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Meine unvergessliche Zeit in Bolivien

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Sozialarbeit, Musik-Projekt und Physiotherapie-Praktikum in Bolivien von Daniela Marti aus Zürich (Schweiz)

Schon seit längerer Zeit hatte ich diesen Gedanken im Kopf, dass ich gerne einmal einen Sozialeinsatz in einem lateinamerikanischen Land leisten würde, denn ich wollte die spanische Sprache besser erlernen und auch einmal eine ganz andere Kultur kennenlernen. Eine Freundin erzählte mir von Projects Abroad, worauf ich gleich die Homepage aufsuchte.

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Nach kurzer Zeit stieß ich auf Bolivien, denn zwei der Projekte, die in diesem Land angeboten wurden, interessierten mich ganz besonders: Musik - Therapie mit blinden Kindern und ein Physiotherapie - Praktikum, das in einem Heim für behinderte Kinder absolviert werden konnte. Kurzerhand meldete ich mich an und schon bald war ich, ein wenig nervös, aber auch sehr gespannt, auf dem Weg nach Südamerika!

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Da fingen vier unglaublich schöne Monate an. Ich startete gleich am ersten Tag mit dem Musik - Projekt und war von Anfang an begeistert von der Arbeit mit den blinden Kindern! Es war so erstaunlich, wie gut sie sich trotz ihrer Sehbehinderung zurechtfanden. Doch damit nicht genug – viele von ihnen waren auch äußerst begabt im Singen und im Spielen von Musikinstrumenten! Da ich selbst sehr gerne singe und Gitarre und Klavier spiele, war es für mich eine sehr interessante und wertvolle Erfahrung, mit den blinden Kindern zusammen zu musizieren und ihnen neue Dinge beizubringen.

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Ich erklärte ihnen immer genau, welchen Ton sie spielen müssen und wo auf dem Instrument dieser liegt. Ich konnte es nicht einfach kurz vorzeigen wie bei Kindern, die sehen können und es dann einfach nachmachen. Auch die Liedtexte mussten sie meistens auswendig lernen – oder aber ich schrieb sie ihnen in der Blindenschrift auf, die ich schon in den ersten Tagen meines Aufenthalts lernte. Dies machte mir großen Spaß, ich lernte sogar, diese Schrift nur durch Tasten zu lesen!

Außerdem fand ich es immer spannend, zu sehen, wie sich die Kinder im Schulhaus fortbewegten, ganz selbstverständlich und ohne irgendwo anzustoßen. Um einmal selber zu erfahren, wie es sich anfühlt, gar nichts zu sehen, verbrachte ich einen Tag in der Schule mit verbundenen Augen: gar nicht so einfach – aber die Kinder halfen mir sehr gut und führten mich überall herum, und nur einmal stieß ich mir den Kopf an einer Wand.

Nach zwei Monaten startete ich dann mit dem Physiotherapie - Praktikum. Dieses absolvierte ich in einem Waisenhaus für körperlich und geistig behinderte Kinder. Die tollen Kinder machten meinen Aufenthalt definitiv noch schöner und ich kann jedem, der sich für einen Sozialeinsatz interessiert, nur empfehlen, mit behinderten Kindern zu arbeiten. Es ist eine sehr wertvolle Erfahrung! Nun will ich euch erzählen, wieso.

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Lachende Gesichter, abwechslungsreiche Tage, verschiedene Aktivitäten organisieren, Umarmungen und Küsse bekommen, laut herauslachen – um nur einige Gründe zu erwähnen, wieso ich meine Arbeit im Waisenhaus so sehr mochte. Jeder Tag war anders, und jeden Tag freute ich mich darauf, zur Arbeit zu gehen. Den Kindern gefiel es, bei verschiedenen Sachen mitzumachen wie Malen, verschiedene Spiele spielen, Basteln, in den Park gehen, verschiedene Sportarten ausprobieren… Einmal konnten wir sogar zusammen ins Kino gehen! Dies war ein sehr schöner Tag und ich hatte bestimmt mindestens so viel Spaß wie die Kinder.

Was ich natürlich besonders interessant fand, war den Physiotherapeuten des Waisenhauses bei der Arbeit zu helfen. Sie zeigten mir viele Übungen, die ich mit verschiedenen Kindern machen konnte und erklärten mir viel über ihre Behinderungen. So konnte ich sogar noch einiges Neues lernen! Am besten gefiel mir, einfach Zeit mit den Kindern zu verbringen und sie glücklich zu sehen. Ich fand es wirklich toll, dass ich in diesem Praktikum so viele Freiheiten hatte und es schlussendlich nicht nur ein Physiotherapie-Praktikum war, da ich auch bei ganz vielen anderen Tätigkeiten mitwirken konnte.

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Mit behinderten Kindern zu arbeiten, ist sehr interessant und aufregend. Ich finde, an keinem anderen Ort findet man so viele Individuen, komplett verschieden voneinander und alle auf ihre eigene Art besonders. Es war immer wunderbar, kleine Verbesserungen zu sehen, auch wenn es nur Schuhe alleine anziehen oder ein Armband machen war. Die Kinder halten dich immer auf Trab und bringen dich zum Lachen, langweilig wird es definitiv nie!

Ein Erlebnis, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, passierte eines Morgens, als ich am Eingang des Waisenhauses ankam. Wie immer schaute ich durch das kleine Fenster in der Tür, um die Kinder zu begrüßen und ein kleiner Junge, mit dem ich in den letzten Tagen oft gearbeitet hatte, begann lachend herumzuhüpfen und rief: „Juhu, Danielaaa, Daniela ist da!“, als er mich erkannte. Das zu sehen, machte mich so glücklich und dankbar und zeigte mir, wie sehr meine Arbeit im Waisenhaus geschätzt wurde.

Natürlich fiel es mir auch entsprechend schwer, all diese tollen Kinder wieder zu verlassen nach vier Monaten. Ich bin mir aber sicher, dass ich eines Tages nach Bolivien zurückkehren werde, um sie wiederzusehen, und hoffe, dass in der Zwischenzeit viele andere Freiwillige dorthin reisen, um in den Schulen und Waisenhäusern mitzuarbeiten!

Daniela Marti

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