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„Jedes Lachen eines Kindes erinnert einen daran, dass man mit seiner Arbeit etwas Gutes leistet und das ist ein tolles Gefühl“

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Sozialarbeit in Nepal von Daniel Mann

Als ich in Nepal ankam, habe ich mich sofort wie in einem zweiten zu Hause gefühlt mit vielen neuen Freunden, einer wunderschönen Landschaft und einer sehr netten Gastfamilie. Ich fand es schön, dass neben mir auch noch andere Freiwillige aus Europa und Amerika in der Gastfamilie gelebt haben und somit stets ein munterer, interkultureller Austausch stattfinden konnte.

Das Haus meiner Gastfamilie und das Krankenhaus, in dem ich gearbeitet habe, liegen in Banepa, einer kleinen Stadt, die eine einstündige Busfahrt entfernt vor den Toren Kathmandus liegt. Auf der einen Seite gibt es hier viele Geschäfte, Restaurants und Gebäude, die die Hauptstraße umgeben, auf der anderen Seite gibt es aber auch einige ländliche Gebiete, die zu Fuß besucht werden können und von denen aus man bei gutem Wetter einen tollen Blick auf das Himalaya-Gebirge hat. Gearbeitet habe ich in einem Krankenhaus, das auf Kinderorthopädie spezialisiert ist.

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Das Krankenhaus liegt auf einem kleinen Hügel, der einen wunderschönen zwanzigminütigen Fußweg von meiner Gastfamilie entfernt ist. Somit hatte ich jeden Morgen in der aufgehenden Morgensonne einen wunderschönen Spaziergang entlang eines schmalen Pfads, vorbei an ländlichen Hütten mit Kühen, Ziegen, und terrassenförmigen Blumen- und Weizen- Feldern.

Während meiner ersten Tage im Krankenhaus habe ich die Ärzte und Physiotherapeuten oft bei ihrer Arbeit beobachtet und dabei eine Anzahl von orthopädischen Krankheitsbildern gesehen, von denen ich zuvor nie gehört hatte. Allgemein hatte ich im Krankenhaus verschiedene Möglichkeiten, mich bei der Arbeit zu beteiligen: Ich konnte die Ärzte bei ihrer Arbeit direkt am Patienten beobachten, wobei sie mir alle meine Fragen beantworten konnten, da die Arbeit eines Arztes in Nepal nicht ganz so „stressig“ ist wie die eines Arztes in Deutschland; ich lernte Röntgenbilder zu analysieren, sah den Ärzten zu, wie sie die orthopädischen Erkrankungen der jungen Patienten diagnostizierten und durfte an interessanten Diskussionen um komplizierte Krankheitsfälle teilnehmen. Am Ende meines Aufenthalts durfte ich sogar einen Tag in den Operationssälen verbringen, was eine unheimlich interessante und faszinierende Erfahrung für mich war.

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Ich konnte meine Zeit mit den Kindern im Spielraum und an deren Betten verbringen und versuchen, ihnen etwas Englisch beizubringen. Dies war durchaus wichtig, da manche von ihnen über sechs Monate im Krankenhaus verbringen mussten und somit sehr viel Lernstoff in der Schule verpassten. Außerdem habe ich damit angefangen, Bücher aus dem Spielraum zu den Patienten, die ihr Bett nach einer Operation nicht verlassen konnten, zu bringen. Diese haben sich über jede Art von Ablenkung und Beschäftigung sehr gefreut. Besonders gut kann ich mich an meinen ersten Lernerfolg mit einem jungen Patienten erinnern: Nachdem wir zuvor ein paar Leseübungen zusammen gemacht hatten, beobachtete ich ihn, wie er ganz für sich allein an seiner Aussprache übte. Als wir den Text dann noch einmal zusammen lasen, war seine Aussprache und sein Englisch viel flüssiger als zuvor.

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Darüber hinaus habe ich gelernt, mich auch an kleinen Erfolgserlebnissen und Fortschritten zu erfreuen- und wenn es nur das Lächeln eines Patienten ist. Es waren die kleinen Momente des Glücks, die die Kinder einem geschenkt haben, die zu meiner stärksten Motivation während meiner täglichen Arbeit geworden sind. Jedes Lachen eines Kindes erinnert einen daran, dass man mit seiner Arbeit etwas Gutes tut und das ist ein tolles Gefühl. Die Vision des Krankenhauses ist es, jedem Kind eine gute medizinische Behandlung zu ermöglichen, egal, aus welchem sozialen Hintergrund es kommt und ich bin sehr stolz und dankbar, für zwei Monate ein aktiver Teil dieser Vision gewesen zu sein. Auch die Atmosphäre im Krankenhaus war ausgesprochen angenehm und freundlich, man fühlte sich sehr wohl und selbst die Patienten nannten mich Bruder und Schwester, was einem das Gefühl einer großen Gemeinschaft gab.

Nach meinem zweimonatigen Aufenthalt in Nepal kann ich nun behaupten, einen tiefen Einblick in die nepalesische Kultur und das nepalesische Leben erhalten zu haben. Sicherlich wird mir die Zeit in Nepal eine neue Sichtweise auf viele Dinge des Lebens geben und möglicherweise auch meine eigene Lebensweise auf eine positive Art verändern. Was ich hier lernen durfte, die Erfahrungen, die ich gesammelt habe und die Freunde, die ich gewonnen habe, werden für den Rest meines Lebens in meinem Herzen bleiben.

Daniel Mann

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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