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"Über den Tellerrand hinausschauen"

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Sozialarbeit auf den Fidschi – Inseln von Julia Dralle

Wer gerne mal über den Tellerrand hinausschauen will, ganz weit weg von der gewohnten Umgebung, freundlich Menschen und ihre Lebensweise kennenlernen und sich in einem sozialen Projekt in einem atemberaubenden Land engagieren will, für den sind die Fidschi-Inseln genau die richtige Wahl. So blicke ich jedenfalls auf meinen zweimonatigen Aufenthalt in Nadi zurück, der zweitgrößten Stadt der Hauptinsel Viti Levu. Wenige Tage nach dem Ende der Schulzeit ging es auf ins große Abenteuer.

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Ich wohnte bei Katrina, einer sehr liebenswürdigen Frau mit fünf erwachsenen Kindern. Am Anfang fiel es mir etwas schwer, die vielen Familienmitglieder richtig einzuordnen, da Familien aus den Fidschi-Inseln nicht nur größer sind, sondern sich auch sehr häufig besuchen. So war bei uns immer etwas los im Haus. Der Lebensstandard meiner Familie war relativ hoch. Natürlich sollte man sich nicht auf eine luxuriöse Unterkunft einstellen, aber wenn man nicht allzu empfindlich ist, gewöhnt man sich auch schnell an eine kalte Dusche.

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Bei den Kaliveretis hatte ich die Möglichkeit, die Fidschianer näher kennenzulernen und an ihrem Leben teilzuhaben. Katrina hat mir gezeigt wie man Roti, ein indisches gefülltes Brot, zubereitet oder Rourou, eine Art Spinat aus der Dalopflanze, kocht. Obwohl die meisten Bewohner Fidschis gut Englisch sprechen, blieben kleine Missverständnisse nicht aus, aber mit ein bisschen Improvisation konnte ich mich gut verständigen.

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Am nächsten Tag brachte mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad zu meinem Projekt im Kindergarten. In den zwei Räumen tobten etwa 50 vier- bis sechsjährige Kinder herum, drei Erzieherinnen versuchten, das Durcheinander in Schach zu halten, verstreute Spielsachen überall und ich mittendrin. Hier war Eigeninitiative gefragt, denn grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass man von den einheimischen Mitarbeitern aus Höflichkeit keine Arbeitsaufträge o.ä. bekommt, sondern am besten einfach selbst anpackt. Das ist manchmal nicht so einfach, denn die Erziehung läuft auf Fidschi eben anders als bei uns. Daher empfehle ich, lieber ein paar Lieder auf Englisch vorzubereiten, anstatt die Kids mit Spielen wie Plumpsack zu überfordern. Und einfach Geduld haben! Es herrscht nun mal „Fiji time“!

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Außer im Kindergarten arbeitete ich auch noch in einer Schule. Eine sehr nette achte Klasse wurde mir anvertraut und nach wenigen Tagen stand ich allein vor der Klasse und unterrichtete in Mathe, Englisch, Sachkunde und Sport.

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Ganz besonders hat es mir die vielfältige Landschaft angetan und schnell waren alle freien Wochenenden mit Ausflügen verplant. Ein Höhepunkt war sicherlich der Kajaktrip durch den Regenwald und die Inselausflüge (Tom Hanks Cast Away lässt grüßen!). Ein Muss ist auf jeden Fall der Besuch in einem traditionellen Dorf mit Kavazeremonie beim Dorfältesten. Hier trifft man natürlich auf die typischen Hochzeitsreisenden, aber auch für diejenigen, die es lieber weniger touristisch mögen, ist jede Menge dabei. Auf den Yasawa-Inseln begegnet man zum Beispiel vielen Weltenbummlern und Rucksacktouristen.

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Beeindruckend fand ich jedenfalls diesen Kontrast zwischen dem Fidschi, wie viele Leute es sich vorstellen, als Urlaubsparadies mit großen Hotels (das es allerdings nur auf einer kleinen Halbinsel Viti Levus gibt) und dem, wie das Leben der Einwohner dort wirklich war. Durch den Kontakt zu einer Einheimischen habe ich dieses noch einmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt: Ich fuhr mit einigen anderen Freiwilligen auf’s Land und half mittellosen Familien, oft allein erziehende Mütter, denen es an Grundversorgung fehlte. Wir boten ihnen langfristige Hilfe durch ein neues eigenständiges Projekt an.

Insgesamt war es einfach ein großartige Zeit, die mir tolle neue Erfahrungen, Kontakte und Erlebnisse beschert hat und die ich jedem nur weiter empfehlen kann. Für den ein oder anderen mag es auch bei der Entscheidung helfen, was man in der Zukunft, z.B. nach dem Abi, machen will. Ich jedenfalls habe meine Pläne danach nochmal umgeworfen!

Julia Dralle

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