbeit in Argentinien

Mehr zu Sozialarbeit

Mehr zu Argentinien

Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲