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Ein Abenteuer in Costa Rica? – Claro que sí!

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Sozialarbeit in Costa Rica von Nora Jauer

Ich bin Nora, 19 Jahre alt, und bin nach dem Abi für fünf Monate mit Projects Abroad nach Costa Rica gegangen. Heute kann ich sagen, dass das die beste Entscheidung überhaupt war!

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Direkt am Flughafen in San José wurde ich von einem Mitarbeiter abgeholt und zum Hotel gebracht. Da es schon abends war, ging es erst am nächsten Morgen mit dem Bus nach Liberia weiter. Zu diesem Zeitpunkt sprach ich kein Wort Spanisch und war heilfroh, dass das Abholen und zum Busbahnhofbringen perfekt klappte. Nach 4-stündiger Busfahrt wurde ich in Liberia direkt zu meiner Gastfamilie gebracht. Nachdem wir uns begrüßt hatten und mir mein Zimmer gezeigt wurde, ging es direkt auf einen Stadtrundgang mit einem der Projects Abroad Mitarbeiter.

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Zu meiner neuen Familie für die folgenden Monate gehörten meine Gastmutter und ihre zwei Söhne, sowie viele weitere Verwandte, die sehr oft in den unterschiedlichsten Konstellationen auftauchten und mir immer sehr freundlich, interessiert und äußerst herzlich begegneten. Um mein Wohl war die Familie stets bemüht, man nahm mich auf Ausflüge mit und brachte mir viel Vertrauen und Freiraum entgegen. Auch wenn ich mal später nach Hause kam, stand immer noch Essen für mich in der Küche. Man bezog mich in die Gespräche ein, und alle waren redlich bemüht, meine Spanisch-Kenntnisse zu verbessern. Innerhalb der fünf Monate sind meine Gastgeber zu meiner richtigen Familie in Costa Rica geworden, so dass mir der Abschied mehr als schwer fiel! Einige Wochen wohnte noch ein anderer Freiwilliger in meiner Familie. Vor allem zu Beginn war das eine große Hilfe.

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Ich arbeitete bei einer Tagesmutter, wie man in Deutschland sagen würde. Doña Miriam passt täglich auf 10 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren auf – und zwar mehr oder weniger in ihrem Wohnzimmer. Ich half ihr, indem ich mit den Kindern spielte und mit ihnen bastelte oder malte, während sie kochte. Ich wusch Hände, führte das mittägliche Zähneputzen ein und war für jedes Kind da. Ich hörte ihnen in aller Ruhe zu, wobei ich nach und nach immer mehr von dem verstand, was die Kleinen mir dringlichst mitzuteilen hatten, denn von Beginn an gingen die Kinder auf mich zu und quatschten auf mich ein, egal ob ich Spanisch konnte oder nicht. Und das war toll!

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Die Kinder kamen aus ärmlichen und schwierigen Familienverhältnissen. Es war unvorstellbar, was einige von ihnen durchmachen müssen. Zu sehen, wie die Kleinen mir nun mehr und mehr vertrauen, zu mir kamen, weil sie wissen, dass ich da war, zuhörte, mitspielte und hoffentlich für Gerechtigkeit sorgen würde, war ein unglaublich schönes Gefühl! Es war erstaunlich, wie diese Kinder, egal wie ihre Situation zuhause war, trotz allem immer noch lachen und so fröhlich sein konnten.

Wie anfangs erwähnt, sprach ich bei meiner Ankunft kein Wort Spanisch. Deshalb nahm ich 30 Stunden Sprachkurs. Um einen Zugang zur Sprache zu bekommen, war das sehr hilfreich! Da man sich mit den anderen Freiwilligen überwiegend auf Englisch verständigt, verbesserte sich auch mein Englisch sehr – ein schöner Nebeneffekt.

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Liberia ist eine überschaubare Stadt. Alles ist mehr oder weniger zu Fuß zu erreichen, und es gibt genügend Auswahl an Supermärkten, Banken, Restaurants, Bars und vor allem zwei zentrale Busbahnhöfe, von denen aus man gut überall ins Umland kommt. Beispielsweise fährt man nur 30 Minuten zum nächsten wirklich schönen Pazifik-Strand!

Auch wenn Liberia gut zum Wohnen ist, gibt es eine Menge andere schöne Orte in Costa Rica, und so bin ich fast jedes Wochenende mit anderen Freiwilligen herumgereist. Ob an Strände in die Umgebung, zum „Zip-Lining“ (Man klinkt sich per Karabiner in ein Rollensystem ein, das an einem Stahlseil befestigt ist, und braust dann bergab durch die Luft) nach Monteverde, zur Schildkröten-Tour nach Tamarindo, zum Surfen an den Strand Samara oder an die Karibikküste – ich hatte immer eine tolle Zeit und habe viel vom Land gesehen. Egal wo ich hinkam, überall wurde mir freundlich und aufgeschlossen begegnet. Alle waren äußerst gastfreundlich und freuten sich immer über Besucher.

Besonders ans Herz lege ich euch auch, nach Granada ins Nachbarland Nicaragua zu reisen – eine sehr schöne und bunte Stadt! Und lernt das Tanzen von Salsa, Cha-Cha-Cha, Merengue usw. in der Tanzschule von Liberia! Die Stunden bringen viel Spaß und darüber hinaus Kontakt zu Einheimischen.

Ich hatte eine ganz fantastische Zeit in Costa Rica, in der ich viel Spannendes erleben durfte, eine Menge gelernt habe und vor allem Freunde aus aller Welt fürs Leben gefunden habe. Wer bereit ist, sich auf Neues einzulassen und anzupassen, ohne täglich sein deutsches Brötchen zu vermissen, dem kann ich nur empfehlen, sich auch auf dieses Abenteuer zu wagen! Viel Spaß und Erfolg dabei!

Nora Jauer

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