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Kinder sind eine Brücke zum Himmel (Iranisches Sprichwort)

Mit der Arabischgruppe

Sozialarbeit in Marokko von Ruth Scheyer aus Götzis (Österreich)

Marokko ist ein wundervolles Land, das mich fasziniert, seit ich es das erste Mal bereist habe: Atlantik und Mittelmeer, verschneite Berge im Atlasgebirge, die Weite der Sahara, farbenfrohe Souks (Märkte) mit fantastischer Handwerkskunst in Städten wie Fes, Essaouira, Marrakesch... ein intensiv duftender thé a la mente (frischer Pfefferminztee), der Ruf des Muezzin, ein freundliches Gespräch mit einem Gewürzhändler in der Medina, frische Datteln und Granatäpfel... All das und noch viel mehr – besonders auch die Offenheit der Menschen – ließen in mir den Wunsch entstehen, einmal den marokkanischen Alltag zu leben und gleichzeitig freiwillig in einem Projekt mitzuhelfen.

Jannat, Tochter meiner Gastfamilie

In der lebendigen Medina (Altstadt) von Rabat lebt meine Gastfamilie bestehend aus Mutter, Tochter Hanane, Schwiegersohn Mohamed und den beiden süßen Kindern Jannat und Jad. Das Familienleben spielte sich hauptsächlich im ersten Stockwerk ab, während sich mein Zimmer und mein Bad in der zweiten Etage befanden. Es wurde gut gekocht: Fisch, Hühnerfleisch, verschiedenes Gemüse, Couscous... Zusammen mit Hanane und Jannat besuchte ich die Kasbah Oudaya – enge Gassen, weißblaue Häuser, schöne Tore und ein weiter Blick über den Fluss Bou-Regreg, die Nachbarstadt Salé und das Meer.

Abdelhadi

Meine Arbeitsstelle befand sich in Akkari, einem ärmeren Stadtteil von Rabat. Schon der Anblick der kleinen Vorschule ließ mein Herz höher schlagen: Sie befindet sich in einem Garten mit Palmen und alten Bäumen, ist bunt bemalt und zur Freude der Kinder gibt es einen kleinen Zoo mit Schafen, Enten, Ziegen, Meerschweinchen, Vögeln und Pfauen... bewacht vom friedlichen Hund der Vorschule.

Mit den Lehrerinnen der Vorschule

Meine vier Wochen verbrachte ich in unterschiedlichen Gruppen: bei Aziza und ihren vierjährigen Kindern, bei Ghizlane, die in der Französischgruppe die Älteren unterrichtete, bei Essediya und ihrer Behindertengruppe, und schlussendlich noch bei Fouzia, in deren Gruppe die Kinder Arabisch lernten. Ohne Arabisch zu sprechen, war es möglich, mit den Kindern zu kommunizieren, auch wenn ich mir gewünscht hätte, die Sprache zu beherrschen. Zeichnen, Malen und Basteln standen vor allem auf dem Programm. Außerdem machten wir verschiedene Übungen, um einfache Wörter auf Französisch (Zahlen, Farben, Tiere...) in den Kopf zu kriegen. Die Lehrerinnen waren froh, neue Ideen zu erhalten, und so malte ich viele Bildkarten zu den Themen des Lehrbuches: die vier Jahreszeiten als Wanddekoration, Früchte, das Wetter und vieles mehr. Kurz vor dem Fest Aid – dem Opferfest, das ich miterleben durfte – hatten wir nur noch ein Thema: Schafe!

Ihssane

Die Vorschule bleibt mir in bester Erinnerung. Der Einsatz der Lehrerinnen, die oft nur sehr einfache Mittel zur Verfügung haben, war großartig. Der Unterricht wurde abwechslungsreich gestaltet: Tanzen, Singen oder auch einmal ein kurzer Zeichentrickfilm („Tom und Jerry“) lockerten das Lesen, Schreiben, Rechnen und Malen auf. Die Kinder waren sehr freundlich und offen und verteilten Küsse und Umarmungen. Es war jeden Tag eine Freude, mit ihnen zusammen zu sein!

Adam beim Spielen

Die wöchentlichen Freiwilligentreffen mit Asmaa, Soumaya und Adil, den freundlichen Mitarbeitern von Projects Abroad, waren eine willkommene Abwechslung, auch um andere Freiwillige kennenzulernen und mit ihnen Wochenendreisen zu planen. Fes mit seiner uralten Medina und die liebenswerte, in Weiß- und Blautönen gehaltene Stadt Chefchaouen sind auf jeden Fall einen Besuch wert!

marokko-sozialarbeit-riad-zamane

Die Arbeit in der Schule, der Kontakt zu den Lehrerinnen und der Gastfamilie, die Unterstützung von Projects Abroad, die vielen Einladungen von Einheimischen, neue Städte und Orte... Das alles hat meinen Monat in Rabat zu einer unvergesslichen Zeit gemacht! Marokko ist ein landschaftlich abwechslungsreiches Land mit sehr gastfreundlichen und hilfsbereiten Menschen. Der Blick „hinter die Kulissen“ hat meine Erkenntnisse über die marokkanische Gesellschaft, das Leben der Familien und speziell das der Frauen, aber auch über den Unterricht in der Schule und die idealistische Arbeit der Lehrerinnen erweitert. Außerdem konnte ich von meinem dreimal wöchentlich stattfindenden Einzelunterricht in Französisch sehr profitieren.

Und das, was ich mehr als einmal gehört habe: „Don’t forget, you have a friend here. Morocco is your second home!“ werde ich mir zu Herzen nehmen!

Noch ein PS für „ältere Freiwillige“: Das Alter spielt überhaupt keine Rolle, denn mit meinen 55 Jahren war ich nicht die Älteste. Auch die Jahrgänge 1951 und 1938 waren in unserer bunt gemischten, interessanten und internationalen Freiwilligenrunde vertreten!

Ruth Scheyer

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