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„Es war ein Geben und ein Nehmen“

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Sozialarbeit auf Jamaika von Sophie Neid (Obersdorf, Österreich)

Es war die beste Entscheidung als Volountär in Jamaica zu arbeiten, da es die schönsten zwei Monate meines Lebens waren. Ich bereue keine Sekunde in Jamaica. Ich machte Erfahrungen und Erlebnisse, traf Menschen, die mich prägten und die ich nie vergessen werde.

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Ich kam nach Jamaica ohne jegliche Vorstellung wie es sein wird, was mich erwartet, obwohl ich ausreichend informiert wurde von Projects Abroad per Mail. Ich kam abends in meiner Gastfamilie an. Das Haus stand etwas höher auf einem Hügel und ich teilte mir mit Lea- einer deutschen Freiwilligen das Zimmer. Die Familie war sehr freundlich und offen. Anolique und Crisen, die beiden Töchter, waren wie zwei Freundinnen für mich, wir hatten viel Spaß und tanzten und sangen jeden Abend so lange, bis wir mit offenem Mund ins Bett fielen. Auch der Rest der Großfamilie war sehr nett zu uns. Es gab keinen Tag, an dem sie nicht Freude ausstrahlten und uns ein Lächeln schenkten. Natürlich waren die Wohnverhältnisse und der Lebensstandard anders als in Österreich, und ich lernte mit weniger auszukommen. Wir wohnten in der Nähe des Dschungels und so konnte ich oft Früchte holen wie Mangos, Papayas oder Bananen.

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In Mandeville erlebte ich so viele lustige Dinge mit den Einheimischen. Ich traf so viele interessante Menschen nur durch zufälliges Ansprechen, sei es nun in der Warteschlange eines Supermarktes oder im Taxi. Auf den Märkten tanzte ich mit fremden Leuten und Kindern! Die Sprache der Jamaicaner untereinander ist Patois, eine Mischung aus Englisch und einem afrikanischen Dialekt. Mit der Zeit verstand ich die Jamaikaner untereinander immer besser und musste oft schmunzeln, weil ich diesen Dialekt wirklich beeindruckend und lustig finde, er hat so viel Energie in sich wie die Menschen selbst. Mit uns sprachen die Einheimischen jedoch Englisch und ich hatte kaum Verständnisschwierigkeiten.

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Meine Arbeit im Waisenhaus war eine interessante Erfahrung für mich. Das Personal war zum Teil selbst kaum ausgebildet, die Räume waren winzigst und es gab wenige Spielmaterial. Die ersten zwei Wochen arbeitete ich im Babyland und durfte die Babys bzw. Kleinkinder füttern, waschen, schlafen legen und mit ihnen spielen und singen. Jedes dieser Kinder war so lieb, dass ich sie am liebsten alle mit nach Hause genommen hätte. Doch da sie es gewohnt sind, ab und zu Schläge ausgeteilt zu bekommen, waren einige von ihnen sehr schreckhaft. Als sie realisierten, dass ich sie niemals schlagen würde, verflog die Schüchternheit und ich hatte alle Hände voll zu tun jedem Kind seine verdiente Aufmerksamkeit zu geben. Die Kinder umarmten mich, bis ich beinahe keine Luft bekam, ruinierten vor lauter Freude mein mitgebrachtes Spielzeug, aber all das nur, weil sie es nicht gewohnt sind, beschenkt zu werden und miteinander zu teilen. Obwohl diese Kinder so Vieles nicht bekommen, was jedem Kind zustehen sollte, sind sie trotzdem unglaublich herzlich, leicht zu begeistern, voller Energie und Lebensfreude. Ich sang mit ihnen Lieder, und Julien, unser jüngstes Baby, begann zu tanzen, obwohl sie noch nicht einmal wirklich gehen kann!

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Den Rest meines Aufenthaltes unterrichtete ich dann in der Special-school des Waisenhauses, wo ich die schönste Zeit mit Kindern erlebte und das obwohl ich bereits 5 Jahre in verschiedensten Kindergärten praktizierte und selbst eine Jungschargruppe leite. Die Stunden mit den Kindern dieser Schule waren unglaublich. Wir sangen, tanzten, lernten und spielten gemeinsam. Ich schloss sie alle sofort in mein Herz und zum Abschluss lernte ich ihnen noch ein deutsches Lied, das sie bestimmt jetzt noch für mich singen und dabei an mich denken. Ich vermisse diese Kinder und die Zeit mit ihnen so sehr. Ich wollte keinen Tag auslassen und freute mich jeden Morgen wieder, vor der Klasse zu stehen, die Kinder zu unterrichten und von ihnen zu lernen- Es war ein Geben und ein Nehmen. Ich vermisse sie alle so sehr, auch die Lehrerin Mrs. Walters.

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Dadurch dass wir keine Touristen sondern Volountärs waren, sahen wir mit unserer Organisation Orte wie das „Rasta-Village“, in dem die Menschen wirklich nur im Dschungel leben und Geld noch nicht ihre Welt beherrscht. Projects Abroad organisierte super Trips für uns und auch der „Cook-Out-Day“ machte riesen Spaß. Jamaica ist ein Traum und ich wollte nicht aufwachen, aber mir blieb nichts anderes übrig. Ich lernte Freunde für mein Leben kennen, auch viele Volountärs werde ich wieder sehen. Ich hatte die beste Zeit meines Lebens in Jamaica und weiß, dass ich irgendwann wieder auf diese Insel muss. Wegen der Menschen, der Art und Weise wie sie denken, leben und tanzen, wegen der unglaublichen Natur, wegen den Kinder im Waisenhaus... Ich rate jedem, der überlegt ins Ausland zu gehen, egal wohin – ÜBERLEGE KEINE WEITERE SEKUNDE, SONDERN GEH!! Das Leben ist zu kurz um lange zu überlegen und zu kostbar für nur eine Welt.

Sophie Neid

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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