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Flieg, Engel, flieg!

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Sozialarbeit in Mexiko von Lena Scherer

Meine Entscheidung, meinen Auslandsaufenthalt mit Projects Abroad zu planen, war absolut richtig. Ich konnte jederzeit im Büro in Deutschland anrufen und erhielt immer eine gute und hilfreiche Antwort auf meine Fragen. Außerdem bekam ich viele Informationen, sowie den monatlichen Newsletter aus Mexiko per E-Mail zugeschickt. Projects Abroad organisierte zudem auch den Kontakt zwischen mir und einer anderen Deutschen, die zur gleichen Zeit in Mexiko war, was mir sehr viel gebracht hat. So kannte ich schon jemanden in Mexiko, mit dem ich Ausflüge unternehmen konnte, und bei dem ich mir sicher war, dass er mich verstehen würde, da mein Englisch nicht gerade das Beste war.

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Schnell gewöhnte ich mich in Guadalajara ein. Alejandro, ein Mitarbeiter von Projects Abroad, erklärte mir die Busverbindungen und den Weg zum Büro und zeigte mir die Innenstadt mit ihren schönsten Plätzen, Kathedralen und natürlich Chapultepec, die Straße mit den 100 Cafés und Bars, wo sich das Nachtleben abspielt. Am Wochenende fand dort ein Markt statt, Bands traten auf, und auf der Straße wurde eine große Leinwand aufgestellt, auf der Filme gezeigt wurden.

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Morgens fing ich um 8 Uhr an, richtete das Essen und spielte mit den Kindern. Die Kleinen waren ganz verrückt nach Kitzeln, aber auch „Flieg, Engel, flieg“ war sehr beliebt. Obwohl es so gut wie kein Spielzeug gab, waren die Kinder immer am Spielen und lachten viel. An manchen Tagen sangen wir auch Lieder zusammen, und vor dem Mittagessen wurde gebetet. Danach legten die Kinder sich zu einem Mittagsschlaf hin, und nachdem ich schnell durchgekehrt und aufgewischt hatte, machte ich mich gegen halb 1 auf in die Stadt. Die Busverbindungen in Guadalajara sind übrigens sehr gut, in fast jeder Straße fahren Busse. Meist muss man nicht weiter wie 3 oder 4 Blocks laufen, um die richtige Straße zu erreichen, und in spätestens 5 Minuten kommt der richtige Bus.

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Ein Highlight im Kindergarten war das Frühlingsfest, bei dem Katzen, Marienkäfer, Hunde und Hasen auf die spanische Version von „Old McDonald had a farm“ tanzten, und Prinzen ihre Prinzessinnen zum Titanic-Song auf die Tanzfläche führten. Besonders schön war auch die Geburtstagsfeier eines Mädchens meiner Gruppe, bei der die Kinder gemeinsam eine Piñata zerschlugen. Eine Piñata ist eine selbst gebastelte bunte Figur aus Pappmaché, die mit Süßigkeiten und Früchten gefüllt ist.

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Während den Osterfeiertagen, die es auch in Mexiko gibt, fand man überall in der Stadt traditionelle mexikanische Märkte, und viele Mexikaner fuhren ans Meer oder gingen in die Kirche. Da der Kindergarten in dieser Zeit geschlossen war, konnte ich mir zwei andere Projekte aussuchen, die ich in dieser Zeit machen wollte. Eine Woche verbrachte ich in einem Tierheim, wo ich Vogelkäfige ausmistete, die Tiere mit Futter versorgte und neue Sitzstangen für die Adler baute.

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Die andere Woche fuhr ich ins Schildkrötencamp an der Pazifikküste. Dort übernachteten wir in Zelten, lebten größtenteils ohne Strom und duschten mit Salzwasser. Dafür wurden wir allerdings gleich am ersten Tag belohnt, als wir 5 Schildkrötennester aushoben und Hunderte von kleinen Schildkröten dabei beobachten konnten, wie sie ihren Weg ins Meer antraten. Mittwochs fuhren wir dann mit einem Boot auf die nahegelegene Lagune hinaus und beobachteten Vögel, und donnerstags stand ein Besuch in der Krokodilfarm an, wo wir ein altes Krokodilnest aushoben.

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Auch bei meiner Gastfamilie fühlte ich mich sehr wohl und willkommen. Meine Gastmutter kochte jeden Tag frisch und nahm dabei auch Rücksicht auf meine Vorlieben. Ab und zu gab es selbstgepresste Säfte, und ich habe viele typisch mexikanische Speisen kennen- und lieben gelernt. So aß ich beispielsweise nur sehr wenig Fleisch, bevor ich nach Mexiko ging. Da es dort so gut wie jeden Tag Fleisch gab, probierte ich und stellte überrascht fest, dass es gar nicht so schlimm schmeckte!

Während meines Aufenthalts in Mexiko habe ich viele nette Menschen getroffen und jede Menge tolle Erfahrungen gemacht. Im Projects Abroad Büro fanden immer wieder Treffen statt, wo ich in der mexikanischen Kochstunde oder beim gemeinsamen Grillen die anderen Freiwilligen und die Projects Abroad Mitarbeiter besser kennenlernte. Ich habe viel unternommen. So habe ich zwei Tage am größten See Mexikos, Chapala, verbracht, die Stadt Tequila besucht, in der ich eine Führung durch eine Tequilafabrik mitgemacht habe und war in Tlaquepaque, einem malerischen Vorort von Guadalajara. Egal was ich unternehmen wollte, meine Gastfamilie und die Mitarbeiter von Projects Abroad halfen mir bei der Planung, und alles war bequem und günstig mit dem Bus zu erreichen.

Jedem, der gerne andere Menschen und Kulturen kennenlernt und etwas Neues erleben möchte, kann ich einen Freiwilligendienst mit Projects Abroad ans Herz legen. Die Planung, die Betreuung vor Ort und das, was du erleben wirst, sind das Geld wert. Ich werde die Zeit in Mexiko nie vergessen. Und seit ich zurück in Deutschland bin, lerne ich fleißig Spanisch, damit ich mich bei meiner nächsten Reise nach Südamerika wenigstens etwas verständigen kann! Denn eins ist klar: Ich werde auf jeden Fall noch einmal nach Mexiko zurückkehren. Dieses Land ist so vielfältig, die Menschen sind total nett, und es gibt so viel zu sehen, dass ein Monat bei weitem nicht ausgereicht hat!

Lena Scherer

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

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