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"Der schönste Augenblick war ein Schwimmbadbesuch mit dem kleinen Mawuli"

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Sozialarbeit in Ghana von Katharina Körfer

Mein Entschluss, nach dem Abi drei Monate ins Ausland zu gehen, stand für mich schon lange fest. Ich wollte auf jeden Fall bedürftige Kindern betreuen, da ich auch später in meinem Beruf etwas Soziales machen will. Es kam der Wunsch auf, einfach mal Kinder in einem ganz anderen Kontinent und in einer ganz anderen Kultur erleben zu wollen. Ich interessierte mich für Afrika und mit Projectabroard war schnell die passende Organisation gefunden, so entschied ich mich letztendlich für Ghana. Als ich alle Vorbereitungen getroffen und erfahren hatte, in welchem Ort Ghanas ich genau wohnen werde, war meine Vorfreude groß. Jedoch wuchs auch die Aufregung! Ich war neugierig auf diese völlig ungewohnte, fremde Welt, und wenige Minuten vor der Landung des Flugzeuges war ich nun wirklich in dieser Welt!

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Meine Reise ging, nachdem ich in Accra gelandet war, nach ein paar Stunden weiter nach Kumasi. Trotz der frühen Morgenstunden konnte ich nicht aufhören, aus dem Fenster des Busses zu schauen, um die an mir vorbeirasende Landschaft und die vielen, vielen Menschen zu beobachten. Die Menschen in Ghana haben einen anderen Tagesrhythmus als wir. Die Leute sind oft schon um 4 Uhr morgens auf den Beinen und bauen ihre Verkaufsstände am Straßenrand auf. Dafür gehen sie aber auch früh ins Bett, da es – jedenfalls im September - um 18 Uhr schon dunkel wird. Während der ersten Tage machten mich diese Menschenmassen und das bunte Chaos in der Innenstadt ganz schön müde. Nachdem ich mich aber dann eingelebt hatte und endlich im Waisenhaus die Kinder kennen lernen konnte, fühlte ich mich richtig wohl und ich begann, dieses Abenteuer zu lieben.

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Das „Kumasi Children’s Home“, das städtische Waisenhaus, ist in Mädchen- und Jungenhäuser eingeteilt, und ich durfte im Jungenhaus bei den Babies helfen. Die Kleinen sind mir über die Zeit wahnsinnig ans Herz gewachsen. Klar gab es auch schockierende Momente, was nicht zuletzt an den ärmlichen Verhältnissen lag. Oftmals haben die Kinder dort Malaria oder andere Infektionen. Neben den angenehmen Tätigkeiten, wie Babies wickeln, sie baden oder liebhalten, mit den großen Kindern in den Zoo oder schwimmen zu gehen, gab es auch traurige Momente: beispielsweise, als wir mit einem der Säuglinge ins Krankenhaus gehen mussten oder als wieder ein Kind ausgesetzt worden war und völlig verstört zu uns kam.

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Aber der tollste Augenblick für mich persönlich war ein Schwimmbadbesuch mit den Kleinsten. Der einjährige Mawuli sah zum ersten Mal Wasser und hat so überaus glücklich ausgesehen. Er war mein Liebling, den ich am liebsten mit nach Hause genommen hätte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Kind umso mehr Fortschritte macht, je mehr man sich um das Kind kümmerte. Gerade am Anfang war Mawuli ein sehr stilles und verschlossenes Kind. Je mehr ich mich mit ihm beschäftigte, mit ihm geredet oder ihn herumgetragen habe, desto aufgeweckter wurde er. Am Ende meiner Zeit war er ein völlig anderes Kind, total witzig und frech und konnte sich nun durchsetzen. Das war so schön zu erleben und ich bin dankbar, dass ich drei Monate seines Lebens mit ihm verbringen durfte.

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Es war toll, dass ich nicht alleine im Waisenhaus arbeitete und wir immer mindestens vier Jugendliche waren, die auf die ca zehn Babies aufgepassten. Die anderen Freiwilligen geben einem echt Kraft und man schließt schnell Freundschaften, weil man sich über Sorgen und Nöte, aber auch über freudige Momente austauschen kann. Zum Entstehen dieser wichtigen Freundschaften tragen aber auch die von Projects Abroad geleiteten Meetings bei, die ein Mal pro Woche stattfinden, und an denen sich alle Freiwilligen der Stadt treffen konnten .An den Wochenenden unternahmen wir auch immer tolle Ausflüge und lernten so das ganze Land kennen. Alle hatten einen Reiseführer, in dem die sehenswertesten Gegenden genauestens beschrieben waren. So konnte ich neben riesigen Wasserfällen, traumhaften Stränden mit Türkis-blauem Wasser und Palmen auch Elefanten, Antilopen und Affen sehen. Das war beeindruckendl!

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Zum Schluss kann ich nur sagen, dass mich die Zeit in Afrika wirklich geprägt hat. Nun sehe ich vieles mit anderen Augen! Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, wenn er die Chance hat, dort helfen zu können, diese Zeit auch zu nutzen. Es ist eine Erfahrung, die ich in meinem Leben nie vergessen werde.

Katharina Körfer

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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