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Spielerisch lernen war der Schlüssel

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Sozialarbeit in Mexiko von Franka Gerhard aus Pfeffingen in der Schweiz

Die Matur in der Tasche – da wollte ich etwas Neues erleben. So entschloss ich mich, für drei Monate nach Guadalajara zu gehen und Freiwilligenarbeit zu leisten. Etwas aufgeregt stürzte ich mich ins Abenteuer – was würde mich erwarten?

Doch vom ersten Moment an waren alle Sorgen verschwunden und ich lebte mich in Windeseile ein. Denn das Land hat einen bezaubernden Charme, den ich gar nicht in Worte fassen kann. Immer war Leben auf der Straße und die Menschen, die ich traf, waren so herzlich und fröhlich und genossen jeden Moment. Nichts brachte sie aus der Ruhe. Familie und Freunde waren sehr wichtig und ich wurde von Anfang an in eine große Gemeinschaft aufgenommen.

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Meine Familie wohnte in einem Viertel am Rande der Stadt, welches ich als typisch mexikanisch bezeichnen würde: bunte Häuser, holprige Straßen, kleine Läden, jeder kennt jeden. Eines Abends kamen meine Mitbewohnerinnen und ich aus dem Haus und zwanzig Meter entfernt von uns stand ein Elefant! Der Zirkus schaute vorbei und wollte wohl den Kindern eine Freude machen. Immer war etwas Aufregendes los. Auch Busfahrten waren ein Erlebnis – gerne habe ich die Leute dabei beobachtet, denn sie machten alles andere als nur still dasitzen.

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Im Mittelpunkt meines Aufenthaltes stand natürlich die Arbeit im Waisenhaus. Dort lebten 40 Kinder, die meisten waren zwischen fünf und acht Jahren alt. Ich habe in der Küche geholfen, mit den Kindern Hausaufgaben gemacht und ihnen Rechnen beigebracht. Mit einer anderen Freiwilligen hatten wir die Idee, zusätzlich Englisch zu unterrichten – natürlich auf sehr einfachem Niveau, damit auch die Sechs- und Siebenjährigen etwas davon hatten. Spielerisch lernen war der Schlüssel. Wir spielten Bingo und übten so die Zahlen, vermittelten Wortschatz mit Hilfe von Zeichnungen und lernten die Körperteile mit den Liedern “Head & Shoulders” und “Hokey Pokey”. Immer wieder gab es kleine Preise, um die Begeisterung der Kinder aufrecht zu erhalten. Gegen Ende meines Einsatzes sagten die Kinder schon nicht mehr "Gracias" sondern "Thank you" zu mir – schön zu wissen, dass sie wirklich etwas gelernt hatten und auch hoffentlich weiter davon profitieren können.

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Wir haben viel mit den Kleinen und Grossen gespielt. Immer wollten sie ausgekitzelt oder durch die Luft geschleudert werden. So oft haben sie mich zum Lachen gebracht und mir das Herz erwärmt. Es hat mich immer wieder erstaunt, wie Kinder mit einer derart schweren Vergangenheit so fröhlich, fürsorglich und gütig sein können und überhaupt kein Problem damit haben, alles zu teilen.

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Beim Umgang mit den Kindern war es mir sehr wichtig, ihnen offen und mit viel Liebe zu begegnen. So haben die Kinder diese Liebe schnell erwidert und fingen an, mir zu vertrauen. Die Arbeit mit ihnen hat mir große Freude bereitet und die Zeit im Waisenhaus hat mir viel gegeben. Die Kinder haben mir gezeigt, dass man, auch wenn man nichts hat, glücklich und zufrieden sein kann. Abschied zu nehmen, fiel mir unheimlich schwer. Doch nun bin ich mir sicher, dass ich mich auch zukünftig mit Kindern beschäftigen möchte, nach meinem Psychologie-Studium.

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Dank diesem Einsatz habe ich auch viele tolle Leute aus der ganzen Welt kennengelernt und schnell gute Freunde gefunden. Alle waren sehr offen, und deshalb fiel es leicht, Anschluss zu finden. Wir trafen uns oft, gingen abends aus, besuchten Märkte und unternahmen Wochenend-Ausflüge zum Strand. Mit meinen zwei Mitbewohnerinnen war ich in meiner arbeitsfreien Zeit auf Reisen und habe unter anderem die wunderschöne Stadt Guanajuato kennengelernt.

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Auch die Mitarbeiter von Projects Abroad waren total lieb und lustig, sie kümmerten sich sehr gut um uns und ich konnte immer auf sie zählen. Tolle gemeinsame Abende haben sie auch für uns organisiert – das Grillen werde ich definitiv nicht vergessen! Ich habe in diesen drei Monaten so viel erlebt und erfahren. Es waren drei rundum perfekte Monate und ich sehne mich immer noch zurück. Also: tut es mir nach und wagt euch ins Ungewisse – es lohnt sich!

Franka Gerhard

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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