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Das Fidschiparadies

Sozialarbeit auf den Fidschi – Inseln von I. Erdmann

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In Nadi angekommen, wurde ich von Oripa, einer Mitarbeiterin von Projects Abroad, abgeholt und zu meiner Gastfamilie gefahren. Diese wohnte in Nadi Town, für fidschianische Verhältnisse eine Großstadt! Hier geht eigentlich nichts seinen geregelten Gang. Busse kommen, wann sie wollen, frei nach dem Motto: „It’s Fiji Time.“ Die Menschen, die ich traf, waren äußerst herzlich und hilfsbereit. Überall wurde ich mit einem freundlichen „Bula“ begrüßt, eingeladen zu Essen, Festen und zu Familien. Ich war mit einer Lehrerin in der Kirche (Gospelgottesdienst, sehr lohnenswert und beeindruckend!) und wurde danach in der Familie von ihren Freunden wie ein Ehrengast behandelt.

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Während der ersten Wochen arbeitete ich im Kindergarten „Jack and Jill“ in einer Gruppe von 38 Kindern. Der Kindergarten war gut ausgestattet, die Kinder wurden sehr liebevoll behandelt und hatten viele Freiheiten. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die Kinder zu beaufsichtigen, mit ihnen zu spielen, zu basteln und das Mittagessen vorzubereiten. Oft brachte ich selbst Bastelvorschläge mit oder Ideen, was man schönes zusammen malen könnte. Ansonsten lasen wir oft zusammen Märchen vor oder brachten den Kindern einen weiteren Buchstaben des ABC bei.

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Nicht nur die Kinder, sondern auch die Kindergärtnerinnen nahmen mich sehr herzlich auf. Zweimal im Jahr war ein Ausflug mit allen Eltern geplant. Auch ich wurde herzlich eingeladen. Morgens standen dann vor dem Kindergarten zwei Busse, in die sich alle Eltern, Kinder und Erzieher hineindrängten, um in den eine Stunde entfernten Zoo zu fahren. Dieser Ausflug war wirklich eine sehr gute Erfahrung, weil ich die Eltern der Kinder kennenlernen konnte, die mich im Laufe der Gespräche zu sich nach Hause einluden, eine Menge über Deutschland und Europa wissen wollten und mir viel von ihren Lebensumständen, Ansichten über die Fidschi-Inseln, ihre Familien und Kinder erzählten.

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Während meiner letzten zwei Wochen waren Schulferien, und wir richteten für die Kinder in der „Airport School“ eine „Sommerschule“ ein, in der sich die Kinder zwischen „Arts and Craft“, „Dancing“ und „Singing“ entscheiden konnten. Nach dem morgendlichen Gebet und einem Lied, das extra für die Sommerschule geschrieben worden war, fand nach den Angeboten in den jeweiligen Gruppen noch eine Sportstunde statt. Am Ende der Schulferien organisierten alle Freiwilligen ein Abschlussfest, in denen das Gelernte den stolzen Eltern präsentiert wurde.

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Gerade dieses Zusammenspiel von der Arbeit im Kindergarten und der Summerschool hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich sowohl mit jüngeren Kindern als auch mit Schulkindern beschäftigen konnte. Während es im Kindergarten eher auf die Bewältigung des Alltags und die Beaufsichtigung der Kinder ankam, baute ich zu den Schulkindern eher ein persönliches Verhältnis auf, weil diese mir viel von ihrem eigenen Leben und ihren Wünschen und Träumen erzählten.

Hilfreich beim Kennenlernen der anderen Freiwilligen waren die wöchentlichen Treffen, die Projects Abroad organisierte! Wir trafen uns alle jeden Mittwoch in einem Restaurant oder unternahmen etwas in der Gruppe. Außerdem wurde mir bei der Ankunft eine Liste mit den Handynummern der anderen Freiwilligen ausgehändigt, das war auch super. Die Angst, allein auf den Fidschi-Inseln zu sein, braucht jedenfalls niemand zu haben!

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An den Wochenenden waren die Möglichkeiten der Ausflüge schier unbegrenzt, und anfangs war ich erschlagen von all den traumhaften Angeboten! Diese Inseln sind jede für sich ein kleines Paradies. Die meisten Inseln sind touristisch noch unerschlossen und sehr ursprünglich. Besonders lohnende Ausflüge sind ein Besuch in einem traditionellen Dorf, verbunden mit einer Cava Zeremonie, ein Trip nach Suva oder Lautoka, eine Rafting-Tour, ein Inseltrip zu der alten Hauptstadt Levuka, ein Tagesausflug zu den Mananukainseln oder ein Reitausflug am Strand.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es wirklich eine tolle Zeit war, eine Zeit in der ich nicht nur viel über eine andere Kultur lernte, sondern auch über mich selbst: Nachdem ich bei einem Hausbau-Projekt mitgearbeitet und auch eine arme Familie mit Essen versorgt habe, welche vor Glück zu weinen anfing und Gott für alles dankte, ist mir sehr bewusst geworden, auf welcher Seite der Erdhalbkugel ich geboren wurde.

I. Erdmann

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