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„Teacher David“

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Unterrichten und Sozialarbeit in Kenia von David Pohl

Letzten Sommer durfte ich zwei Monate in Kenia verbringen. In dieser Zeit war ich einen Monat an einer Grundschule in Nakuru als Lehrer tätig, den zweiten Monat verbrachte ich in einem Zentrum für Straßenkinder.

Zunächst möchte ich etwas über die Schule erzählen. An meinem ersten Tag wurde ich von meiner Betreuerin von Projects Abroad zur Schule gebracht. Sie zeigte mir die Lehrkräfte, das Gelände und meine Klasse. Die Jungs und Mädels wuchsen mir sehr schnell ans Herz. Zu meinen Aufgaben gehörte in erster Linie das Unterrichten. Auch während den Pausen und am Nachmittag, wenn der Unterricht schon vorbei war, verbrachte ich Zeit mit meinen Schülern. Wir machten Hausaufgaben oder spielten abwechslungsreiche Spiele, die meistens im Fussballspielen endeten. Die Jungs und auch die Mädels liebten es, mit dem Ball zu spielen, ganz besonders, wenn „Teacher David“ dabei war.

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Zu den Fächern, die ich unterrichtete, gehörten Englisch, Mathematik, Biologie und Religion. In den Nachmittagsstunden unterrichtete ich in zwei Klassen auf Wunsch der Schüler auch Deutsch, was sie sehr schnell verstanden und sogar sprechen konnten!

Bevor ich noch etwas über die Schule schreibe, möchte ich kurz einwerfen, dass wir in der Gruppe der Freiwilligen, die in Kenia waren, sehr schnell zu einer Gemeinschaft zusammenwuchsen, egal welches Projekt man machte oder in welcher Gastfamilie man lebte. Wir unternahmen in der Freizeit sehr viel zusammen und machten zahlreiche Ausflüge in diesem wunderschönen Land. So konnten wir sehr viel von der Kultur kennenlernen. Auch der Kontakt zu den Einheimischen gelang sehr schnell. Die Kenianer, die ich traf, waren sehr freundlich und offen und freuten sich über jeden, der ihr Land besucht.

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Zurück zur Schule: In den Pausen, gab es im Lehrerzimmer immer Tee und belegte Brote, und so konnte ich schnell Anschluss ans Kollegium knüpfen. Dabei lernte ich Erick kennen. Erick ist Student an der Universität in Nairobi. Er studiert Lehramt, kommt aus Nakuru und unterrichtete während meiner Zeit an der Schule. Schnell wurden wir Freunde und haben auch jetzt noch regelmäßigen Kontakt. Wenn ich sonntags nicht auf Ausflügen war, gingen wir gemeinsam in die Kirche, die in Kenia echt Spaß macht, weil alle singen und tanzen und ein sehr großes Gemeinschaftsgefühl entsteht. Nach der Kirche unterrichteten wir gemeinsam an der Kirchenschule, die immer nach dem Gottesdienst stattfand. Kirchenschule ist in Kenia das, was man bei uns als Konfirmandenunterricht bezeichnet.

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Ich hatte eine riesige Abschiedsfeier an der Schule. Alex aus Kanada, mit dem ich zusammen wohnte, spielte Musik auf der Gitarre, und ich erhielt von meiner Klasse ein wunderschönes Abschiedsgeschenk und sehr viele Briefe. Ich genoss diesen Tag in vollen Zügen und erinnere mich immer wieder gerne daran zurück.

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Zu meinen Aufgaben im Zentrum für Straßenkinder, wo Jungs im Alter von 9 bis 17 Jahren untergebracht waren, zählte das Unterrichten, Aufräumen der Zimmer, Kochen und das Pflegen des Geländes. Der Arbeitstag begann zwischen 9 und 10 Uhr. Morgens gaben wir eine Stunde Unterricht. Wir waren zu zweit, ich hatte noch Unterstützung von einer Schweizerin und später auch von einer Freiwilligen aus Österreich. Der Unterricht bestand aus den Fächern Geschichte Kenias, Englisch und Mathematik. Die 17 Jungs im Zentrum liebten es, etwas zu lernen und waren, wenn man sie erst einmal gebändigt hatte, sehr motiviert!

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Nach der Stunde spielten wir meistens Fussball, wobei wir zwei oder vier Mannschaften bildeten und gegeneinader spielten. Ab und zu habe ich dann für die Teams Kekse oder Schokolade spendiert, dann hat es den Jungs besonders Spaß gemacht und sie haben wirklich alles gegeben, wie in der Bundesliga! Dabei stand aber immer der Spaß im Vordergrund, und es wurde fair gespielt. Desweiteren haben wir auch viele Bilder gemalt, z.B. mit Wachsmalstiften oder Filzstiften. Zu Beginn der olympischen Spiele organisierten wir auch einige olympische Diszipline und spielten sie nach. Das war ein sehr schöner Tag für die Jungs!

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Zurück zum Tagesablauf: Nachdem wir den Unterricht und das Spielen beendet hatten, wurde gemeinsam gekocht. Es gab meist afrikanisches Essen, wie z.B. Ugali, ein fester Brei aus Mais. Jeden Dienstag kauften wir gemeinsam ein und bereiteten teilweise auch europäisches Essen zu, was natürlich das Highlight der Woche war. Alle halfen fleißig und jeder wollte der Erste sein, der uns beim Kochen helfen durfte.

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Am Nachmittag wurde gemeinsam abgewaschen und die Zimmer mussten gereinigt werden, bevor es in den Nachmittagsunterricht ging. Nach der zweiten Schulstunde war es dann zwischen 15 und 17 Uhr, und der Tag neigte sich dem Feierabend zu. Dann fuhren wir per Matatu (das sind die dortigen Busse) zurück nach Hause oder noch ins Büro von Projects Abroad. Manchmal bin ich nach der Arbeit im Zentrum noch zur Schule gegangen und habe meine Klasse und die Lehrkräfte besucht oder habe in meiner ehemaligen Klasse unterrichtet.

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Die Zeit in Kenia war wunderschön und abwechslungsreich. Ich konnte in diesen zwei Monaten sehr viel erleben und habe sehr viele neue Erfahrungen gesammelt, die mich persönlich und auch in meiner beruflichen Entscheidung weitergebracht haben. Ich studiere zur Zeit BWL und Spanisch und möchte danach gerne auf Lehramt weiterstudieren. Ich bin wirklich sehr froh, diese Zeit erlebt zu haben und würde jederzeit zurück nach Kenia gehen.

Ich hoffe, dass sich auch weiterhin Freiwillige finden, um dort etwas zu bewegen und Erfahrungen zu sammeln, die nicht nur den Leuten vor Ort weiterhelfen sondern auch einem selbst.

David Pohl

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