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„It’s Ghana!“

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Sozialarbeit in Ghana von Carolin Nienhaus

Nach langer Vorfreude und vielen Vorbereitungen, ging es im August für einen Monat los. Als ich im Flieger saß und meinem Ziel immer näher kam, war ich sehr nervös und aufgeregt. Mir gingen hundert Fragen durch den Kopf, was mich alles erwarten wird. Dieses mulmige Gefühl verflog jedoch schnell, als ich Nyame von Projects Abroad sah. Er empfing mich herzlich mit der typischen Begrüßung (Hand geben und am Mittelfinger schnipsen) und fragte mich, an welchem Wochentag ich geboren wurde: Freitag, also war mein ghanaischer Name „Efua“.

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Wir fuhren zum Büro von Projects Abroad. Die Fahrt und die Bilder, die an mir vorbeiflogen, waren so interessant, und mir kam es vor wie im Traum. Ich war fasziniert, wie die Menschen mit Kanistern Benzin, mit Säcken Holz, mit Schüsseln Lebensmittel und vieles mehr ganz lässig auf ihrem Kopf tragen konnten, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Zusätzlich hatten dann noch viele Frauen ihre Babys mit einem Tuch auf den Rücken gebunden. Das sah echt cool aus!

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Insgesamt waren die Fahrten und der Verkehr sowieso immer sehr erlebnisreich und spannend. Viele Taxis oder Trotros (Minibusse) sahen nämlich so aus, als würden sie jeden Moment auseinanderbrechen. Teilweise gingen die Türen nicht richtig zu, die Kopflehnen fehlten, die Geschwindigkeit wurde nicht immer angezeigt, Sprünge in der Frontscheibe wurden einfach mit Sticker überklebt und anschnallen konnte man sich sowieso nicht. Die Verkehrsregel, die immer galt war: Hupen = Achtung, ich komme! Das war anfangs sehr witzig, aber nach der Zeit auch vollkommen normal. So normal, dass ich ein klimatisiertes Taxi mit Gurten total verrückt fand!

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Die erste Nacht verbrachte ich mit zwei anderen Freiwilligen in einem Hostel in Accra. Am nächsten Tag fuhren wir dann zu unseren Gastfamilien nach Cape Coast. Die Gastmutter empfing mich sehr herzlich mit einer Umarmung. Ich fühlte mich direkt wohl, weil auch der Gastvater und die drei Kinder, die ich auch noch kennenlernte, total nett und fürsorglich waren. Ich hatte nicht mit so einem großen Haus gerechnet. Es kam zwar manchmal kein Wasser bei der Toilette und der Dusche und der Strom war auch ab und zu weg, aber: „It´s Ghana!!“, wie ein anderer Freiwilliger aus Italien oft zu sagen pflegte, wenn wir wieder einmal eine Panne hatten, ein Reifen geplatzt war oder irgendetwas nicht so lief, wie wir es aus Europa kennen.

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In meiner Familie waren noch drei andere Freiwillige aus der Schweiz und eine aus Belgien. Das war sehr schön, weil wir uns richtig gut verstanden, viel gemeinsam unternehmen und auch zusammen in’s Waisenhaus fahren konnten. Die Arbeit gefiel mir sehr gut, die Kinder waren lustig drauf und für Spiel und Spaß bereit. Wir spielten mit ihnen Gesellschaftsspiele und lasen Bücher. Oft machten wir Ballspiele und Sport wie Fußball, Handball, Fangen, Streetball oder Ähnliches. Außerdem bastelten wir viel und machten Armbänder, sangen, tanzten und halfen beim Orangen pflücken, Essen zubereiten oder Wäsche waschen. Die Arbeit mit den Kindern war toll und hat viel Spaß gemacht. Dadurch habe ich viel mitgenommen und vieles dazu gelernt, was für meine berufliche Zukunft nur von Vorteil sein kann.

ghana-sozialarbeit-fische

Am Wochenende und in meiner Freizeit unternahm ich etwas mit den anderen Freiwilligen. Häufig waren wir in der Stadt bei den Marktständen oder am Strand. Dort haben wir einmal gesehen, wie viele Männer Tausende von Fischen mit einem großen Fischernetz aus dem Meer herausgezogen haben. Das war sehr beeindruckend! Ansonsten waren wir noch in Kumasi auf dem großen Markt, bei den Wasserfällen, im Affenwald, wo ich einen Affen auf dem Arm hatte, am Busua Strand Jetski fahren, Krokodile angucken und anfassen (!), im Kakum National Park, wo wir in ca. 45 m Höhe über eine schmale Hängebrücke durch den Regenwald gelaufen sind, im Sklavenfort von Cape Coast und am Sportplatz in Elmina mit den Dorfkindern spielen. Das Panafest in Cape Coast, ein Festival, das über eine Woche mit viel Musik, Tanz, Spaß und Aktionen dauert, habe ich auch noch miterlebt!

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Insgesamt fühlte ich mich sehr wohl und gut betreut. Es war einfach eine tolle Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Am liebsten wäre ich noch länger dort geblieben! Wenn ihr überlegt, auch nach Ghana zu fliegen, dann nur Mut und seid bereit und offen für alles, dann werdet ihr die Menschen und Kulturen dort lieben!

Carolin Nienhaus

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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