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Die beste Zeit meines Lebens Die beste Zeit meines Lebens

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Sozialarbeit in Costa Rica von Robin Schiffler

Ich bin Robin, 18 Jahre und war drei Monate mit Projects Abroad in Costa Rica. Im Rückblick sehe ich meine Zeit dort als die bisher beste Zeit meines Lebens an und will eigentlich nur wieder zurück.

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Als ich in San Jose landete, war es sehr warm und drückend. Der Fahrer, der mich abholte, redete auf mich ein wie ein Wasserfall, da ich anscheinend den Eindruck gemacht hatte, dass ich fließend Spanisch sprechen könnte. Als ich am nächsten Tag nach einer Übernachtung im Hotel und vier Stunden Busfahrt endlich in Liberia ankam, erschlug mich die Hitze. Ich war von Mitte September bis Mitte Dezember dort, und trotz der Regenzeit war ich beinahe jedes Wochenende am Strand.

Nachdem mir ein Projects Abroad Mitarbeiter das Städtchen Liberia gezeigt hatte, wurde ich zu meiner Gastfamilie gebracht. Liberia liegt in der Provinz Guanacaste im Nordwesten Costa Ricas. Als Provinzhauptstadt ist es ein vergleichsweiße großes Städtchen mit ca. 25 000 Einwohnern. Es lässt sich dort gut leben, der nächstgelegene schönste Strand heißt Playa Hermosa und ist mit dem Bus innerhalb von 50 Minuten super zu erreichen.

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Meine Gastfamilie, bestehend aus einem älterem Ehepaar und zwei Hunden, empfing mich herzlich, und ich bekam zunächst ein Festmahl mit Reis und Bohnen, zwei grundlegende Bestandteile der Essenskultur der „Ticos“ (Costa Ricaner). Mit mir in der Familie lebte außerdem noch eine dänische Freiwillige, so dass ich direkt am ersten Tag schon eine andere Freiwillige kennenlernte. Meine Gastfamilie war sehr entspannt, ich konnte auch mal später nach Hause kommen, ohne dass dies ein Problem war. Auch die Befürchtung, dass sich meine Gasteltern vernachlässigt fühlen würden, wenn ich beinahe jedes Wochenende quer durchs Land reiste, war total unbegründet – im Gegenteil: sie gaben mir hervorragende Tipps für meine Reisen!

Doch zunächst zu meinem Projekt: Ich unterrichtete Englisch in der ersten und zweiten Klasse mit einer Lehrerin zusammen an einer Grundschule, und es hat wirklich Spaß gemacht. Zugegeben war es nicht immer leicht, als frisch gebackener Abiturient auf einmal 30 Kinder unter Kontrolle zu haben, aber meine Lehrerin unterstützte mich immer, und die Kinder waren sehr an uns Freiwilligen interessiert. Ich hatte immer wieder mit neuen Klassen und Kindern zu tun, die oftmals bereits sehr bewegende und interessante Lebensgeschichten hatten. Das war sehr bereichernd.

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Zum Unterricht kann ich sagen, dass man so viel bekommt, wie man reinsteckt. Wenn man sich wirklich engagiert und mit Übungen oder Spielen in den Unterricht kommt, dann macht es den Kindern und einem selber sehr viel Spaß. Während meiner letzten fünf Wochen unterrichtete ich sogar zwei Tage in der Woche an einer Universität, was ein starker Kontrast zur Grundschule war, und mir weitere interessante Einblicke gab.

Sehr spannend war natürlich auch das Reisen und Entdecken. So ging es für mich oft zu meinem „Hausstrand“ Playa Hermosa, dem schönsten Strand in der Nähe von Liberia. Außerdem unternahmen wir am Wochenende oft interessante Ausflüge. So waren wir mit zehn Freiwilligen in Granada in Nicaragua. Von dort sind wir zum See Laguna de Apoyo und zum Vulkan Masaya gefahren. Das waren zwei sehr empfehlenswerte Ausflüge in Nicaragua, dessen Grenze zu Costa Rica nur eine Stunde Busfahrt von Liberia entfernt ist.

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In Costa Rica sollte man in jedem Fall zum Rio Celeste fahren. Ein Ausflug in den Nationalpark Rincon de la Vjeja in der Nähe von Liberia ist auch sehr schön. Zwei Klassiker sind der Manuel Antonio Nationalpark im Süden an der Pazifikseite und der Nationalpark Monteverde, wo ich zum Beispiel „Zip-Lining“ im Regenwald gemacht habe (man klinkt sich per Karabiner in ein Rollensystem ein, das an einem Stahlseil befestigt ist, und braust dann bergab durch die Luft) und den höchsten Bungee-Jump Lateinamerikas gewagt habe. Neben vielen anderen Pazifikständen wie Playa Samara (gut zum Surfen), Playa Jaco oder Playa Tamarindo sollte man auf jeden Fall den Flair der Karibikküste erleben und nach Puerto Vjejo de Talamanca gehen.

Das Reisen in Costa Rica macht sehr viel Spaß, die Natur ist atemberaubend, die Busse sind meist relativ zuverlässig und die Entfernungen nicht allzu lang. Hostels gibt es fast in jedem Ort und für 10 US-Dollar die Nacht bekommt man oft eine Menge geboten. Für mich war Costa Rica die beste Entscheidung meines Lebens, ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und einen Ort auf dieser Erde gefunden, wo ich bestimmt noch einige Zeit meines Lebens verbringen werde. Die Leichtigkeit, das Entspannte, das Klima, die Natur und die Lebenseinstellung faszinieren mich bis heute und rufen in mir das Bedürfnis hervor, wieder zurückzugehen.

In diesem Sinne: Pura vida mae!

Robin Schiffler

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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