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"Viva el Peru!"

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Sozialarbeit in Peru von Carolin Saal

Nachdem ich Abi und Ausbildung in der Tasche hatte, wollte ich erst einmal für einige Monate ins Ausland gehen. Schnell stand fest, dass mein Ziel Peru heißen sollte. Meine Eltern hatten dort schon Urlaub gemacht und waren begeistert vom Land der Inkas. Von Bildern und Erzählungen hatte ich mir schon eine Vorstellung darüber machen können, was auf mich zu kommen würde. Nach Stunden im Internet fand ich bei Projects Abroad / Projekte weltweit endlich das, wonach ich gesucht hatte. Von da an ging alles ganz flink: Schnell angemeldet, alle nötigen Sachen erledigt und dann die Tage rückwärts gezählt.

Endlich in Cusco angekommen, wurde ich von Americo, einem der Betreuer vor Ort, abgeholt. Zusammen fuhren wir nach Urubamba, wo mir das Büro gezeigt wurde und ich schon erste Kontakte mit anderen Freiwilligen knüpfen konnte. Danach brachte Americo mich zu meiner Gastfamilie. Zur Familie gehörten Mama Rosario und Ihr Mann Marko, die Söhne Diego und Marcinhio sowie das Hausmädchen Luz Marina mit Ihre Tochter Carina. Sie nahmen mich sofort wie Ihr eigenes Kind auf - worüber ich sehr dankbar war. Die Herzlichkeit, die sie mir entgegenbrachten, war überwältigend. Auch ich schloss sie alle sofort ins Herz.

Peru, Freiwillig, Carolin

Wir lebten in einem dreistöckigen Haus mitten in Calca, der größten Stadt im heiligen Tal, auch wenn es für mich nie so aussah. In der gesamten obersten Etage konnte ich mir ungestört mein kleines Reich einrichten. Meine Familie sprach nur Spanisch. Ich hatte zwar früher mal einen Spanischkurs belegt, dieser half mir aber nicht mehr viel. Deswegen belegte ich einen 60-stündigen Kurs, durch den ich mich nach und nach besser verständigen konnte.

Mein erster Tag an meinem Arbeitsplatz, dem örtlichen Kindergarten, war wunderbar. Die Gruppe, die ich im Kindergarten betreute, bestand aus 36 kleinen, quirligen 5-Jährigen, die sehr neugierig und dankbar waren für Aufmerksamkeit. Von nun an half ich täglich von 8:45 Uhr bis 12:30 Uhr beim Malen, Lernen und bei verschiedenen Übungen. Manchmal habe ich zu Hause Arbeitsblätter zum Rechnen vorbereitet oder Bilder zum Ausmalen angefertigt. Nach und nach durfte ich sogar alleine Übungen zum Addieren und Subtrahieren mit den Kindern machen.

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Meine freie Zeit verbrachte ich oft mit meiner Gastfamilie; sie waren so herzlich zu mir, dass ich mich sogar im Bett meiner Gasteltern ausruhen und fernsehen durfte, als ich einmal krank war. Sonst las ich Bücher, besuchte den Spanisch-Unterricht, oder traf mich mit anderen Freiwilligen. An den Wochenenden besuchte ich gemeinsam mit anderen die Inka-Ruinen in der Umgebung, wir wanderten den Inka-Pfad zum Machu Picchu entlang, besuchten Märkte oder gingen ab und an auch mal in Cusco aus.

Dann schließlich war der letzte Tag vor den Ferien gekommen, an dem ich die Kinder des Kindergartens das letzte Mal sehen sollte. Zum Abschied aßen wir zusammen Kuchen und Milchreis, tranken Milch und ich verteilte kleine Geschenke an jedes Kind. Dies war ein sehr schwerer Tag, da sie mir alle sehr ans Herz gewachsen waren und auch sie mich sehr lieb gewonnen hatten.

Nun aber begann meine Travelzeit. Während dieser Zeit unternahm ich Ausflüge zum Titicaca-See und in den peruanischen Regenwald, was unvergesslich schön war. Danach durchquerte ich auf eigene Faust zusammen mit einer anderen Freiwilligen Chile von Norden bis nach Süden, und schließlich unternahmen wir noch einen Abstecher nach Bolivien.

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Nachdem ich wieder in Calca angekommen war, hatte ich noch eine Woche Zeit, um bei der Summer School mitzuhelfen. Dort unterrichtete ich eine 4. Klasse in Englisch, was eine vollkommen neue, spannende Erfahrung war, die mich letztendlich dazu bewegte, zu studieren und Lehrerin zu werden.

Und dann war er auch schon gekommen - der letzte Tag. Rückblickend war die Zeit wie im Flug vergangen und der Abschied fiel mir mehr als schwer. Ich hatte mich so an meine Gasteltern und an all die anderen netten Menschen gewöhnt. Das Leben war zwar bescheiden, ohne viel Luxus, ohne TV, Handy und das ganze Zeug, aber die Zeit war so wundervoll und hat mich einige Dinge zu schätzen gelehrt. Ich hatte einfach Zeit für mich und für die Familie, ohne über irgendwelche belanglosen Sachen nachzudenken, wie ich es zu Hause getan hätte. Ich bereue keine einzige Minute meiner wunderbaren Zeit in Peru und bin froh, dass ich diesen Schritt gewählt habe. Und eines steht für mich jetzt schon fest - das war nicht mein letzter Besuch in Peru!

Carolin Saal

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