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„Disfrutas la vidas! - Genieße das Leben!“

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Sozialarbeit in Mexiko von Evelyne Bütler (Kanton Zug, Schweiz)

Was kann einem Schöneres passieren, als die Arbeitsstelle nach 8,5 Jahren zu kündigen und sich auf eine 4 monatige Reise zu begeben? Mein Abenteuer startete völlig unkonventionell, unvorbereitet und erwartungslos Anfang Oktober 2010. Mit gemischten Gefühlen und dem Trennungsschmerz der Familie und der Arbeitsstelle wurde ich in Guadalajara am Flughafen durch Projects Abroad abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht, bei welcher ich einen Monat lang während meines Einsatzes im Waisenheim wohnen durfte.

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Unglaublich, welche Eindrücke bereits in den ersten Tagen auf mich einprasselten. Da meine Familie am östlichen Stadtrand wohnte, bestanden mein Arbeitsweg sowie der Weg in das Stadtzentrum aus einer halbstündigen Busfahrt und der Metro. Als Schweizerin durfte ich schnell lernen, dass die Pünktlichkeit in den mexikanischen Gefilden etwas anders verstanden wird. Die Busse zirkulieren oft, jedoch garantiert ist es nicht. Es empfiehlt sich auch weniger eine Busfahrt nach einer überschwenglichen Tequila anzutreten. Die Straßen haben zum Teil solche Löcher, dass eine gute Durchmischung des Mageninhaltes garantiert wird. Busfahren wurde eine Leidenschaft für mich, denn, wo schmunzelt man öfters als im Bus? Da wird geschminkt, Hähnchen geschmatzt, geplaudert, geschlafen, jedoch auch für Geld gesungen oder Gegenstände verkauft. Es kommt auch vor, dass der Busfahrer sein Abendessen besorgen muss. So wartet man halt kurz am Straßenrand, bis die Tacos und die Cola gekauft sind. Für eine Westlerin ist das Busfahren eine erste Einladung, um Geduld und Gelassenheit zu üben.

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Ja, Mexiko bietet einem so viel an Lebensqualität, die bei uns in dieser Form nicht mehr bekannt ist. Die Leute sind so etwas von freundlich und hilfsbereit. Die Straßen sind mit Essständen gepflastert, wo sich die Leute treffen und austauschen. Die Straßen vibrieren vor Lebendigkeit. In jedem Haus hört man Salsa-Musik und eine Stimme, die genüsslich mitsummt. Und wie es erst bei Festen zu- und hergeht, kann man sich lebhaft und mit einem Schmunzeln im Gesicht vorstellen.

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Mexiko hat viele Gesichter mit einigen Gegensätzen. Für uns sind alle Güter so erschwinglich, doch viele Einheimische ringen mit dem Überleben. Solche Eindrücke gab mir ebenfalls meine Arbeit im Waisenhaus. Die Eltern der Kinder befinden sich im Gefängnis oder sind der Alleinerziehung der Kinder nicht gewachsen. Im Heim leben ca. 50 Kinder im Alter von 2 bis 17 Jahren. Meine Arbeit bestand darin, mit der Gruppe der Kleinsten einen fröhlichen und abwechslungsreichen Nachmittag zu gestalten. Ja, dies fiel mir gar nicht schwer. Ich brauchte nur einen Blick in die unschuldigen Augen der Kinder zu werfen und war infiziert. Da sprudelte Freude, Aufregung, Liebe, jedoch auch Aggression, Trauer und Hilflosigkeit. Die Kinder schätzen die Arbeit der Freiwilligen auf ihre eigene liebevolle Art und Weise. Ich empfinde diesen Beitrag zusätzlich als unglaublich bereichernd für meine Persönlichkeit und die ganze Erfahrung erfüllt mich mit Dankbarkeit. Diese vielen eindrücklichen Aspekte gaben mir einen ersten Blick in das mexikanische Leben, das ich bereits nach einem Monat richtig ins Herz geschlossen habe. Wie wär‘s, wenn du die Chance auch packst und dich auf das Abenteuer einlässt mit dem Leitsatz “disfrutas la vida”?

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Evelyne Bütler

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