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„Meine drei schönsten Monate“

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Sozialarbeit in Ghana von Selina Bolliger aus dem Kanton Aargau in der Schweiz

Als ich mich entschieden habe einen Auslandsaufenthalt zu machen, war für mich sofort klar, dass es Afrika sein muss. Durch die Infoveranstaltung in Zürich habe ich mehr über die Projekte in Ghana erfahren. Da wusste ich, dass ich nach Ghana reisen werde. Im Flugzeug nach Accra wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich bald in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent sein werde. Mein mulmiges Gefühl verschwand sofort, als ich Nyame sah. Er ist ein Mitarbeiter von Projects Abroad, welcher uns vom Flughafen abholte. Ich fühlte mich durch ihn sofort willkommen in diesem fremden Land.

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Die ersten zwei Monate war ich in einem Waisenhaus in Kasoa. Das liegt im Westen von Accra. Ich arbeitete und wohnte auch dort. Von den Kindern wurden wir so freundlich begrüβt, dass man sich sofort wohlfühlen musste. Das Waisenhaus hatte eine eigene Schule, in welcher wir eine eigene Klasse übernahmen. Die Kinder waren zwischen 2 und 4 Jahren alt. Das Schulzimmer war fast leer. Auβer ein paar kleinen Tischen und Stühlen, gab es praktisch nichts. Die Kinder hatten keine richtige Beschäftigung und daher waren sie sehr laut und wild und beanspruchten unsere Nerven teilweise sehr stark. Viel Zeit verbrachten wir daher drauβen. Da sich unser Zimmer direkt beim Waisenhaus befand, hatten wir auch neben den Schulzeiten viel Kontakt mit den Kindern. So gab es eine gute Kombination sozialer Arbeit und Unterrichten. Die zwei Monate vergingen wie im Flug.

Fast jedes Wochenende waren wir unterwegs, um ein bisschen Abstand vom Waisenhaus zu bekommen. Die Strände in Ghana sind ein Traum. Auch Cape Coast und die Volta Region muss man gesehen haben.

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Den letzten Monat verbrachte ich im New Life Orphanage in Nungua. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich zu den „neuen“ Kindern die gleiche Bindung haben kann wie zu den Kindern in Kasoa. Doch schon nach kurzer Zeit wurde mir das Gegenteil bewiesen. Es ist fast unmöglich, diese Kinder nicht zu mögen. Da die Kinder noch zu klein waren, um schreiben und lesen zu lernen, war unsere Hauptbeschäftigung: Spielen mit den Kindern. Besonders beliebt bei den Kindern waren Puzzles und Malbücher. Das Schulhaus war ein Rohbau ohne Dach und daher war es immer angenehm kühl.

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Besonders fasziniert in Ghana war ich von den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Fahrplan existiert nicht. In Accra gibt es mehrere grosse Tro-Tro-Stationen. Für uns Europäer scheint es ein riesengrosses Chaos und doch funktioniert dieses System. Mit der Hilfe von Einheimischen haben wir auch immer das richtige Tro-Tro gefunden und unser Ziel erreicht.

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Das Afrikafieber hat mich gegen Ende meines Aufenthaltes immer mehr gepackt. Die Kinder, die Mentalität der Menschen, die Landschaft. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich Ghana so sehr vermissen werde, hätte ich ihn ausgelacht. Wäre zuhause nicht meine Familie gewesen, die auf mich wartete, ich wäre am liebsten in Ghana geblieben. Die Umstellung von Ghana auf Schweiz war schwieriger als umgekehrt. Die Menschen in Ghana machten es uns aber auch ziemlich einfach uns wohlzufühlen. In der Schweiz muss man wieder an viele Dinge denken. Man kann es sich nicht mehr leisten zu spät zu kommen, die Züge fahren pünktlich.

Allen, die mit dem Gedanken spielen einen Auslandsaufenthalt in Afrika zu machen, kann ich Ghana nur empfehlen. Besonders dann, wenn man das erste Mal nach Afrika reisen möchte. An vielen Orten habe ich mich in Ghana sicherer gefühlt als auf einem Schweizer Bahnhof. Also lasst euch nicht zuviel Angst machen von Verwandten und Bekannten. Es war eine einmalige Erfahrung und ich würde es jederzeit wieder machen.

Selina Bolliger

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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