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Pappsatt, hundemüde und überglücklich

fidschi-sozialarbeit-freiwillige

Sozialarbeit auf den Fidschi – Inseln von Julia Musig

Als ich mich entschieden habe, auf die Fidschi-Inseln zu gehen, war mir eigentlich gar nicht so richtig bewusst, worauf ich mich da einlasse. Es war ein Sprung ins kalte Wasser: alleine für vier Monate auf der anderen Seite der Welt.

fidschi-sozialarbeit-gastfamilie

Am Anfang hatte ich so die ein oder andere Schwierigkeit mit der Kultur, nicht weil sie schlechter oder besser, sondern einfach nur anders ist. An die Lockerheit und Unbekümmerheit, das langsame Alltagstempo, das Nicht-Planen und die ungewöhnt freundliche und offene Umgangsart musste ich mich direkt nach dem Abitur, dem ganzen Leistungsdruck und dem deutschen Perfektionismus erstmal gewöhnen. Aber ich muss zugeben, sobald ich mal gelernt hatte, nach „Fiji-Time“ zu leben und die Dinge von einer anderen Seite zu sehen, bin ich jeden Abend mit dem Resultat pappsatt, hundemüde und überglücklich eingeschlafen.

fidschi-sozialarbeit-kindergarten

Ich habe zuerst am sozialen Projekt und danach am Unterrichts-Projekt teilgenommen. Der Umgang mit den Kindern war sowohl in der Schule als auch im Kindergarten ein ganz anderer als in Deutschland, was am Anfang etwas schwierig für mich war, weil es kaum meinen Vorstellungen von „richtiger Erziehung“ entsprach. Um so mehr Spaß machte mir die selbständige Arbeit mit den Kinder, weil ich so den Erziehern und Lehrern andere didaktische Methoden zeigen konnte, und von den Kindern mit einem strahlenden Lächeln belohnt wurde. Als Freiwillige hatte ich besonders viel Zeit für die schwächeren Kinder, und versuchte, ihnen so gut wie möglich zu helfen.

fidschi-sozialarbeit-klasse

Während der Schulferien organisierten wir von Projects Abroad ein Ferienprogramm für die Schüler, die „Holiday-School“. Das war sowohl für die Schüler als auch für uns ein Riesenspaß und eine gute Gelegenheit, auch außerschulische Talente wie Singen und Tanzen zu fördern. Mit einer anderen Freiwilligen zusammen startete ich ein Informationsprojekt über den Umgang mit Haustieren. Obwohl die Arbeit nicht immer einfach war, habe ich auf jeden Fall sehr viel gelernt und hoffe, manchen Kindern weitergeholfen zu haben.

Meine Gastfamilie war die beste, die ich mir nur wünschen konnte. „Home away from home“ – sagt eigentlich alles. Sie sind sehr liebevolle und gastfreundliche Menschen, die mich wie eine Tochter aufgenommen und alles getan haben, was ihnen nur möglich war, dass ich eine schöne Zeit auf den Fidschi-Inseln hatte.

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An den Wochenenden habe ich mit den anderen Freiwilligen viele Ausflüge zu einsamen Inseln und Stränden und manchmal auch in den Regenwald gemacht. Ich habe immer leicht andere Freiwillige gefunden, die die Fidschi-Inseln erkunden wollten und es war sehr leicht und unkompliziert, solche kleinen Ausflüge zu planen. Falls wir doch mal nicht weiterwussten, fanden wir immer Menschen, die uns mit ihrer ganzen Herzlichkeit gerne weiterhalfen. Das ist das Schöne an den Fidschi-Inseln, man ist eigentlich nie wirklich alleine, weil es ein sehr gastfreundliches Land ist und man schnell Leute im Bus oder auf der Straße kennenlernt und auch nicht selten zum Essen oder zu einer Cava-Zermonie eingeladen wird.

Das Essen hat einen sehr hohen Stellenwert und schmeckte fantastisch. Außerdem wurde ich immer wieder aufgefordert, noch etwas mehr zu nehmen. So haben schon nach kurzer Zeit alle Freiwilligen, die ich kennenlernte, ihr Essverhalten geändert und sind dann wieder mit ein paar Kilos mehr ins Flugzeug gestiegen.

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Mindestens genauso wichtig wie das Essen ist der Glaube. Egal ob Hinduismus, Christentum oder andere Religionen, sie werden ehrlich und gläubig ausgeführt. Das hat mich sehr begeistert, weil ich so zum ersten mal Teil einer Hindu-Zermonie und einer Diwali-Feier sein konnte und auch erfahren habe, was echter Glaube bedeutet. Ein weiteres spannendes Erlebnis war das Nachtleben. Die Inselbewohner feiern und tanzen gerne, lange und ausdauernd, und man muss einfach mittanzen! Unter der Woche habe ich viele Angebote wie Sport und Chor an der Uni genützt und wurde auch dort sehr freundlich aufgenommen.

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Abschließend kann ich sagen, dass ich eine wunderschöne Zeit hatte, mit vielen netten Menschen gearbeitet und zusammengewesen bin und viel über mich selbst gelernt habe. Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden und auch jedem dazu raten, der bereit ist, sich auf ein Abenteuer einzulassen, die Welt mal mit anderen Augen zu sehen und dem Alltagsleben zu entfliehen!

Julia Musig

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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